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Kino: „Ein Hologramm für den König“

Tom Hanks muss in die Wüste

Nach „Cloud Atlas“ arbeiten Regisseur Tom Tykwer und Tom Hanks wieder zusammen. Diesmal schickt der deutsche 
Filmemacher den Hollywood-Star in die Wüste.
Alan Clay (Tom Hanks) wartet lange auf den König von Saudi-Arabien und vertreibt sich die Zeit unter anderem in der Wüste. Foto: X-Verleih

Alan Clay (Tom Hanks) wartet lange auf den König von Saudi-Arabien und vertreibt sich die Zeit unter anderem in der Wüste.

© X-Verleih

Tom Tykwer schickt Tom Hanks in die Wüste. In dem neuen Film des deutschen Regisseurs geht es für den Hollywood-Star nach Saudi-Arabien. Wieder bringen beide gemeinsam eine Romanverfilmung auf die Leinwand: „Ein Hologramm für den König“ nach dem gleichnamigen Buch von David Eggers („The Circle“) startet jetzt in den deutschen Kinos.

Hanks spielt darin den nicht mehr ganz jungen Geschäftsmann Alan Clay, einen Verlierer-Typen, der noch eine große Chance bekommt: Er soll dem König von Saudi-Arabien eine innovative Hologramm-Kommunikationstechnologie verkaufen und muss dabei den ein oder anderen Kulturschock verkraften.

Das Schlimmste: Der König lässt auf sich warten – stunden-, tage-, wochenlang. Dabei ist Clay auf diesen Auftrag angewiesen. In seiner Firma steht er auf der Abschussliste, privat ist das Geld knapp, und er will seine Tochter nicht noch weiter enttäuschen.

Globalisierung – Chance oder Gefahr

Sein Fahrer Yousef (Alexander Black) steht Alan bei der nervenaufreibenden Warterei zur Seite, der ihm nach und nach die US-amerikanisch geprägten Vorurteile austreibt und die Vielfalt und Widersprüchlichkeit des Landes nahe bringt. Ähnliches gilt auch für Alans Ärztin Zahra
Hakeem (Sarita Choudhury), der er immer näherkommt.

„Ein Hologramm für den König“ reißt viele kleine Geschichten an, ohne sie auszuerzählen. Es geht um Globalisierung – als Chance zur Liberalisierung oder als Gefahr der globalen Gleichmacherei. Der Film fragt, wie es feierfreudigen Menschen aus dem Westen geht, die es beruflich nach Saudi-Arabien verschlagen hat.

Dass der Film sich bei dieser Themenvielfalt nicht in Oberflächlichkeiten ergeht, liegt an dem feinen, niemals despektierlichen Humor, mit dem er von den Absurditäten erzählt, die sich zwangsläufig einstellen müssen, wenn ein US-Amerikaner in der arabischen Wüste gegen die Chinesen um die Gunst des Königs buhlt.

Ein Übriges erledigen die atemberaubenden Bilder von der in der Wüste entstehenden Glitzer-Kunstwelt einer aus dem Boden gestampften Wirtschaftsmetropole nach dem Vorbild Dubais – und natürlich ein Tom Hanks, der hier sehr präsent und ja irgendwie immer über jeden Zweifel erhaben ist.

  • Der Film läuft im Cineplex.

von Britta Schultejans

 

Ein Hologramm für den König erhielt von den Besuchern der OP-Schnupper-Premiere im Cineplex das Prädikat: sehenswert mit der Note 3,09 (Bestnote ist 4,0).

Zuschauermeinungen:
„Tolle Aufnahmen über ein weites Land – ein toller Tom Hanks.“
Renate Kirchhain aus Kirchhain

„Tiefgründig und ausdrucksstark. Tom Hanks, wie immer, erste Klasse.“
Ingrit Liebmann (67) aus Wetter

„Eine faszinierende Reise in eine fremde Welt, die doch gar nicht so anders ist. Vielschichtig.“
Ella Burkhardt aus Marburg

„Sehr gute Adaption.“
Hans Amling aus Weimar

„Wunderschöne Bilder, anrührende Figuren.“
Sandra Schäfer aus Marburg

„Etwas träge und weniger inspirierend als es der Filmtext erwarten lässt.“
Mariel Senkpiel aus Lahntal

„Schönes Kino mit Eindrücken in das saudische Leben.“
Marita Siegl aus Marburg

Die Gewinner:
Je zwei Freikarten gehen an: Felicitas Siegmund, Marion Fischer (beide Marburg), Hans Amling, Christa Möhl (beide Weimar) und Albert Bos (Schönstadt). Die Karten werden zugeschickt.

Die OP-Hitparade:
1. Deadpool (3,65) – 10. Februar
2. Carol (3,62) – 13. Dezember
3. Star Wars – Das Erwachen der Macht
    (3,58)
4. The Danish Girl (3,57)
31. Ein Hologramm für den König (3,09)

 

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