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Kino: „Wer ist Malala – Ihr Recht auf Bildung“

Malala: Sie will nicht schweigen

Viele 15-jährige Mädchen haben Jungs im Kopf und sind vor allem mit dem Erwachsenwerden beschäftigt. Malala wurde in diesem Alter Opfer der Taliban, weil sie sich das Lernen nicht verbieten ließ.
Malala, die mit 15 einen Anschlag überlebte, ist heute 18 Jahre alt und setzt sich unermüdlich für das Recht auf Bildung ein. Foto: Fox Deutschland

Malala, die mit 15 einen Anschlag überlebte, ist heute 18 Jahre alt und setzt sich unermüdlich für das Recht auf Bildung ein.

© Fox Deutschland

Eine Doku erzählt nun die bewegende Geschichte der Friedensnobelpreis-Trägerin: Ein Freitag im Oktober 2012. Ein Bus rumpelt über eine Straße im Nordwesten Pakistans. Mädchen auf dem Weg zur Schule sitzen auf den Bänken. Plötzlich halten Taliban-Kämpfer das Fahrzeug an.

„Wer ist Malala?“, fragt einer. Und schießt. Er trifft die 15-Jährige in die Stirn, verletzt auch zwei Freundinnen. Dass Malala überlebt ist ein Wunder und macht die Widerstandskämpferin zu einer Ikone im Kampf für das Recht 
aller Mädchen auf Bildung.

US-Dokumentarfilmer Davis Guggenheim hat die bisher jüngste Friedensnobelpreis-Trägerin (2014) nun liebevoll porträtiert. „Malala – Ihr Recht auf Bildung“ zeigt das junge Mädchen nicht nur als Heldin, die von Queen Elizabeth II. und US-Präsident Barack Obama empfangen wird, vor den Vereinten Nationen in New York spricht und ihren 18. Geburtstag nahe der syrischen Grenze verbringt, um eine Schule zu eröffnen.

„Niemand kennt meinen Namen“

Malala begegnet dem Zuschauer auch als Teenager, der mit den beiden kleinen Brüdern rangelt, in der Schule dazugehören will, sich Bilder von Brad Pitt anschaut und peinlich berührt kichert, wenn man nach Jungs fragt. Doch am Anfang der Geschichte steht die Katastrophe. Malala schwer verwundet, im Koma, Notoperationen. „Ich dachte, ich sei tot“, sagt ihre Stimme aus dem Off.

Das Aufwachen in einer Klinik im englischen Birmingham: „Ich wusste, das ist nicht mein Land, und ich dachte, niemand kennt meinen Namen.“ Kaum öffnet sie die Augen, fragt sie nach ihrem Vater, dem zweiten Protagonisten, nicht nur der Doku, sondern auch im Leben seiner Tochter.

„Wie eine Seele in zwei Körpern“, so beschreibt Vater Ziauddin Yousafzai sein Verhältnis zu Malala. Guggenheim und sein Team haben die fünfköpfige Familie in ihrem Haus in Birmingham ausführlich begleitet, beim Kochen, beim Spielen, beim Gebet.

„Ich vermisse meine Freunde“

Ginge es nach den Taliban, wäre Malala dem Tod nicht nur nahe gewesen, sondern längst nicht mehr am Leben. Die Terrorgruppe droht der inzwischen weltbekannten Aktivistin offen an, sie umzubringen, wenn sie in ihre Heimat zurückkehrt. „Ich vermisse die dreckigen Straßen, ich vermisse den Fluss, ich vermisse meine Freunde“, sagt die junge Frau, doch an eine Rückkehr selbst auf Zeit ist derzeit nicht zu denken.

Das war ein Grund, warum das Filmteam nicht nach Pakistan reisen konnte, sondern auf reichlich Archivmaterial aus dem Heimatland der Yousafzais zurückgriff. Was dem Film gelingt: Er macht deutlich, warum Malala und ihr Vater nicht schwiegen, obwohl sie wussten, dass ihr Protest sie in Lebensgefahr bringen würde.

„Es lag in der Familie, seine Meinung zu sagen. Es war in ihren Genen“, sagt Regisseur Guggenheim. Malalas Vater benannte die Erstgeborene nach einer mythischen jungen Frau, die ihre Landsleute zum Widerstand gegen Eroberer aufforderte und dafür mit dem Leben bezahlte.

von Peer Meinert
 und Teresa Dapp

 

„Wer ist Malala – Ihr Recht auf Bildung“ erhielt von den Besuchern der OP-Schnupper-Premiere im Cineplex das Prädikat: sehenswert mit der Note 3,33 (Bestnote ist 4,0).

Zuschauermeinungen:
„Gerade in den heutigen Tagen ein wichtiger Film. Sollten sich viele Menschen ansehen. Wichtig gegen Vorurteile.“
Angelika Stellwag (64) aus Marburg

„Überzeugend, mutig, es braucht mehr Menschen wie dieses Mädchen Malala.“
Ruth Groß (50) aus Marburg

„Sehr guter Film, der zum Nachdenken anregt und zeigt, wie wertvoll Bildung ist.“
Katharina Hertlein aus Marburg

„Alle Menschen sollten sich diesen Film ansehen, gut auch für den Schulunterricht.“
Isabell Matthäi (38) aus Münchhausen

„Dieser Film sollte uns aus der Lethargie reißen, dass man nichts verändern muss.“
G.-B. Hartmann aus Marburg

Die Gewinner:
Je zwei Freikarten gehen an: Vivienne Matthäi, Jürgen Gorski, Marie Groß, Lisa Strube und Marit Herzberg. Die Karten werden zugeschickt.

 

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