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Kino: „Der kleine Prinz“

Reise in die Zauberwelt der Kindheit

„Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry ist ein Welterfolg. Nun kommt ein Film ins Kino, der den Zauber der Geschichte auf die Leinwand bringt. Ein wunderschönes Filmkunstwerk, das zu Herzen geht.
Antoine de Saint-Exupérys Geschichte vom kleinen Prinzen und dem Bruchpiloten ist ab diesem Donnerstag im Kino zu sehen. Foto: Warner Bros.

Antoine de Saint-Exupérys Geschichte vom kleinen Prinzen und dem Bruchpiloten ist ab diesem Donnerstag im Kino zu sehen.

© Warner Bros.

„Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Das ist der wohl berühmteste Satz aus Antoine de Saint-Exupérys Kinderbüchlein „Der kleine Prinz“. Die traurige, kluge Geschichte der poetischen Freundschaft zwischen einem Bruchpiloten und einem heimwehkranken Jungen von einem fernen Asteroiden rührt Menschen in aller Welt.

Nun hat sich der US-Regisseur Mark Osborne („Kung Fu Panda“) an das berühmte Stück französischer Literatur gewagt. Sein Kinowerk ist liebevoll animiert und wunderschön erzählt, mal komisch und mal melancholisch. Ein kleines Filmkunstwerk, das zu Herzen geht und kleine wie große Zuschauer verzaubert.

Eingebettet ist die Geschichte in eine Rahmenhandlung: Ein Mädchen ist in den Sommerferien zum Pauken verdammt. Es soll an einer Eliteschule aufgenommen werden. Ein Leben zwischen Erfolg und Effizienz. Doch der strikte Lernplan der ehrgeizigen Mutter gerät durcheinander, als die Tochter sich mit dem Nachbarn anfreundet, einem alten verschrobenen Mann in einem verwinkelten Haus und mit einem klapprigen Flugzeug im Garten.

Film schreibt Geschichte des Buchs fort

Die Kleine ist fasziniert von seinen Geschichten über einen Prinzen, den er bei einer Notlandung in der Wüste kennengelernt hat. Heimlich lässt sie ihre Bücher im Stich und lauscht gebannt den Erzählungen von einer wundersamen Begegnung und ihrem traurigen Ende.

Nur mit einem will sich das Mädchen nicht abfinden: Dass der heimwehkranke Prinz sich von der gefährlichen Giftschlange beißen lässt. Hier schreibt der Film die Geschichte des Buches fort. Die Kleine ist fest überzeugt, dass der Prinz noch irgendwo lebt. Mutig geht sie selbst auf eine fantastische Reise zu fernen Planeten, um ihn zu finden.

Osborne gelingt das Kunststück, die Poesie und die Melancholie des weltweit mehr als 145 Millionen Mal verkauften Buches auf die Leinwand zu bringen. Wie der Autor beschwört er den Zauber der Kindheit. „Wahrscheinlich ist die Welt einfach zu erwachsen geworden“, stellt der alte Mann im Film ernüchtert fest. Seine Erzählungen und Zeichnungen sind ein Gegenentwurf zum Streben nach Perfektionismus.

Oscar-Preisträger steuert Musik bei

Was den Kinofilm so poetisch macht, ist nicht nur die Geschichte. Es sind vor allem auch die Bilder, vorwiegend in 3-D-Optik animiert. Dazwischen gibt es wunderbare Sequenzen aus der Welt des kleinen Prinzen, mit kunstvollen Papierfiguren, die in Stop-Motion-Technik in Szene gesetzt wurden, unterlegt mit wunderschöner Musik des berühmten Hollywood-Komponisten und Oscar-Preisträgers Hans Zimmer.

Am Ende des Films ist es ein bisschen so, als würde man aus einem Traum erwachen, und in den man jederzeit zurückkehren kann, so wie es der alte Mann seiner kleinen Freundin mit auf den Weg gibt: „Wenn du mit dem Herzen siehst, werde ich immer bei dir sein.“

  • Der Film läuft im Cineplex.

von Cordula Dieckmann

 

 „Der kleine Prinz“ erhielt von den Besuchern der OP-Schnupper-Premiere im Cineplex das Prädikat: sehenswert mit der Note 3,35 (Bestnote ist 4,0).

Zuschauermeinungen:
„Die Geschichte entzückt immer wieder.“
Birgitt Jennemann (57) aus Stadtallendorf

„Schöne Verfilmung, hat sich gelohnt.“
Bianca Haemer aus Marburg

„Jeder hat seinen Stern (auch wenn man es manchmal vergisst).“
Julian Posch (10) aus Stadtallendorf

„Sehr schön gemacht. Für Kinder etwas zu lang. Eher was für Ältere. Trotzdem toll.“
Peter Wilhelm (61) aus Marburg

„Ein poetischer Film. Die Weiterführung der Handlung über die Literaturvorlage hinaus hat ihm aber leider etwas vom Zauber genommen.“
Petra Bender aus Weimar

„Beeindruckend. Nie hätte ich gedacht, dass man den kleinen Prinzen so mitreißend verfilmen kann.“
Wolfgang Zerahn aus Marburg

„Eine wunderschöne Geschichte auf eine interessante Weise dargestellt. Toll.“
Karolina Stein aus Amöneburg

„Ich fand gut, dass am Ende wieder alles gut war.“
Joshua Weitzel (5) aus Marburg

„Wunderbar. Auch für Erwachsene. ‚Man sieht nur mit dem Herzen gut‘.“
Ingrit Liebmann (67) aus Wetter

Die Gewinner:
Je zwei Freikarten gehen an: Julian Posch (Stadtallendorf), Saskia Kasten (Kirchhain), Peter Wilhelm, Virginia Casas und Joshua Weitzel (alle Marburg). Die Karten werden zugeschickt.

OP-Kinderfilm-Hitparade:
1. Ritter Trenk (3,46)

 

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