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Kinostart: „Trolls“

Glücklichsein bis zum Abwinken

In dem Musik-Animationsfilm „Trolls“ schafft die US-Produktionsfirma Dreamworks eine filzig-wollige Welt mit kleinen eigenwilligen Wesen, den Trolls.
Wahnsinnig putzig und mit viel Glitzer: Die Trolls kommen aus den Kinderzimmern auf die Leinwand. Foto: Twentieth Century Fox

Wahnsinnig putzig und mit viel Glitzer: Die Trolls kommen aus den Kinderzimmern auf die Leinwand.

© Twentieth Century Fox

Als Justin Timber­lake den Soundtrack für den 3D-Animationsfilm „Trolls“ schrieb, machte ihn das nach eigener Aussage glücklich. Das passt, denn in dem Musikfilm geht es – kurz gesagt – um Glück.

Die Trolls haben Kulleraugen, kurze Gliedmaßen, abstehende Ohren und knallig bunte Haare, die ihnen sprichwörtlich zu Berge stehen. Seit den sechziger Jahren sind sie in Kinderzimmern auf der ganzen Welt zu finden. Nun bekommen sie einen eigenen, animierten Kinofilm.

Die Trolls, allen voran Prinzessin Poppy, sind immer gut drauf, 
tanzen, singen und scherzen. Bis auf Branch, dessen deutsche Stimme von Mark Forster stammt (in der Originalversion spricht ihn Justin Timberlake).

Lena Meyer-Landrut spricht „Poppy“

Branch ist ein Eigenbrötler und Überlebenskünstler. Anders als seine Artgenossen nimmt er die Gefahr durch die bösen Oger-artigen Bergen wahr und rüstet sich mit einem selbst gebauten Bunker gegen Angriffe.

Befürchtungen, die Poppy, die im Deutschen von Lena Meyer-Landrut gesprochen wird, nicht teilt. Bis ihr einzig auf Party ausgerichtetes Leben jäh von einer Bergen-Attacke gestört wird. Mit Branchs Hilfe will sie eine Handvoll Freunde aus den Fängen der Troll-fressenden Bergen retten.

Damit beginnt die Reise durch eine filzig-wollige Landschaft, in der selbst kleine Details gut zu erkennen sind. Zusammen mit dem 3D-Effekt ist das durchaus eine neue Kinoerfahrung. Immer wieder fliegt den Zuschauern Glitzer entgegen.

So gut wie alles scheint lebendig zu sein: Blumen, Pilze, sogar eine Wolke. Und alles kann singen. Neben dem von Justin Timberlake und Gwen Stefani geschriebenen Soundtrack werden dabei immer wieder Klassiker wie „Hello“ von Lionel Richie oder „Sound of 
Silence“ von Simon and Gar­funkel intoniert.

So putzig die Trolle auch sind, das allein reicht nicht, um einen stimmigen Troll-Kosmos zu erschaffen. Sie sind zwar sehr 
eigenwillige Wesen, aber scheinen in ihrem Verhalten doch nur transformierte Teenager aus einem College-Film zu sein nur ohne Sex und Drogen.

  • Läuft ab diesem Donnerstag im Cineplex.

von Christoph Meyer


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