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Kunsttage des Landkreises

Preise gehen an Eske und Altemüller

Am Sonntag endeten die Kunsttage des Landkreises Marburg-Biedenkopf mit der Vergabe der Jury- und Publikumspreise. 2500 Besucherinnen und Besucher sahen die Ausstellung im Erlenring-Center.
Die Marburger Künstlerin Ursula Eske (oben) strahlt. Sie hat den Jury-Preis der Kunsttage Marburg-Biedenkopf für ihre Bodenplastik „Kaffeefeld“ erhalten. Foto: Landkreis

Die Marburger Künstlerin Ursula Eske (oben) strahlt. Sie hat den Jury-Preis der Kunsttage Marburg-Biedenkopf für ihre Bodenplastik „Kaffeefeld“ erhalten.

© Landkreis

Marburg. 95 Künstlerinnen und Künstler mit Wohnsitz oder Atelier im Landkreis Marburg-Biedenkopf hatten im leerstehenden Ladengeschäft im Erdgeschoss des Erlenring-Centers rund 150 Arbeiten zum Thema „Entfernungen“ gezeigt. 2500 Besucher zählten die Veranstalter vom Landkreis seit dem 27. August.

Höhepunkt der Finissage am Sonntag war die Verleihung der Kunstpreise. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf verleiht den mit 1000 Euro dotierten Jurypreis der Kunsttage Marburg-Biedenkopf 2016 an die Marburger Künstlerin Ursula Eske, der mit 500 Euro dotiere Publikumspreis geht an Cornelia ­Altemüller aus Marburg.

Ursula Eske habe die Jury mit ihrer Installation „Kaffeefeld“ sowohl qualitativ als auch in der Umsetzung des Mottos Entfernungen am meisten überzeugen können, teilte der Landkreis mit. In der Begründung der Jury heißt es: „Das Kunstwerk ‚Kaffeefeld‘ von Ursula Eske stellt eine außergewöhnliche und hochgradig überzeugende Bearbeitung des Themas ‚Entfernungen‘ auf der Höhe der Zeit dar.

Publikum belohnt Aschenputtel

Die Bodenplastik lade zu Gedanken und Gefühlen über Distanzen, Quantitäten und Qualitäten unserer ­heutigen Zeit ein. Das Werk „kann als samtig-weiches und fließendes Relief einer hügeligen Landschaft verstanden werden.“ Der Jury gehörten Waltraud Mechsner-Spangenberg, Conny Pietzsch, Karin Stichnothe-Botschafter, Hans Schohl, Bernd Brust, Dr. Christoph Otterbeck und Dr. Markus Morr an.

Ursula Eske arbeitet seit vielen Jahren plastisch in ihrem Atelier und Ausstellungsraum in Zwischenhausen sowie in der Künstlergruppe Radenhausen am Fuße der Amöneburg. Die Künstlerin habe mit ihrer Bodenplastik die räumlich entfernte Welt des Kaffeeanbaus, der Ernte und der Röstung, der Weiterverarbeitung, des Handels auf den Weltmärkten und auch den Fair-Trade-Handel auf den „Boden der Kunsttage“ geholt.

Der Publikumspreis geht an die Marburgerin Cornelia Altemüller für ihre Arbeit „Aschenputtel Neuauflage / Cinderella reloaded“. Überreicht wurde der Preis vom Ersten Kreisbeigeordneten Marian Zachow.
Auf den zweiten Platz wählte das Publikum Matthias Wild aus Wetter mit seinem Kunstwerk „Erweiterungen“, den dritten Platz belegte das Kunstwerk „Brücke zur Heimat“ von Hilde Genz aus Biedenkopf.
Musikalisch umrahmt wurde die Finissage von der Hinterland Brass Band unter der Leitung von Charly Mutschler.

Bereitgestellt wurde die große Ausstellungsfläche, die früher von Tegut genutzt wurde, von Deka Immobilien und der Strabag GmbH. Weitere Hauptsponsoren waren die Sparkasse Marburg-Biedenkopf und die EAM.

Der Landkreis als Veranstalter der Kunsttage zeigte sich mit den diesjährigen Kunsttagen sehr zufrieden. Sowohl seitens der mitwirkenden Künstlerinnen und Künstler als auch seitens der Besucher habe es sehr viele positive Rückmeldungen gegeben.

Der Erste Kreisbeigeordneten Marian Zachow (von links) übergab die Publikumspreise an Gottfried Pfretzschner (stellvertretend für Cornelia Altemüller), Hilde Genz und Matthias Wild übergab. Im Hintergrund steht der Organisator Dr. Markus Morr von der Kreisverwaltung. Im Zentrum des Fotos ist Altemüllers mit dem Publikumspreis gekrönte Plastik „Aschenputtel Neuauflage / Cinderella reloaded“ zu sehen. Foto: Landkreis
 
 

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