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"Trio Pirveli" begeistert bei Marburger Schlosskonzerten

Junge und ausdrucksstarke Musiker

Mit starkem und sicherem Ausdruck begeisterten die jungen Musikerinnen des Trio Pirveli mit ihrem Programm bei den Marburger Schlosskonzerten. Mit dabei war Svenja Schmidt-Rüdt, die in Dexbach aufgewachsen ist.
Die jungen Musikerinnen des Trio Pirveli: Elene Meipariani an der Geige, Pianistin Josefa Schmidt und Svenja Schmidt-Rüdt am Cello. Sie alle wurden im Jahr 1998 geboren. Foto: Mareike Bader

Die jungen Musikerinnen des Trio Pirveli: Elene Meipariani an der Geige, Pianistin Josefa Schmidt und Svenja Schmidt-Rüdt am Cello. Sie alle wurden im Jahr 1998 geboren.

© Mareike Bader

Marburg. In Marburg lernte Svenja Schmidt-Rüdt Cello spielen. An der Marburger Musikschule erhielt sie die ersten Unterrichtsstunden bei Christian Keller, bei Svetlana Urintsova spielte sie erstmals in einem Streichquartett in einem Kammermusikensemble.

Nun kam die junge Musikerin, die inzwischen in Stuttgart lebt, zurück in ihre alte Heimat und brachte ihr im vergangenen Jahr gegründetes Klaviertrio mit, mit dem sie beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ einen ersten Bundespreis mit Höchstpunktzahl gewann. Das Trio Pirveli besteht neben Svenja Schmidt-Rüdt am Cello aus Elene Meipariani an der Geige und Josefa Schmidt am Klavier – alle drei Musikerinnen sind 1998 geboren.

So jung die drei Musikerinnen im ersten Moment und abseits ihres Auftritts wirken – so sehr überraschen sie bei ihrem Spiel. Besonders die beiden Streicherinnen fielen durch ihre kraftvolle und energische Interpretation auf. Beherzt greifen beide in die Saiten, dass die Frisur wackelt und Meiparianis Bogen sogar ein paar Haare lassen muss. Ruhig und besonnen agiert dagegen Josefa Schmidt am Flügel. Im Vergleich zum leidenschaftlichen Spiel rückt sie etwas in den Hintergrund, obwohl es technisch nichts zu kritisieren gibt.

Ihr feines Gefühl für den Rhythmus zeigt sich etwa beim Klaviertrio in fis-Moll von César Franck. Die drei jungen Musikerinnen lassen einen spannenden, rhythmischen Tanz ihrer Instrumente den Fürstensaal erfüllen, in dem sich feine Passagen, präzises Zupfspiel und kraftvolle Steigerungen abwechseln.

Auch schon vor der Pause bringt das Trio Pirveli bei Schostakowitschs Klaviertrio Nr. 2, op. 67, die Köpfe zum Mitnicken. Nach den kräftigen, schweren Akkorden von Josefa Schmidt am Klavier zu Beginn des dritten Satzes folgt das weiche Hauptthema von Elena Meipariani, das von Svenja Schmidt-Rüdt übernommen wird.

Klassik wirkt auch auf junge Erwachsene faszinierend

Dabei ist die ehemalige Dexbacherin tief in ihr Instrument gebeugt und streicht mit erstaunlicher Kraft.

Der kräftige vierte Satz schließt sich nicht direkt an, wie ursprünglich vorgesehen. Doch der Kontrast zu dem nun reitenden Rhythmus kommt nach dem sanften Ausklang noch deutlicher zur Geltung.

Auch bei Smetanas wunderschönem Trio op. 15 bestechen die drei jungen Musikerinnen von Anfang an mit ihrer Energie und ihrem festen und starken Ausdruck. Dabei schießen sie allerdings auch stellenweise über das Ziel hinaus. Denn sowohl Smetana als auch Schostakowitsch komponierten ihre Trios im Andenken an eine verstorbene Person.

Das eigentlich musikalisch verarbeitete Gefühl von Trauer und Schmerz ist nur selten herauszuhören. Diesen Hintergrund außer Acht gelassen, war der Abend jedoch ein wahrer Genuss, der zudem zeigt, dass Klassik auch auf junge Erwachsene faszinierend wirkt.

Svenja Schmidt-Rühe hat die kurze Rückkehr gefallen. „Ich habe mich voll gefreut, dass so viele Bekannte da waren“, erzählt die junge Cellistin im Gespräch mit der OP. Für sie selbst steht im kommenden Jahr das Abitur an.
Danach will sie auf jeden Fall Musik studieren, so die ehemalige Dexbacherin.

Das Konzert im Fürstensaal hat allen drei Musikerinnen sehr gut gefallen, die es nach eigener Aussage sehr genossen haben, auch wenn sie danach ganz schön erschöpft waren.

von Mareike Bader


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