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Kinostart: „Seitenwechsel“

Komik und Klischees zwischen Mann und Frau

Männer trinken Bier, sind grobschlächtig und wortkarg. Frauen dagegen ­machen sich tausend Gedanken und wollen über alles reden. Auf diesem Klischee basiert die Komödie „Seitenwechsel“.
Wotan Wilke Möhring in einer Szene aus dem Film „Seitenwechsel“. Foto: Warner Bros. Ent./dpa

Wotan Wilke Möhring in einer Szene aus dem Film „Seitenwechsel“.

© Warner Bros. Ent./dpa

Nach 15 Jahren Ehe stehen Alex (Wotan Wilke Möhring) und Teresa (Mina Tander) kurz vor der Scheidung. Während eines Gewitters tauschen sie plötzlich auf magische Weise ihre Körper.

Die Psychotherapeutin Teresa ist entsetzt über ihren Dreitagebart und das Ding zwischen ihren Beinen, das ein nerviges Eigenleben führt. Und Fußballtrainer Alex ist hoffnungslos überfordert von Brüsten und High Heels. Trotzdem müssen beide ihren Alltag auf die Reihe kriegen, schließlich kämpfen Alex und seine Spieler vom 1. FC Union Berlin um den Klassenerhalt.

Insgesamt erinnert „Seitenwechsel“ von Vivian Naefe („Der Geschmack von Apfelkernen“) an deutsche Komödien aus den 1990er-Jahren wie „Männerpension“. Ein Kinospaß ohne allzu großen Tiefgang und mit vielen Klischees, dafür aber mit lustiger Situationskomik.

Außerdem gibt es eine liebenswerte Botschaft an alle Langzeit-Paare und solche, die es werden wollen: Wer seinen Partner liebt, sollte sich für ihn interessieren und zumindest versuchen, ihn zu verstehen. Sehenswert ist vor allem Wilke Möhring.

Seine Teresa in Männergestalt ist sehr komisch, vor allem wenn sie nicht damit klar kommt, dass sie in unmöglichsten Situationen eine Erektion bekommt. Oder wenn sie die Fußballbegriffe durcheinanderwirft und von der „ersten Teilzeit“ redet.

Tanders Körpertausch-Rolle dagegen wirkt oft übertrieben und klischeebeladen, zumal der normale Alex nicht so machohaft wirkt, wie sie ihn spielt. Äußerst lustig sind die Auftritte der Tochter (Ruby O. Fee – „Bibi & Tina – Voll verhext“), die am Verstand ihrer Eltern zweifelt, weil sie sich so ­eigenartig benehmen.

  • Der Film läuft im Cineplex.

von Cordula Dieckmann


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