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Otto-Ubbelohde-Preis

Kreis ehrt Heimatforscher und Künstlerin

Seit 1987 vergibt der Landkreis Marburg Biedenkopf den Otto-Ubbelohde-Preis. In diesem Jahr lagen der Jury 54 Bewerbungen für den begehrten Kulturpreis vor.
Die Hinterländer Mountainbiker (links unten) kommen herum in der Welt, hier in Brasilien. Der Kirchhainer Harald Pausch (oben) beim Hessentag in Butzbach. Die Künstlerin Elisabeth Sabo (rechts). Fotos: Tobias Hirsch, privat (2)

Die Hinterländer Mountainbiker (links unten) kommen herum in der Welt, hier in Brasilien. Der Kirchhainer Harald Pausch (oben) beim Hessentag in Butzbach. Die Künstlerin Elisabeth Sabo (rechts).

© Tobias Hirsch, privat (2)

Marburg. Bunt und vielfältig ist das Spektrum der bislang 121 Otto-Ubbelohde-Preisträger des Landkreises.

In diesem Jahr kommen drei weitere Preisträger hinzu: „Die Künstlerin Elisabeth Sabo aus Marburg, der heimatgeschichtlich vielseitig aktive Harald Pausch aus Kirchhain sowie die Hinterländer Mountainbiker erhalten den begehrten Preis, der Anfang Juli im Schloss in Biedenkopf verliehen wird“, teilte Landrätin Kirsten Fründt mit.

Mit Elisabeth Sabo wird eine Künstlerin mit Migrationshintergrund ausgezeichnet, die laut Jury „seit vielen Jahren auf hohem Niveau künstlerisch arbeitet“. Seit 1987 lebt die gebürtige Ungarin mit deutscher und ungarischer Staatsangehörigkeit im Landkreis. Sie ist Mitglied der Künstlergruppe „Das dritte Auge“ Künstlervereinigung Marburg-Biedenkopf und hat mit letzterer unter anderem in Italien und Südkorea ausgestellt.

Immer wieder hat sie Projekte mit regionalem Bezug realisiert. So hat sie sich unter anderem an Ausstellungsprojekten wie „Die innere Sicht – Werke zum Holocaust“ im Dokumentations- und Informationszentrum Stadtallendorf (2013/2014) und zum 200-jährigen Jubiläum der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm im Jahr 2012 an „Kunst und Barmherzigkeit in fünf Marburger Kirchen im Elisabethjahr 2007“ beteiligt. Der 2013 erstmals ausgelobte Publikumspreis der Kunsttage ging an Elisabeth Sabo. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf zeichnet die künstlerische Leistung von Elisabeth Sabo aus.

Harald Pausch ist seit vielen Jahren einer der führenden Köpfe in der Heimat- und Stadtgeschichte der Stadt Kirchhain. Mit enormer Eigenleistung hat er im Obergeschoss seines Geschäftshauses ein kleines Dachmuseum konzipiert und aufgebaut. Besonders Schulklassen nutzen dieses Angebot rege. In insgesamt fünf Räumen werden hier Objekte zur Stadtgeschichte von der Stadtgründung bis zur Zeit des Nationalsozialismus gezeigt.

Darüber hinaus ist Harald Pausch seit vielen Jahren als Stadtführer in Kirchhain tätig. In diesem Zusammenhang hat er spezielle Themenführungen erarbeitet, wie etwa zum jüdischen Leben in Kirchhain, eine Stadtmauerführung oder auch spezielle Stadtführungen für Kinder oder Schulklassen.

2014 hatte er als treibende Kraft die Ausstellung „Der Krieg – ein Kinderspiel“ konzipiert, eine Ausstellung zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Seit über zehn Jahren organisiert er als Mitglied des Verkehrsvereins Kirchhain den jährlich im Bürgerhaus stattfindenden Brauchtumsmarkt. Zudem arbeitet er seit vielen Jahren im Vorstand des Heimat- und Geschichtsvereins mit und ist Gründungsmitglied sowie Vorsitzender der Kurhessischen Bürgergarde Kirchhain. Der Landkreis erkennt mit dem Preis das besondere Engagement von Harald Pausch für die Aufarbeitung der Stadtgeschichte Kirchhains an.

Die Hinterländer Mountainbiker haben, so die Jury, „eine neue Sparte geschaffen: die erfahrbare Geschichte“. „Unsere Mission lautet: Heimatnahe Geschichte in allgemeinverständlicher Form mit ihren Spuren in Nah und Fern für jedermann interessant und er-’fahrbar‘ zu machen“, so umschreiben Harald Becker (Angelburg), Jörg Krug (Steffenberg), Siegfried Pitzer (Wallau), Matthias Schmidt (Angelburg) und Ulrich Weigel (Eschenburg-Roth, in Oberhörlen geboren) das Ziel der Gruppe, die seit über 20 Jahren aktiv ist.

In mühevoller Kleinarbeit erstellen sie mit wissenschaftlicher Unterstützung Wegebeschreibungen in Wort und Bild. 1998 etwa starteten sie zu einer dreitägigen Reise ins Hochmittelalter auf der Brabanter Straße von Siegen durch den Landkreis Marburg-Biedenkopf bis nach Thüringen und berichteten im Anschluss an die Tour in Form eines Tagebuchs in Wort und Bild. Inzwischen haben sie die Spuren Hinterländer Auswanderer in den USA oder Brasilien verfolgt.

Hinzu kommen Recherchen zu deutschen Soldaten aus dem Hinterland, die etwa im ersten Weltkrieg mit der Marine in Japan waren oder die Recherche in Amerika nach dem einzig Überlebenden des Postraubes in der Subach. Bei allen Reisen, sei es nach China oder Namibia, gab es stets einen regionalen Bezug. Der Landkreis würdigt mit der Auszeichnung die ungewöhnliche Herangehensweise an historische Inhalte mit regionalem Bezug.


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