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Longlist für den Buchpreis

Prominenz besticht bei Vorauswahl

20 Titel stehen auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis. „Ein ausgezeichneter Jahrgang“, findet die Jury. Der Sieger wird im Oktober gekürt. Ein Gewinner steht schon jetzt fest.
Foto: Jens Kalaene
© Jens Kalaene

Frankfurt. Bekannte Namen und aufregende Neuentdeckungen stehen auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2016.

Eine siebenköpfige Jury hat 178 Bücher, die seit dem vergangenen Herbst neu erschienen sind, gesichtet und daraus 20 Titel für die Longlist ausgewählt. „Ein ausgezeichneter Jahrgang“, findet Jury-Sprecher Christoph Schröder.

Die Longlist zeige „die große Bandbreite von Schreibweisen und Themen in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur“. Auch die sprachliche Vielfalt sei groß. „Wir hatten Spaß dabei, uns durch die Einreichungen zu arbeiten.“

Der Deutsche Buchpreis wird seit 2005 vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels vergeben. Er will den besten Roman des Jahres in deutscher Sprache küren. Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz dürfen Titel einreichen.

Eine siebenköpfige Jury, deren Besetzung jährlich wechselt, wählt zunächst 20 Titel für die Longlist aus. Später wird die Auswahl auf eine Shortlist von sechs Titeln verkürzt. Der Sieger wird traditionell am Vorabend der Frankfurter Buchmesse bekannt gegeben.

Der Gewinner erhält 25.000 Euro, die anderen fünf Finalisten bekommen jeweils 2500 Euro. Der Deutsche Buchpreis hat 
unter den vielen literarischen Auszeichnungen inzwischen die höchste Publikumsresonanz. Oft schaffen es die Sieger auf die Bestsellerliste.

von unserer Agentur

 
Die Longlist 2016
- Akos Doma: „Der Weg der Wünsche“ (Rowohlt Berlin)
- Gerhard Falkner: „Apollokalypse“ (Berlin Verlag)
- Ernst-Wilhelm Händler: „München“ (S. Fischer)
- Reinhard Kaiser-Mühlecker: „Fremde Seele, dunkler Wald“ (S. Fischer)
- Bodo Kirchhoff: „Widerfahrnis“ (Frankfurter Verlagsanstalt)
- André Kubiczek: „Skizze 
eines Sommers“ (Rowohlt Berlin)
- Michael Kumpfmüller: „Die Erziehung des Mannes“ 
(Kiepenheuer & Witsch)
- Katja Lange-Müller: „Drehtür“ (Kiepenheuer & Witsch)
- Dagmar Leupold: „Die Witwen“ (Jung und Jung)
- Sibylle Lewitscharoff: „Das Pfingstwunder“ (Suhrkamp)
- Thomas Melle: „Die Welt im Rücken“ (Rowohlt Berlin)
- Joachim Meyerhoff: „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ (Kiepenheuer & Witsch)
- Hans Platzgumer: „Am Rand“ (Paul Zsolnay)
- Eva Schmidt: „Ein langes Jahr“ (Jung und Jung)
- Arnold Stadler: „Rauschzeit“ (S. Fischer)
- Peter Stamm: „Weit über das Land“ (S. Fischer, Februar 2016)
- Michelle Steinbeck: „Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch“ (Lenos, März 2016)
- Thomas von Stein­aecker: „Die Verteidigung des 
Paradieses“ (S. Fischer, März 2016)
- Anna Weidenholzer: „Weshalb die Herren Seesterne 
tragen“ (Matthes & Seitz 
Berlin)
- Philipp Winkler: „Hool“ 
(Aufbau)
 

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