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Harfenfestival

Heitere und mitreißende Musik auf vielen Saiten

130 Besucher genossen im marburger KFZ die 35. Auflage von Marburgs „vielsaitigstem“ Festival, das vom Folkclub veranstaltete Abschlusskonzert des Harfentreffens in Lauterbach.
Harriet Earis bezauberte das Publikum mit ihrem virtuosen Spiel und ihrer ansteckenden Heiterkeit.Foto: Manfred Schubert

Harriet Earis bezauberte das Publikum mit ihrem virtuosen Spiel und ihrer ansteckenden Heiterkeit.Foto: Manfred Schubert

© Manfred Schubert

Marburg. Drei Stunden lang führten vier Dozenten des Harfentreffens am Sonnagabend vor, dass diese Instrumente nicht nur viele Saiten haben, sondern tatsächlich sehr vielseitig eingesetzt werden können. Man kann ruhige, meditative Stücke darauf spielen, dazu singen, aber auch fröhliche, zum Tanzen einladende, und das in ganz unterschiedlichen Stilen, die in Europa oder Lateinamerika beheimatet sind.

Ralf Kleemann machte den Auftakt, spielte und sang mittelalterliche Lieder aus England, aber auch eigene Stücke, die er für die keltische Harfe geschrieben hat und die mittelalterlich scheinen, es aber nicht sind. Zwei Stücke präsentierte er zum Abschluss seines Auftritts gemeinsam mit Harriet Earis, den von ihm komponierten „Infinit loop reel“ sowie „Clueless“ vom schottischen Dudelsackspieler Gordon Duncan. Voller Respekt vor der walisischen Kollegin, wie er sagte, „weil sie so schnell spielt“.

Harriet Earis verzaubert das Marburger Publikum

Wer Earis vor zwei Jahren bereits erlebt hatte, freute sich nicht nur auf ihre Virtuosität und technische Brillanz, mit der sie in atemberaubendem Tempo irische und schottische Stücke vortrug. Faszinierend und geradezu beglückend ist es, mit anzusehen und zu hören, wie die Künstlerin mit ihrem Instrument verschmilzt und dazu fröhlich-schelmisch mit lebhafter Mimik dem Publikum Blicke zuwirft.

Fast wie von selbst verstellten ihre Finger in Höchstgeschwindigkeit die Halbtonklappen bei „Der Akrobat“ aus dem 19. Jahrhundert von James Scott Skinner, ohne dass Earis den Kontakt mit den entzückten Zuschauern verlor. Die von ihr versprühte natürliche Heiterkeit hielt noch lange nach dem Konzert vor.

Faszinierend auf ganz andere Weise war Anne Auffret, eine der großen Vertreterinnen der traditionellen bretonischen Musik, die Lieder aus ihrer Heimat spielte und sang. Sehr intensiv und melodisch trug sie mit ihrer klaren Altstimme beispielsweise die Legende einer Stadt vor, die im Meer versank, nachdem deren Bewohner hartherzig und arrogant geworden waren. „Man könnte das Lied auch als frühe Kapitalismuskritik auffassen“, sagte sie mit einem Augenzwinkern.

Manches klang wehmütig, anderes fröhlich. A cappella trug sie zum Schluss einen Dialog zwischen Lehrer und Schüler aus der traditionellen druidischen Ausbildung vor, in der man alles auswendig lernen musste und zu diesem Zweck jede Antwort an alle zuvor gegebenen Antworten anhängte, was sich zu einem temporeichen Zungenbrecher von fast hypnotischem Charakter entwickelte.

Jubelnder Beifall für virtuose Fingerfertigkeit

Mit dem letzten Künstler gab es einen kontinentalen Sprung nach Lateinamerika. Der Kolumbianer Diego Alonso Laverde Rojas hatte schon vor vier Jahren die Harfenfestival-Besucher begeistert.

Auch diesmal rissen seine temperamentvollen Rhythmen, die er im Wechsel mit gefühlvollen Balladen und verträumten Melodien mit virtuoser Fingerfertigkeit und sympathischer Ausstrahlung auf der Llanera-Harfe darbot, die Zuhörer zu jubelndem Beifall hin.

Zum Abschluss des Harfenfestivals improvisierten alle vier Musiker gemeinsam über das in Kolumbien und Venezuela zur Tradition gehörende Stück „Gabán“, das Wort bezeichnet einen südamerikanischen Storch.

von Manfred Schubert


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