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Paradiesische Chormusik

Chormusik für die Unendlichkeit mit Duruflés 
Requiem und Werke aus Bachs „Kunst der Fuge“ stehen auf dem Programm des Konzertes 
der Kurhessischen Kantorei unter dem Motto 
„In Paradisum“.
Mitglieder der Kurhessischen Kantorei trafen sich mit Chorleiter Uwe Maibaum im Neuen Botanischen Garten zu Videoaufnahmen für ihr Konzert „In Paradisum“. Privatfoto

Mitglieder der Kurhessischen Kantorei trafen sich mit Chorleiter Uwe Maibaum im Neuen Botanischen Garten zu Videoaufnahmen für ihr Konzert „In Paradisum“.

© privat

Marburg. Mit dem „Requiem“ von Maurice Duruflé ertönt am 25. Juni ab 18 Uhr in der Lutherischen Pfarrkirche unter der Leitung von Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum ein kontemplatives Werk, das Traditionen des gregorianischen Gesangs aufgreift.

Bade-Paradies, Spiele-Paradies, Heimwerker-Paradies – die tägliche Werbung verheißt es uns täglich. Aber wie mag es klingen? Und wie deuten wir es, wenn es um Leben und Tod geht? Bei Maurice Duruflé bildet der Hymnus „In Paradi­sum“ den Abschluss seines Requiems, er verklingt in einem Akkord aus sieben Stimmen wie in der Unendlichkeit.

Die Tradition des gregorianischen Gesangs durchzieht das Werk und war Leitmotiv des Komponisten. Wie in himmlischen Höhen strahlen Sopranstimmen, im Alt erklingt die flehentliche Bitte des „Agnus Dei“, die Stimmen der Männer bilden die tönende Grundlage in fast allen Chorstücken. Eine Musik der vielstimmigen, nur von der Orgel begleiteten Innigkeit und Besinnung, die sich auch zu eindringlichen Höhepunkten aufschwingt, etwa wenn es im „Osanna“ wie Glocken läutet.

Impressionen von unendlich bewegtem Wasser

Wie stellen wir uns das Paradies vor? Für die Kurhessische Kantorei finden sich paradiesische Impressionen im schwerelosen Fließen und Schwingen des Wassers. Zur Vorbereitung ihres Konzertes „In Paradisum“ trafen sich deshalb einige Sänger und Chorleiter Uwe Maibaum im Neuen Botanischen Garten zum Videodreh.

Mit überraschenden Bildern unterlegt erklingen dann Johann Sebastian Bachs Kontrapunkte aus der „Kunst der Fuge“ im Dialog mit Duruflés „Reqiuem“. Impressionen des unendlich bewegten Wassers werden im Konzert musikalisch und bildlich in Szene gesetzt.

Auch Blechbläser und syrische Instrumente werden in dem vielgestaltigen Programm eine Rolle spielen. Beim Konzert am Samstag werden die Instrumentalisten und die Kurhessische Kantorei von den beiden Solisten Mechthild Seitz (Mezzosopran) und Anselm Richter (Bass) unterstützt.

In seinem Programm 2016 nennt der Rias-Kammerchor das Werk ein „sanftmütiges Ewigkeitsversprechen“. Die Kurhessische Kantorei verbindet es mit dem Bild des endlos fließenden Wassers, mit seiner Schönheit und Unergründlichkeit. Dem strömenden Gesang begegnen Kontrapunkte aus der „Kunst der Fuge“ von Johann Sebastian Bach, die wie Wegmarken im paradiesischen Schwelgen wirken.

  • Karten gibt es im Vorverkauf bei der Tourist-Information, Telefon: 06421/99120 sowie an der Abendkasse.

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