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Monet-Quintett

Viel Applaus für junge Musiker

Sie sind jung, studieren Musik und stehen vielleicht am Anfang einer Karriere: Das Monet-Quintett präsentierte sich jetzt bei einem Konzert in der Matthäuskirche.
Das Monet-Quintett sind Nemorino Scheliga (hinten von links), Marc Gruber, Anissa Baniahmad (vorne von links), Isabella Homann und Johanna Stier. Foto: Mareike Bader

Das Monet-Quintett sind Nemorino Scheliga (hinten von links), Marc Gruber, Anissa Baniahmad (vorne von links), Isabella Homann und Johanna Stier.

© Mareike Bader

Marburg. Die Kammermusikreihe in der Matthäuskirche in Ockershausen, die seit fast 20 Jahren von Brigitte Leppin organisiert wird, bietet immer wieder jungen Musikern eine Möglichkeit, sich zu zeigen. Dies gilt auch für das Monet-Quintett. Die fünf jungen Musiker besannen sich bei ihrem Programm auf die Klassiker ihres Genres.

Anton Reicha, dessen Quintett in D-Dur gespielt wurde, gehörte zu den Wegbereitern der Bläserquintette. In seiner Zeit am Pariser Conservatoire testete er mit verschiedenen Bläserklassen die Besetzung der Quintette aus, die eine Konkurrenz des Streicherquintetts bilden sollten.

So ganz kann man Streicher und Bläser jedoch nicht miteinander vergleichen – allein schon wegen der unterschiedlichen Klangfarben der Blasinstrumente. Dieses vielseitige Klangbild brachte auch das Monet-Quintett bei seinem Konzert in der Matthäuskirche hervorragend zur Geltung. Dazu trugen auch die ausgesuchten Stücke bei, in denen die fünf Instrumente gleichberechtigt behandelt wurden.

So zeigte Isabella Homann, die für den erkrankten Fagottisten Theo Plath eingesprungen war, eindrucksvoll mit schnellen Läufen, dass das Fagott keineswegs so behäbig und schwer klingen muss, wie man es von Prokofjews „Peter und der Wolf“ kennt. Marc Gruber am Horn beherrschte fabelhaft die Stärke seines Instruments und wusste sich stets in den Klang des Ensembles anzupassen.

Hervorragend aufeinander eingespielt

Erst beim Bläserquintett in g-Moll von Paul Taffanel hob er sich mit hervor oder übernahm das kraftvolle Thema, blieb aber mit der Körpersprache stets völlig ruhig. Anders der Klarinettist Nemorino Scheliga, der mit viel Bewegung die Melodieführung übernahm und ständig zwischen seinen beiden Klarinetten in A- und B-Stimmung abwechselte.

Komplettiert wurde das Ensemble durch die mehrfache „Jugend musiziert“-Preisträgerin Anissa Baniahmad aus Marburg an der Querflöte und Johanna Stier an der Oboe. Das Zusammenspiel ergab ein harmonisches und sehr interessantes und volles Klangbild. Die fünf jungen Musiker zeigten sich hervorragend aufeinander eingespielt. Das Publikum bedankte sich mit einem langen Applaus für ein gelungenes Konzert.

Gegründet wurde das Monet-Quintett 2013, die Musiker haben sich im Bundesjugendorchester kennengelernt und studieren an verschiedenen Hochschulen in Deutschland. Immer wieder konzertierten die verschiedenen Instrumente miteinander. Der schnelle vierte Satz des Reicha-Quintetts begann mit Flöte, Oboe und Klarinette, den langsameren Seitensatz übernahmen Klarinette, Fagott und Horn und im Verlauf des Satzes wechselten die Kombinationen immer wieder.

von Mareike Bader


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