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Marburger Synagoge

Kantor eröffnet jüdischen Kulturherbst

Die Jüdische Gemeinde Marburg präsentiert mit Unterstützung des Zentralrats der Juden in Deutschland bereits ihren 13. jüdischen Kulturherbst.
Das Galil-Trio gastiert im November beim jüdischen Kulturherbst in Marburg. Foto: Veranstalter

Das Galil-Trio gastiert im November beim jüdischen Kulturherbst in Marburg.

© Veranstalter

Marburg. Eröffnet wird die Veranstaltungsreihe am kommenden Dienstag um 19.30 Uhr von dem Pariser Kantor Aron Hayoun. Gemeinsam mit dem Pianisten Doron Burstein präsentiert er in der Synagoge in der Liebigstraße 21a ein Programm aus liturgischen Liedern und jiddischen Evergreens.

Direkt nach seiner Bar Mizwa begann Aron David Hayoun, die Gottesdienste in der Synagoge seines kleinen lothringischen Heimatstädtchens zu leiten. In Jerusalem studierte er Chasanut (Kantorenkunst), später studierte er in Stuttgart Operngesang.

Es folgten viele Auftritte, Lehraufträge und Engagements weltweit. Sein erstes Engagement führte ihn nach Paris, danach folgten Stuttgart und Metz, wo er 12 Jahre lang vorsang. Nach einigen Jahren in 
Kanada, wo er an Synagogen in Toronto und Montreal vorbetete, ist er seit 2009 Oberkantor der Großen Synagoge von Paris.

„Ein wilder Ritt durch Stile, und Geschichten“

Am Sonntag, 27. November, ist das Galil Trio mit „Heute Abend: Die Welt von Gestern!“ zu Gast in der Synagoge. Das Galil Trio und der Schauspieler Oliver Brod präsentieren dort eine Reise durch 100 Jahre deutsch-jüdischer Kreativität.

Inspiriert von Stefan Zweigs 
Erinnerungen eines Europäers bringen sie Altbekanntes und neu Entdecktes auf die Bühne: Musik, Text und Witz aus Wien, Berlin, dem Schtetl und Israel. Ihr Programm sei „ein wilder Ritt durch Stile, Tempi, Geschichten und Charaktere“, teilt die jüdische Gemeinde mit.

Das Galil Trio wurde 2011 in Berlin gegründet und besteht aktuell aus der Cellistin Eun-Son Hong, dem Klarinettisten Nur Ben-Shalom und dem Pianisten Daniel Seroussi. Oliver Brod ist Schauspieler und Hörspielregisseur.

Begleitend dazu gibt es eine 
politische Reihe. Am Dienstag, 27. September, hält Jochen Schmidt ab 19.30 Uhr in der Synagoge einen Vortrag mit dem Titel „Das Haus brennt! – Die Asyldebatte und ihre Parallelen 1992 und heute“.


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