Wie kahl der heute dicht bewaldete Christenberg um das Jahr 750 ausgesehen haben soll, zeigte Antje Coburger anhand einer Zeichnung.
Münchhausen. Bereits ab etwa 450 vor Christus siedelten Kelten auf dem Christenberg bei Münchhausen. Spuren aus dieser Zeit sind heute nicht mehr sichtbar. "Das liegt daran, dass damals noch nicht mit langlebigen Materialien gebaut wurde", erklärte Antje Coburger vom Förderkreis Christenberg den Teilnehmern an einer Führung zu den historischen Stätten. Viele hundert Jahre später, im achten Jahrhundert nach Christus, bauten die Franken an gleicher Stelle militärische Anlagen, deren Überreste dort noch heute zu entdecken sind. Ein Teil des fränkischen Heers, so berichtete Coburger, sei damals auf dem Christenberg stationiert gewesen. Anders als heute sei der Berg nahezu baumfrei gewesen: zum einen, um Feinde besser entdecken zu können, zum anderen aber auch, weil Holz als Baumaterial benötigt wurde.
Aber nicht nur auf dem Christenberg, beispielsweise auch in Großseelheim waren am Sonntag Interessierte zu Gast. Im Kirchhainer Stadtteil lud das Heimatmuseum zu einem Besuch ein. Präsentiert wurde dort die Ausstellung "Landleben in Haus und Hof um die Jahrhundertwende".
von Stefan Weisbrod
Mehr dazu lesen Sie in der Monntagsausgabe der OP.
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Kommentare
christenberg f.k. – 17.05.10
ich war auf dem christenberg dabei. war sehr schön da und vor allem sehr interessant. lebe dort in der nähe aber wusste kaum etwas über die alten siedlungen. ein lob auch für den bericht in der op!