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Kinostart: „Ice Age 5 – Kollision voraus!“

Sid, Manni und Diego wieder am Start

Im fünften Teil der Reihe um eine skurrile menschenähnliche Tierwelt vor 20.000 Jahren bekommen Faultier Sid und seine Freunde es mit kosmischen Geschehnissen zu tun, die ihre Umwelt zu zerstören drohen.
Wiedersehen mit alten Bekannten: Auch in „Ice Age 5“ sind Julian (von links), Crash und Eddie, Peaches, Sid, Oma, Elli, Diego, Manni und Shira wieder mit dabei. Foto: Twentieth Century Fox

Wiedersehen mit alten Bekannten: Auch in „Ice Age 5“ sind Julian (von links), Crash und Eddie, Peaches, Sid, Oma, Elli, Diego, Manny und Shira wieder mit dabei.

© Twentieth Century Fox

Marburg. Familienprobleme unter Mammuts, Frühlingsgefühle beim schrillen Riesenfaultier Sid, Meteoritenhagel und das drohende nahe Ende der vertrauten Tierwelt im Eiszeitalter durch Asteroideneinschlag: In „Ice Age: Kollision voraus!“, dem fünften Teil der weltweit erfolgreichen computeranimierten Action-Komödienreihe, ist schwer was los – intergalaktische Abenteuer und zwischentierische Untiefen eingeschlossen.

Mit spektakulär aus den Fugen geratenden kosmischen Ereignissen sowie gewitzten Dialogen und wilder Körperkomik der liebevoll gestalteten Figuren bietet die Produktion unter Regie 
von Mike Thurmeier und Galen T. Chu großen und kleinen Zuschauern einmal mehr eineinhalb unterhaltsame Kinostunden.

Allzu intensiv dürften die Eindrücke allerdings nicht herüberkommen, denn Form und Botschaft der Geschichte bleiben im Rahmen des Genre-Konventionellen. Dabei begegnet man alten Freunden, zu denen der Säbelzahntiger Diego und seine Gattin Shira oder auch die Opossums Crash und Eddie gehören.

Einäugiges Wiesel gerät zum Retter

Doch es ist ausgerechnet die Knallcharge Scrat, die das Geschehen in Gang bringt – selbstredend beim „running gag“ der seit 2002 laufenden Filmreihe, seinem ewigen Versuch, eine Eichel zu knacken. Aus Versehen landet das Rattenhörnchen im Weltraum, wo es Kettenreaktionen auslöst. Und um 
nicht von einem auf die Erde zurasenden Kleinplaneten erschlagen zu werden, müssen die Tiere des Urwalds zusammenhalten und nach einem Ausweg suchen.

Zum Retter in der Not gerät ein exzentrisches Wiesel namens Buck. Dieser optimistische Einäugige, der sich mit einer fulminant gesungenen „Figaro“-Arie in die Handlung einführt, peilt die Lage dank der Weissagungen auf einer gefundenen uralten Steintafel. Wieselflink und abenteuerreich führt er seine Gefährten durch exotische Länder mit schillernden Bewohnern an einen anderen Ort.

Dorthin will er den unaufhaltsam näher kommenden Asteroiden mittels Magnetismus umleiten und somit den eigenen Lebensraum zu retten. Gefahren auf dem Marsch sind bösartige Dino-Vögel, die ihre Chance auf Weltherrschaft wittern, und elektrische Stürme, die unter anderem zu einem kollektiven Bad-Hair-Day führen.

Neben diesen Turbulenzen, die kosmisch-erdgeschichtliche Zusammenhänge in kreativer Freiheit und knallbunten, rasanten Bildern ad absurdum führen, wartet auch „Kollision voraus!“ mit stillen Momenten sowie – eher betulichen – inhaltlichen Aussagen und Familienwerten auf. So müssen die Tiere nicht nur lernen, sich auf Veränderungen in ihrer Umwelt einzustellen.

Faultier auf Freiersfüßen

Auch im Privaten heißt es für sie „Go with the flow“ (Geh’ mit dem Fluss) – was ihnen oft schwer fällt. Das gutmütige, familienaffine Mammut Manni hat denn auch Probleme damit, dass Tochter Peaches flügge wird und den in seinen Augen unpassenden plüschigen Julian heiraten will. Und bei den verliebten Tigern bezweifelt Shira, jemals eine gute Mutter zu werden.

Den Vogel in puncto persönlicher Weiterentwicklung schießt allerdings der populäre Tollpatsch Sid ab: Bei seinen romantischen Ambitionen wird er erst frustriert, dann wird er aber mit dem Auftauchen der kapriziösen Faultierdame Brooke herausgefordert.

In der deutschen Fassung, bei der unter anderem YouTube-Star Freshtorge in einer Nebenrolle als Flugsaurier neu dazugekommen ist, lispelt sich einmal mehr Komiker Otto Waalkes als Sid in die Herzen der Zuschauer – und darf im Abspann wunderbar sehnsuchtsvoll „Ich wär so gern mal verliebt“ singen.

  • Der Film läuft in der 2-D- und 3-D-Fassung im Cineplex.

von Ulrike Cordes


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