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„Stiftung Kunstsammlung Prof. Dr. Reimund Seidelmann“

Neue Stiftung für das Kunstmuseum

„Ausblicke – Perspektiven der Landschaftsmalerei im 19. Jahrhundert“ heißt die Ausstellung, mit der am Donnerstag um 17 Uhr die Stiftung Kunstsammlung Professor Dr. Reimund Seidelmann präsentiert wird.
Marie Winter und Dr. Christoph Otterbeck bereiten die Ausstellung „Ausblicke – Perspektiven der Landschaftsmalerei im 19. Jahrhundert“ vor. Das Gemälde „Ammersee“ stammt von Eduard 
Schleich d. Ä. Foto: Thorsten Richter

Marie Winter und Dr. Christoph Otterbeck bereiten die Ausstellung „Ausblicke – Perspektiven der Landschaftsmalerei im 19. Jahrhundert“ vor. Das Gemälde „Ammersee“ stammt von Eduard 
Schleich d. Ä.

© Thorsten Richter

Marburg. 40 Jahre lang hat der in Marburg aufgewachsene 
Politikwissenschaftler Professor Reimund Seidelmann Kunst gesammelt. Rund 200 Gemälde des 19. Jahrhunderts aus Deutschland und Frankreich sowie eine Sammlung wertvoller chinesischer Keramiken hat er jetzt in die „Stiftung Kunstsammlung Prof. Dr. Reimund Seidelmann“ überführt, die das Marburger Kunstmuseum bereichern wird, wie Museumsdirektor Dr. Christoph Otterbeck erklärt.

Unter den Gemälden befinden sich Werke von Carl Rottmann, Eduard Schleich d. Ä., Carl Spitzweg, aber auch von Charles F. Daubigny, Theodore Gudin, Theodore Rousseau und Felix Ziem. Dies teilte die Philipps-Universität mit.
Die Stiftung wird am Donnerstag um 17 Uhr Fürstensaal des Landgrafenschlosses vorgestellt. Damit verbunden ist eine kleine Kabinett-Ausstellung, in der 15 Gemälde gezeigt werden. Die Ausstellung „Ausblicke“ ist bis zum 4. September im Landgrafenschloss zu sehen.

Katalog-Publikation in Planung

Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten im Kunstmuseum in der Biegenstraße soll ein wissenschaftliches Projekt die gesamte Sammlung erschließen, später soll sie in einer Ausstellung komplett gezeigt werden. Zudem ist die Publikation eines Katalogs geplant. Nach dem Vermächtnis der Marburger Kunstsammlerin Hilde Eitel mit Avantgardekunst des 20. Jahrhunderts vergrößert die Sammlung Seidelmann das Spektrum des 19. Jahrhunderts im Kunstmuseum.

Zum Vorsitzenden der Stiftung wurde Bernd Höhmann gewählt, früherer Kanzler der Philipps-Universität Marburg und langjähriger Freund des Marburger Museums für Kunst und Kulturgeschichte. Professor Seidelmann übernimmt selbst den Vorsitz im Beirat der nach ihm benannten Stiftung.

Dem Beirat gehören Professorin Katharina Krause, Präsidentin der Philipps-Universität Marburg, Professor Bernd Küster, Direktor der Museumslandschaft Hessen Kassel, Dr. Christoph Otterbeck, Direktor des Museums für Kunst und Kulturgeschichte der Philipps-Universität Marburg, Horst Piringer, Vorsitzender der Freunde des Museums, und der Kunstberater Michael Vogt an. Dem Vorstand gehören neben Bernd Höhmann die Schriftführerin der Museumsfreunde Susanne Piringer und der Rechtsanwalt Michael Preusse, derzeitiger Präsident des Rotary-Clubs Marburg, an.

Kunstangebot der Region soll gestärkt werden

Nach einem Grußwort der Uni-Präsidentin Katharina Krause stellen Bernd Höhmann und der Stifter Reimund Seidelmann die Sammlung vor. Die Kunsthistorikerin Dr. Anna Ahrens beleuchtet „deutsch-französische Begegnungen in der Malerei des 19. Jahrhunderts“ und Christoph Otterbeck informiert die Besucher der öffentlichen Veranstaltung über die Bedeutung der Stiftung für das Kunstmuseum.

Professor Reimund Seidelmann, der an der Philipps-Universität studierte und als Politologe unter anderem in Brüssel, Jena und Gießen tätig war, will mit seiner Stiftung „das Kunstangebot der Region stärken und Studierenden wie Lehrenden in Marburg das Studium von originalen Gemälden des 19. Jahrhunderts ermöglichen“.

  • Das Museums für Kulturgeschichte im Landgrafenschloss ist geöffnet Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Eintritt: 4 Euro (regulär), 3 Euro (ermäßigt), Kinder unter 6 Jahren frei. Anfahrt mit der Stadtbuslinie 10.

von Uwe Badouin


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