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OP-Filmtest:„Mahana“

Packendes Drama um eine Maori-Familie

Der Film „Mahana“ entführt die Zuschauer ins Neuseeland der 1950er-Jahre.
Mahana (Temuera Morrison, von links) ist der Patriarch des Maori-Clans. Simeon (Akuhata Keefe) begehrt gegen ihn und unterstützt Ramona (Nancy Brunning). Foto: Prokino

Mahana (Temuera Morrison, von links) ist der Patriarch des Maori-Clans. Simeon (Akuhata Keefe) begehrt gegen ihn und unterstützt Ramona (Nancy Brunning).

© Prokino

Marburg. Maori-Patriarch Tamihana Mahana steht in wütender Ungeduld auf der Veranda und schaut auf seine Taschenuhr. Die Familienmitglieder raffen alles zusammen, springen in die Autos – und fahren doch eine Minute zu spät vor. Missmutig mustert das Oberhaupt die Sippe und fragt: „Wenn Ihr eine Minute zu spät in den Himmel kommt, glaubt ihr, dass Gott euch dann reinlässt?“

Damit ist der Ton gesetzt in „Mahana – Eine Maori-Saga“. Ohne Hollywood-Schminke, sondern in harten realistischen Sequenzen erzählt der Film die Geschichte des jugendlichen Simeon Mahana, der in den 60er-Jahren gegen seinen 
alternden Großvater Tamihana aufbegehrt und so die traditionellen Machtverhältnisse in seiner Familie ins Wanken bringt.

Zwei Jahrzehnte nach dem Erfolg mit „Die letzte Kriegerin“ kehrt Regisseur Lee Tamahori (66) zurück nach Neuseeland und erschafft erneut ein packendes und ausdrucksstarkes Familiendrama. Die Mahanas pflegen dabei eine Feindschaft mit dem Clan der Poatas, während sich zwei ihrer Kinder ineinander verlieben – was an Shakespeare erinnert. „Ich wollte, dass der Film ein Liebesbrief an eine mir sehr vertraute Zeit wird“, erklärte Tamahori, der unter anderem das Bond-Spektakel „Stirb an einem anderen Tag“ drehte.

  • Filmkunsttheater Kammer.

von Doreen Fiedler

 

Mahana erhielt von den Besuchern der OP-Schnupper-Premiere im Cineplex das Prädikat: sehenswert mit der Note 3,56 (Bestnote ist 4,0).

Zuschauermeinungen:
„Die Taschentücher haben nicht gereicht. Unbedingt nochmals sehenswert.“
Elisabeth Münch aus Marburg

„Überwältigend“
Volker Ambach (71) aus Marburg

„Beeindruckend, emotional und viel Weisheit.“
Brigitte Werner (64) aus Marburg

Die Gewinner:
Je zwei Freikarten gehen an: Renate Kirchhain aus Kirchhain, Elisabeth Münch, Volker Ambach, Angelika Stellwag und Mechthild Heinrichsen (alle Marburg). Die Karten werden zugeschickt.

 

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