Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Jazzfans trauern um John Coppola

Jazzfans trauern um John Coppola

Viele Jahre lang war der US-amerikanische Jazzmusiker immer wieder 
zu Gast in Marburg. 
Kürzlich ist er im Alter 
von 86 Jahren gestorben.

Voriger Artikel
Zwischen Rührung und Spektakel
Nächster Artikel
Ehedrama vor einer malerischen Kulisse

Der US-amerikanische Jazztrompeter John Coppola ist tot. Er hat über viele Jahre enge Kontakte zur Marburger „Swinging Wodka Lemon Gang“ gepflegt.

Quelle: Wolfgang Schekansky

Marburg. Vor allem die Mitglieder der „Swinging Wodka Lemon Gang“ trauern um ihren Freund John Coppola, der am 23. Oktober im Alter von 86 Jahren in San Francisco gestorben ist.

Gemeinsam mit seiner Frau, der Saxofonistin Lisa Pollard, hat er trotz seines hohen Alters viele Jahre lang wieder die „Swinging Wodka Lemon Gang“ besucht.

„Viele, die ihn anlässlich unserer gemeinsamen Konzerte mehrfach in Marburg erlebt haben, werden ihn ebenfalls vermissen“, schreiben Hannes Kleinhenz und Michael Wagner vom Vorstand der Marburger Jazzband.

John Coppola wurde 1929 als Giovanni Michelangelo Coppola in Geneva, New York, geboren. In Oakland begann er bereits im Alter von 13 Jahren professionell zu spielen. Coppola tourte unter anderem über drei Jahre mit Woody Herman’s Big Band durch ganz Amerika. Zudem arbeitete der Trompeter mit Weltstars wie Frank Sinatra, Nat King Cole, Dizzy Gillespie, Henry Mancini, Ella Fitzgerald, Dean Martin und Jerry Louis.

Zuletzt lebte Coppola in San Francisco, wo er als Lehrer unter anderem über 15 Jahre lang für das weltberühmte Monterey Music Festival, als Arrangeur und Mentor für viele junge Musiker, tätig war. Berühmt ist er auch durch eine der ältesten Traditionen von San Francisco, der „Green Street Mortuary Band“, einer musikalischen Beerdigungsprozession durch das Herz von Chinatown in San Francisco mit fast 300 Auftritten pro Jahr, für die er die Arrangements schrieb und die Trompete blies. Mit Lisa Pollard war er seit 2013 verheiratet.

„Trotz seiner vielfältigen Tätigkeiten hat es sich John auch noch im hohen Alter nicht nehmen lassen, zusammen mit Lisa zu uns nach Marburg zu reisen, jahrelanges Band- und Einzelcoaching zu praktizieren, die Mühen der Tourneen auf sich zu nehmen und uns seine Musik und Inspiration zu schenken. Wir werden dies niemals vergessen“, betonen Kleinhenz und Wahner für die Band.

Darüber hinaus hat John Coppola speziell für die Marburger Jazzer ein „Kleines Big Band Projekt“ arrangiert, das die Gruppe im Dezember 2014 gemeinsam mit Coppola in Marburg vorstellte. Auf den Live-CD‘s, die bei den Konzerten entstanden, ist der Startrompeter aus San Francisco zu hören.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr