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OP-Buchtipp: Fred Vargas: „Das barmherzige Fallbeil“

Spannung, Charme und Witz

Zwei (Selbst-)Morde, seltsame Zeichnungen und Spuren, die in die Vergangenheit und nach Island führen – das ist die Ausgangsposition für Kommissar Adamsbergs neunten Fall.
Die Autorin Fred Vargas hat einen neuen Krimi veröffentlicht. Der neunte Fall ihres Kommissars Adamsberg stieg sofort in die deutschen Bestsellerlisten ein. Foto: Alberto Morante

Die Autorin Fred Vargas hat einen neuen Krimi veröffentlicht. Der neunte Fall ihres Kommissars Adamsberg stieg sofort in die deutschen Bestsellerlisten ein.

© Alberto Morante

Gruselig, schräg, Vargas. Für den neuen Krimi der Französin Fred Vargas (58), die mit bürgerlichen Namen Frédérique Audoin-Rouzeau heißt, möchte man noch eins draufsetzen, denn „Das barmherzige Fallbeil“ gehört zu jenen Büchern, die man bis zum letzten Punkt nicht aus der Hand legen mag.

Das liegt nicht allein an Vargas‘ charismatischem Kommissar Adamsberg, der nunmehr seinen neunten Fall löst, sondern an der unwiderstehlichen Mischung aus Spannung, Charme, Skurrilem und Fantastischem.

Zwei Tote – angeblich haben sie sich selbst entleibt – sorgen bei der Pariser Polizei anfangs nur für mäßiges Interesse. Doch dann entdeckt Kommissar Adamsberg, der von einem Kollegen zu Rate gezogen wird, im Umfeld der Leichen etwas, was die alte Mathe-Lehrerin und den Schlossherren in Zusammenhang bringt: eine seltsame Zeichnung, die in sich zwei Varianten der Guillotine vereinen könnte. Ist das ein Hinweis auf Hinrichtung? Oder auf die Französische Revolution? Oder ist es vielleicht etwas ganz anderes?

Adamsbergs Team übernimmt den Fall und findet zudem heraus, dass die Lehrerin kurz vor ihrem Ableben Kontakt zum Sohn des anderen Toten aufgenommen hatte. Das, was die alte Dame dem Sohn erzählt hat, weist wiederum auf eine fast vergessene Begebenheit in Island hin. Die beiden Toten hatten seinerzeit an einer Expedition teilgenommen, bei der zwei Menschen im Eis umgekommen waren. Und was hat Island mit der Guillotine zu tun?

Autor mit Fachwissen

Je tiefer die Ermittler in den Sachverhalt eindringen, umso verworrener wird das Ganze. Vor allem, als weitere Menschen sterben – wiederum als Selbstmord getarnt und wieder mit der Guillotine-Signatur. Wie eine dichte Kugel aus Algengeflecht, meint Adamsberg, der sich darin zu verheddern glaubt. Doch wie immer vertraut er seinem Instinkt – und seinem Team, das sich aus herrlich schrägen Typen zusammensetzt, die aber alle auf ihre Weise hervorragende Kriminalisten sind.

Vargas bringt viel Fachwissen in ihre Romane mit ein, denn die Französin hat unter anderem Geschichtswissenschaften und Archäologie studiert. Hinzu kommt eine Portion Übersinnlichkeit, die ihr wohl in den Genen liegt, denn sie ist die Tochter des Journalisten und Surrealisten Philippe Audoin.

Wie schon die Vorgängerromane, verfügt auch „Das barmherzige Fallbeil“ über Passagen, die nüchterne Menschen als unwirklich oder gar als Hirngespinste abtun könnten. Doch bei Vargas gehören sie zwingend dazu. Und das ist gut so.

Das Hauptargument für 
einen Krimi aus ihrer Feder ist jedoch Jean-Baptiste Adamsberg. Der melancholische Kommissar, der sich deutlich von seinen literarischen Kollegen abhebt, geht auch hier wieder unbeirrt seinen einsamen Weg, den ihm die Intuition weist. Der Erfolg gibt ihm und seiner Schöpferin recht.

  • Fred Vargas: „Das barmherzige Fallbeil“, 
 Limes Verlag, 512 Seiten, 19,99 Euro.

von Frauke Kaberka


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