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OP-Filmtest: „Die Insel der besonderen Kinder“

Mix aus Fantasy, Horror und Action

Tim Burton ist Hollywoods Spezialist für doppelbödige Fantasy-Storys. Sein neuer Film „Die Insel der besonderen Kinder“ hat sich in den USA an die Spitze der Kinocharts ­gesetzt.
Jake (Asa Butterfield, links) hält Emma (Ella Purnell) an einem Seil fest. Ohne Bleischuhe hebt sie ab. Alle Kinder auf der Insel haben besondere Fähigkeiten. Foto: Twentieth Century Fox

Jake (Asa Butterfield, links) hält Emma (Ella Purnell) an einem Seil fest. Ohne Bleischuhe hebt sie ab. Alle Kinder auf der Insel haben besondere Fähigkeiten.

© Twentieth Century Fox

Marburg. Der Amerikaner hat sich wieder einen Stoff mit Grusel-Faktor vorgenommen: Emma trägt Bleischuhe, damit sie nicht davonfliegt. Im Körper von Hugh lebt ein Bienenschwarm. Millard ist unsichtbar.

Unter Claires Löckchen verbergen sich am Hinterkopf messerscharfe Zähne. Und in Olives Händen fängt alles Feuer. Die außergewöhnlichen Teenager leben auf der „Insel der besonderen Kinder“ – wohin sich normalerweise niemand verirrt.

Tim Burton, Hollywoods Spezialist für doppelbödige Fantasy-Storys, hat den gleichnamigen Zeitreise-Bestseller von Ransom Riggs verfilmt – und beweist mit schwelgerischen Bildern, prickelnder Spannung und beeindruckenden Effekten einmal mehr, dass er ein Händchen für Stoffe mit Grusel-Faktor hat.

Samuel L. Jackson spielt gruseligen Untoten

Burton hat bei der Besetzung dieses Mal auf seinen Lieblingsdarsteller Johnny Depp verzichtet, mit dem er unter anderem „Edward mit den Scherenhänden“, „Sleepy Hollow“ und „Alice im Wunderland“ drehte.

Doch auch die Starriege in „Die Insel der besonderen Kinder“ kann sich sehen lassen: Die „James Bond“-Schauspielerinnen Eva Green und Judi Dench stehen als Verbündete, die sich in Vögel verwandeln können, auf der Seite der „besonderen Kinder“. Samuel L. Jackson („Pulp Fiction“) ist als gruseliger Untoter der Anführer ihrer Widersacher.

Eine Entdeckung ist aber vor allem Asa Butterfield, der den sympathischen Helden der Geschichte spielt, der ein wenig an Harry Potter erinnert. Der 19-jährige Brite Butterfield stand auch schon für Martin Scorseses „Hugo Cabret“ vor der Kamera. Sein Jake ist ein schüchterner Teenager aus Florida. Als sein Opa eines nicht natürlichen Todes stirbt, glaubt Jake, Monster flüchten zu sehen – was seine Eltern veranlasst, ihn zur Psychologin zu schicken.

Zeitreise beschert erstaunliche Erkenntnis

Jake erinnert sich an die seltsamen Geschichten, die ihm der Großvater immer erzählte. Um Ungeheuer, außergewöhnlich begabte Kinder und ein geheimnisvolles Waisenhaus ging es da.

Zusammen mit seinem Vater reist Jake nach Wales, um den fantastischen Geschichten des Großvaters nachzugehen – und nach dem Willen seiner Eltern seine absonderlichen Vorstellungen aus dem Kopf zu bekommen. Doch der fantastische Wahnsinn beginnt dort erst, als Jake durch eine Zeitschleife in das Jahr 1943 gerät. Dort entdeckt Jake, dass er selbst auch eine außergewöhnliche Fähigkeit besitzt – die ihn für die Bewohner der Insel unentbehrlich macht.

Das nebelige Wales mit seinen skurrilen Bewohnern hat Burton wunderbar hinbekommen, das wird sicher auch Fans des Romans überzeugen. Die „besonderen Kinder“ und ihre Betreuerinnen haben ebenfalls großen Wiedererkennungswert. Bei den Augäpfel von Unschuldigen verschlingenden Bösewichten und dem Showdown auf einem Rummelplatz überdreht Burton die Story dann etwas – so viel Action wäre gar nicht nötig gewesen.

Burton bietet eine gelungene Mischung aus Fantasy, Horror und Action. Autor Riggs hat seinem Erstling bereits zwei weitere Bände um die „besonderen Kinder“ folgen lassen. Der Weg für eine Film-Fortsetzung ist ­also bereits geebnet.

  • Der Film läuft im Cineplex – 126 Minuten, ab 12 Jahren.

von Elke Vogel

 Die Insel der besonderen Kinder erhielt von den Besuchern der OP-Schnupper-Premiere im Cineplex das Prädikat: sehenswert mit der Note 2,88 (Bestnote ist 4,0).

Zuschauermeinungen:
„Fantastisch verzaubernd.“
Richard Domin (23) aus Marburg

„Tolle Effekte!“
Susanne Wolff aus Marburg

„Der Film war wirklich sehr gut. Hatte viel Spannung, war aber auch lustig.“
Martina Hennig (20) aus Kirchhain

„Etwas langatmig.“
Erika Brand (45) aus Marburg

Die Gewinner:
Je zwei Freikarten gehen an: Marina Hennig, Erika Brand, Jennifer Jakob, Sven Lauer und Daniel Beste. Die Karten werden zugeschickt.

Die OP-Hitparade:
1. Mahana – eine Maori-Saga (3,56)
2. SMS für Dich (3,49)
9. Die Insel der besonderen Kinder (2,88)

 
 

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