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OP-Filmtest: „Conni & Co“

Ohne Schleife im Haar und ohne Papa Til

Während Til Schweiger gerade in Marburg mit großem Aufwand „Conni & Co 2“ dreht, startet heute der Erstling in den Kinos. In der OP-Vorpremiere kam der Film sehr gut an.
Sofia Bolotina (links) ist in „Conni & Co“ als Janette und Emma Schweiger als Conni zu sehen. Der Film kommt diesen Donnerstag in die deutschen Kinos. Foto: Warner Bros.

Sofia Bolotina (links) ist in „Conni & Co“ als Janette und Emma Schweiger als Conni zu sehen. Der Film kommt diesen Donnerstag in die deutschen Kinos.

© Warner Bros.

Emma Schweiger (13) wird flügge. Die Jüngste von Filmstar Til Schweiger (52) begleitete ihren Schauspiel-Regie- und Produzenten-Papa oft auf Leinwandausflügen.

Nur noch ihre große Schwester Luna (19) kann da mithalten. Und während es die beiden anderen Geschwister – Valentin (21) und Lilli (18) – scheinbar gar nicht vor die Kamera zieht, übernimmt Emma in „Conni & Co“ nun ihre erste große Kino-Hauptrolle unter anderer Regie. Emma ist Conni – die beliebte Buchheldin, die es im Hamburger Carlsen-Verlag vom Pixi bis zum Kinderroman gibt.

Zuletzt hatten Til und Emma gemeinsam mit Dieter Hallervorden mehr als sieben Millionen Zuschauer in die Alzheimer-Komödie „Honig im Kopf“ gelockt und damit einen der erfolgreichsten deutschen Filme aller Zeiten abgeliefert.

Co-Produzent Schweiger mit Kurzauftritt

Bei der ersten Verfilmung der beliebten „Conni“-Reihe gehört Schweiger zu den Co-Produzenten und tritt als Gaststar auf, Regie und Drehbuch aber verantwortete 
ein Frauen-Duo: Schriftstellerin Vanessa Walder verfasste das Drehbuch, Franziska Buch setzte es in Szene. Buch führte schon bei Kinderfilmen wie „Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen“ und „Hier kommt Lola!“ Regie.

Die Geschichte beginnt mit dem „T. rex“, dem Direx an Connis neuer Schule. Heino Ferch spielt mit Schnauzer und Toupet den mürrischen Direktor Möller, der nicht nur Kinder nicht ausstehen kann. Er ist auch ein fieser Hundehasser, der sich mit einem eigenen Vierbeiner bei der „Chief-Hund“-Wahl einen lukrativen Werbevertrag sichert.

Als Chief-Mann-Vorgänger tritt kurz Til Schweiger auf. Auch Komiker Kurt Krömer ist dabei – als Verkäufer in einer Tierhandlung, der Möller den entscheidenden Tipp zu seinem entflohenen Vierbeiner geben kann.

Dem Hund erging es inzwischen bei Connis Oma wesentlich besser, denn die von Iris Berben (65) gespielte Großmutter hat ein großes Herz und ein – kaum noch zu finanzierendes – Gut für Tiere. Und cool ist sie obendrein: In Lederkluft fährt Oma auf dem Motorrad vor, um Conni zur Schule zu bringen.

Ein ganz normales Mädchen

Zwölf Jahre alt war Emma bei den Dreharbeiten. Rot-weißes Ringeltop trägt sie, mit Jeanshemd darüber, und statt der 
roten Schleife gibt es ein Haargummi. Emma habe von sich aus den Wunsch geäußert, „auch mal einen Film außerhalb der familiären Situation zu drehen“, berichtet Regisseurin Buch im Presseheft. Ihr schwebte ein Familienfilm vor. Ihr Ziel: Ein Witz muss von Kindern verstanden werden, aber auch Erwachsene zum Lachen bringen; eine Actionszene soll Erwachsene mitreißen, aber für Kinder noch verkraftbar sein.

Das Ergebnis: Frech und frisch kommt ihre Conni daher. Ein ganz normales Mädchen, ohne magische Kräfte, aber mit Mut. Eine Zwölfjährige, die sich mit dem Schuldirektor anlegt und gegen die Eltern (Ken Duken und Lisa Bitter) aufbegehrt; die es mit der Klassenzicke zu tun bekommt und miterleben muss, wie ihr Freund Paul (Oskar Keymer) plötzlich lieber zur coolen Jungs-Clique gehören will und zu dummen Mann-oder-Memme-Mutproben antritt.

Gerade wenn Paul bei der Mutprobe in einer Szene von einem Hund gejagt wird, könnte das für ganz junge Zuschauer etwas furchteinflößend werden. Aber es ist ja auch nicht das kleine Conni-mit-der-Schleife-im-Haar-Mädchen aus der TV-Reihe am Start, sondern die ältere Heldin der „Conni & Co“-Buchreihe. Und deren erstes Kinoabenteuer ist an vielen Stellen auch für Erwachsene unterhaltsam und spannend.

  • Der Film läuft im Cineplex.

von Dorit Koch

 

 Conni & Co erhielt von den Besuchern der OP-Schnupper-Premiere im Cineplex das Prädikat: oscarreif mit der Note 3,79 (Bestnote ist 4,0).

Zuschauermeinungen:
„Sehr gut. Ich würde den Film gerne noch viele Male sehen. Emma Schweiger war sehr gut. Ich wünsche mir ein Autogramm von ihr und dass der Film einen Oscar bekommt.“
Pia Hoss aus Marburg

„Freundschaft ist das Wichtigste. Tiere sind keine Sachen. Super gespielt von den Kindern.“
Fatma Aydin (44) aus Marburg

„Cooool.“
Leni Schorge (9) aus Lohra

„Ich fand die bunten Farben toll. Und der Hund war süß.“
Amelie Weitzel (9) aus Marburg

„Es war ein sehr, sehr, sehr schöner Film.“
Zoe Both (8) aus Cölbe

„Gut besetzter Kinderfilm, der ohne große Effekte auskommt. Aber warum muss der Film sich am Schluss selbst erklären?“
Sönke Preck (49) aus Marburg

Die Gewinner:
Je zwei Freikarten gehen an: Emily Bieker aus Rüdigheim, Svea Müller aus Wehrda, Leni Schorge aus Lohra, Tanina Preck aus Marburg und Leonie Dorn aus Stadtallendorf. Die Karten werden zugeschickt.

OP-Kinderfilm-Hitparade:
1. Conni & Co (3,79)
2. Die Wilden Kerle 6 (3,74)
3. Ratchet & Clank (3,67)

 

Filmtrubel auf dem Marktplatz Bei strahlendem Sonnenschein setzten Til Schweiger und sein Team am Dienstag die Dreharbeiten auf dem Markplatz fort. Der war weiträumig abgesperrt. Die Zuschauer merken schnell: Drehen heißt warten. mehr
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