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Kinostart: „Liebe Halal“

Keine Geschichten aus Tausendundeiner Nacht

Das pulsierende Beirut ist Schauplatz der Beziehungskomödie „Liebe 
 halal“, in der der libanesische Regisseur Assad Fouladkar drei Geschichten über die Liebe erzählt.
Eine Komödie über Irrungen und Wirrungen im Liebesleben von Bewohnern aus Beirut: Darine Hamze (links) als Loubna und Rodrigue Sleiman als Abou. Foto: Neue Visionen Filmverleih/dpa

Eine Komödie über Irrungen und Wirrungen im Liebesleben von Bewohnern aus Beirut: Darine Hamze (links) als Loubna und Rodrigue Sleiman als Abou.

© Neue Visionen Filmverleih/dpa

Der libanesische Regisseur Assad Fouladkar lüftet mit neugierigem Blick den Schleier vor den privaten Gemächern, und was da zum Vorschein kommt, ist aufregend und lehrreich, vergnüglich und zauberhaft zugleich. Vor allem aber räumt Fouladkar mit vielen Vorurteilen und irrgeleitetem Halbwissen über eine häufig noch immer verborgene islamische Welt auf.

Er erzählt drei Geschichten, „die weit von den oft klischeehaften Erzählungen des Terrorismus und des Dschihads entfernt sind. Diese Geschichten handeln von nur einem Thema: Wie man Liebe erlebt“, sagte Fouladkar laut Mitteilung. Und das ist – bei allen Besonderheiten – doch ganz, ganz universell.

Es sind keine Geschichten aus Tausendundeiner Nacht, die Fouladkar hier erzählt. Es sind ganz handfeste Geschichten aus der Welt des Islams, in der bestimmte Regeln das Zusammenleben organisieren. Die Grenzen der Gesetze sind aber auch in der Liebe dehnbar, und mit dem einen oder anderen Trick lässt sich auch eine Regel ein wenig aushebeln. Und wie Liebe und Vorschriften zusammenpassen, davon erzählt „Liebe halal“ auf ganz wundersame Weise.

Ganz schön verwirrend ist das manchmal und Assad Fouladkar hat mit den verschlungenen Stromleitungen, die zwischen die Beiruter Häuser gespannt sind, ein schönes und immer wiederkehrendes Motiv und Bild für die Liebeswirren seiner Protagonisten geschaffen.

Und dann ist da noch die Sache mit dem Wurm, der durch eine missglückte Aufklärungsstunde in der Schule ein merkwürdiges Eigenleben bekommt. Dass Babys aus Würmern entstehen sollen, versetzt die achtjährige Hiba und ihre Schwester in helle Panik.

  • Der Film läuft in der Palette.

von Wolfgang Marx


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