Marburg. Hunderte Menschen drängten sich am Montag im kleinen Hörsaal des Audimax, um den „Anwalt der Literatur“, Marcel Reich-Ranicki, live zu erleben.
Der 90-Jährige machte deutlich, dass er mehr ist als ein TV-Entertainer, dessen Image er so oft zugeschrieben bekommen hat. Der prominente Literaturkritiker hatte zuvor in der Bunsenstraße der Eröffnung der „Arbeitsstelle Marcel Reich-Ranicki für Literaturkritik in Deutschland“ beigewohnt. Die Arbeitsstelle soll das Lebenswerk des prominenten Literaturkritikers erforschen.
„Marcel Reich-Ranicki hat die Literaturkritik in Deutschland geprägt wie kein anderer“, betonte Thomas Anz, Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Philipps-Universität, der die Arbeitsstelle initiiert hat.
von Nadine Weigel
Mehr lesen Sie am Dienstag in der gedruckten OP.
Hier sehen Sie das Video von Marcel Reich-Ranickis Besuch in Marburg.
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Kommentare
das Alter Eni – 07.07.10
Das stimmt. Aber ich glaube, das hat der Anz extra gemacht, weil RR nicht mehr so ganz fit war. Er wollte ihn bestimmt bisschen schonen. Man ja gemerkt, dass RR das Reden etwas schwergefallen ist. Ist aber kein Wunder, bei einem Mann seines Alters. Fand es trotzdem nett.Reich-Ramicki: eine Podiums-"Diskussion"? Student – 06.07.10
Zu schade, dass der versprochene Dialog für das Publikum doch eher enttäuschend war, kam Herr Ranicki, konfrontiert mit den Monologen seines Gegenübers, ja kaum zu Wort.