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Steven Spielbergs gutmütiger Riese

Kinostart: „BFG – Big Friendly Giant“ Steven Spielbergs gutmütiger Riese

Mit skurrilen Kinderbüchern wie „Sophiechen und der Riese“ wurde Roald Dahl zum Bestsellerautor. Steven Spielberg bringt nun die Story der kleinen Sophie im Land der Riesen auf die Leinwand.

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Der BFG (Mark Rylance) und Sophie (Ruby Barnhill) auf dem Weg ins Traumland.

Quelle: Constantin

Wenn sich zwei Meister der Erzählkunst zusammentun, kann nicht viel schiefgehen. Steven Spielberg, der 1982 mit „E.T. – Der Außerirdische“ eines der erfolgreichsten Science-Fiction-Märchen auf die Leinwand brachte, und der legendäre britische Kinderbuchautor Roald Dahl entführen gemeinsam in die Welt von Riesen, aus der Sicht eines kleinen Mädchens. In „BFG – Big Friendly Giant“ vermischen sich Dahls skurril-makabrer Humor mit Spielbergs anrührender Handschrift und technischer Perfektion.

1982 schrieb Dahl (1916 - 1990) den Kinderbuchbestseller „Sophiechen und der Riese“ (Originaltitel: „The BFG“) über die 
ungewöhnliche Freundschaft eines einsamen und furchtlosen Waisenmädchens in London, das von einem gutmütigen Giganten in das entlegene Land der Riesen mitgenommen wird. Im gleichen Jahr wurde Spielbergs „E.T.“ zum großen Kinohit. Hier ging es um die innige Freundschaft eines Außerirdischen mit Kindern, die das sonderbare und scheue Alien beschützen.

Oscar-Gewinner spielt sanften Riesen

Durch „E.T.“ wurde die damals siebenjährige Drew Barrymore zum großen Kinderstar. „BFG“ könnte nun das Sprungbrett für die elf Jahre alte Ruby Barnhill sein. Ihre erste Spielfilmrolle meistert die Britin mit einem kessen Selbstbewusstsein, die perfekte Besetzung für die neugierige und furchtlose Heldin Sophie.

Übertrumpft wird Barnhill – in Größe und schauspielerischer Brillanz – nur von ihrem Landsmann Mark Rylance. Der Brite, 
der als wortkarger russischer Spion in Spielbergs „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ in diesem Jahr den Oscar als bester Nebendarsteller holte, gewinnt als liebenswerter, aber auch trauriger und einsamer Riese schnell das Herz von Sophie – und der Zuschauer.

Der „Big Friendly Giant“ ist komplett computeranimiert, doch hinter dem grauen Stoppelbart, der wilden Haarmähne und den riesigen Ohren ist die verschmitzte Mimik des Schauspielers sofort zu erkennen.

Mit Hilfe von Spezialeffekten verwandelt sich Rylance in einen sieben Meter großen Riesen, der bei einem seiner nächtlichen Streifzüge durch London von dem schlaflosen Waisenkind gesehen wird. Behutsam und zugleich furchterregend greift eine riesige Hand durch das Fenster des Schlafsaals und schnappt sich das neugierige Mädchen.

Träume in Einmachgläsern

Nach anfänglicher Panik fasst Sophie schnell Vertrauen. Damit beginnt eine wundersame und gefährliche Reise in das ferne Land der Riesen, wo BFG von neun grobschlächtigen Giganten mit Namen wie Fleshlumpeater und Bonecruncher drangsaliert wird. Die fiesen Riesen können zudem Menschen riechen und würden 
Sophie am liebsten verspeisen. 
Keine Sorge bei BFG, der ist 
 Vegetarier und ernährt sich von schleimigem Gemüse.

Der seltsam brabbelnde Einzelgänger findet in Sophie schnell eine Gehilfin. In einem magischen Traumland fängt er bunt leuchtende Träume ein, die in Einmachgläsern neu gemischt und dann schlafenden Menschen eingehaucht werden.

In Dahls schräger Welt kommen auch die Königin von England (Penelope Wilton), ihre 
Hausdienerin Mary (Rebecca Hall) und ein Gebräu vor, das explosive Fürze freisetzt. Spielberg bereitet die wilde Fantasie des Briten familienfreundlich auf.

Es bleiben aber genug gruselige Monsterszenen und Verfolgungsjagden mit den fiesen Riesen übrig. Doch ein Blick in die sanften Augen des BFG genügt: Es geht um eine wunderbare Freundschaft und die Kraft eines kleinen Mädchens, Riesenprobleme zu lösen.

  • Der Film läuft in der 3-D- und 2-D-Fassung im Cineplex.

von Barbara Munker

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