Navigation:
Ticket-Shop Anzeigen- und Abo-Service

Dolby-Atmos-Tonsystem im Cineplex

Wenn Vögel an der Kinodecke singen

Der Konkurrenzkampf in der Kinobranche ist enorm. Längst werden in Marburg Filme digital 
abgespielt. Nach 3-D und Higher-Frame-Rate investiert das Cineplex jetzt in einen neuen Tonstandard: Dolby Atmos.
Arbeiter errichten das riesige Gerüst im größten Saal des Marburger Cineplex, wo eine neue 
Tonanlage installiert wird. Foto: Thorsten Richter

Arbeiter errichten das riesige Gerüst im größten Saal des Marburger Cineplex, wo eine neue 
Tonanlage installiert wird.

© Thorsten Richter

Marburg. Drei Tage lang dauerte allein der Aufbau des Gerüsts im größten Saal 4 des Marburger Cineplex-Kinos. Der Saal ist seit Tagen eine Großbaustelle: Techniker nehmen die Decken und Wandverschalungen ab, bauen neue Lautsprecher ein und verlegen 2,5 Kilometer Kupferkabel zusätzlich zu den fünf Kilometern, die für die alte Anlage bereits installiert wurden. Hinzu kommen 20 weitere Verstärker.

Dolby Atmos, 2012 vorgestellt, kann viel. Wurden bei Dolby 5.1 oder 7.1 Lautsprechergruppen angesteuert, die den gleichen Ton abstrahlen, ist es bei Dolby Atmos möglich, jedem einzelnen Lautsprecher ein eigenes, individuelles Signal zuzuordnen.

Die Wirkung dieses Klangerlebnisses kennt man in Marburg bislang nicht. Es ist für den Ton vergleichbar mit der Umstellung von 2-D zu 3-D beim Bild, erklärt Kinobetreiberin Marion Closmann. Für den „Herr der Ringe“-Regisseur 
Peter Jackson ist es ein „Sound-Erlebnis, von dem Filmemacher wie ich schon lange geträumt haben“.

Investitionssumme: 200.000 Euro

Was bedeutet das für den Kinobesucher? Schon jetzt lieferte der Dolby-Surround-Sound beeindruckende Klangerlebnisse, wenn etwa ein Hubschrauber die Wände entlangzufliegen schien. Künftig wird er quer durch den Raum fliegen und womöglich direkt über dem Zuschauer zur Landung ansetzen. Oder ein Löwe sitzt auf dem Nebensitz und brüllt. Und Regen fällt natürlich von oben, Vögel zwitschern unter der Decke.

Dolby Atmos kann die Tonsignale beliebig im Raum verteilen, horizontal wie vertikal. „Der Sound fließt um Sie herum und bewegt sich über Sie hinweg. Es fühlt sich an, als wären Sie mitten im Geschehen“, wirbt der Hersteller für das System.

Voraussetzung ist, dass der Film in Dolby Atmos abgemischt wurde. Rund 200.000 Euro investieren die Marburger Filmbetriebe in das neue System, nachdem bereits im November erhebliche Vorarbeiten geleistet und etwa die Lautsprecher in Saal 4 ausgetauscht wurden. Jetzt kommen 12 Deckenlautsprecher hinzu, ebenfalls High-Tech-Produkte. Insgesamt hat die Anlage in Saal 4 dann 40 Tonkanäle, erklärt der Kinotechniker Wolfgang Burkhardt.

Das System wird kommende Woche von Dolby-Technikern eingemessen. Am Freitag, 24. Juni, ist dann ab 19 Uhr die Marburger Atmos-Premiere im Cineplex – mit der neuen Real-Verfilmung von „Das Dschungelbuch“. Der Film soll, so Marion Closmann, „eine sensationelle Atmos-Abmischung haben“. Nach Saal 4 wird noch Saal 1 mit der Technik ausgerüstet. Das Marburger Cineplex ist dann eines von wenigen Kinos in Hessen, die derzeit Dolby Atmos anbieten.

OP-Gewinnspiel

Die OP verlost 25 Mal 4 Freikarten für die Dolby-Atmos-Premiere am 24. Juni um 19 Uhr im Cineplex mit dem Film „Das Dschungelbuch“, der für Kinder ab 10 Jahren geeignet ist. Wer gewinnen will, muss uns eine Frage beantworten: Wie viele Tonkanäle hat das neue System in Saal 4. Die Zuschriften gehen unter dem Stichwort Cineplex per E-Mail an kultur@op-
marburg.de. Sie müssen am Montag, 20. Juni, um 12 Uhr in der Redaktion vorliegen.

von Uwe Badouin

 
Cineplex: neuer 
Betriebsleiter

Carsten Gülker (54, Foto: Badouin) ist neuer Betriebsleiter der Marburger Kinobetriebe. Zuvor hat er das Dortmunder Cinestar geleitet, mit 14 Sälen und 3 400 Plätzen ist es eines der größten Multiplex-Kinos in Deutschland.

Gülker soll, so Chefin Marion Closmann, die Abläufe im Cineplex und Capitol steuern. Der Kinomacher hat in Siegen Germanistik, Geschichte und allgemeine Literaturwissenschaft studiert und ist zum 
Kino „wie die Jungfrau zum Kinde gekommen“. In Siegen hat er als Teilhaber in einem Programmkino begonnen.

Seine ersten Eindrücke von Marburg: Das Angebot mit 35 bis 40 Filmen pro Woche sei ausgezeichnet und das Familien-geführte Unternehmen habe für den Besucher gegenüber einem von einem Konzern geführten Kino erhebliche Vorteile. Noch ein Vorteil gegenüber Dortmund: Wenn die dortige Borussia spielt, sind die Kinos leer. Diese Konkurrenz hat man in Marburg nicht.

von Uwe Badouin

 

Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel



Jubiläum




Wünsche




Sport-Tabellen




Spielerkader




zur Galerie

Fußballfotos vom Wochenende

Sonderveröffentlichungen




Spielplatz-Serie




LWL-Shop




Mit der OP durch das Gartenjahr




Blende 2016




Heimatprämie sichern!




Instagram

Schüler lesen die OP




Kommentare




OP kostenlos lesen




Der Online-Shop der OP




Städtewetter
Ihre Stadt/Ihr Ort
Tagestemperatur
°
Tiefsttemperatur
°
Regenprognose
%
Windstärke
km/h
Pollenflug
Ihre Wettervorschau
zur Galerie

Willkommen im Leben:

Die Transfers im Landkreis




Die OP-Serien

Weihnachtszeit ist Plätzchen-Zeit. Besser Esser

Backe, backe Plätzchen

Durch die Adventszeit ohne Plätzchen? Das geht nicht – findet die „Besser Esser“-Redaktion. Und hatte dazu aufgerufen, tolle Rezepte zu mailen. Hier ist nun eine bunte Mischung, die hoffentlich für jeden Geschmack
etwas bereithält. mehrKostenpflichtiger Inhalt



90 regionale Rezepte: Das Besser-Esser-Buch


Das Besser Esser Buch mit 70 regionalen Rezepten.

Die Grill-App der Oberhessischen Presse


Rostkost: Rezepte und Grilltechnik




  • Sie befinden sich hier: Dolby-Atmos-Tonsystem im Cineplex – Wenn Vögel an der Kinodecke singen – op-marburg.de