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Open-Air-Konzert im Schiffenberger Tal

Er ist groß: Mark 
Forster rockt Gießen

Die Fußball-Europameisterschaft gab Mark Forster noch einmal einen richtigen Schub. Am Freitagabend feierten ihn 5000 Fans in Gießen.
Mark Forster sorgte für beste Stimmung beim Open-Air-Konzert in Gießen. Foto: Stephan Scholz

Mark Forster sorgte für beste Stimmung beim Open-Air-Konzert in Gießen.

© Stephan Scholz

Gießen. Als Liebeserklärung an die eigene Schwester ist der Song „Natalie“ schon sehr persönlich. Zu persönlich für die Veröffentlichung? Das habe er sich durchaus gefragt, verriet Mark Forster beim ausverkauften Open-Air-Konzert im Schiffenberger Tal.

Rund 5000 Fans waren gekommen, um den Shootingstar der deutschen Popmusik hautnah zu erleben. Ganz augenscheinlich wurden sie nicht enttäuscht: Es herrschte allerbeste Stimmung in der Arena, in die Gäste aller Altersgruppen kamen.

Dass sie dort auch den Song „Natalie“ vom aktuellen Album „Tape“ hören konnten, haben sie der Schwester selbst zu verdanken, wie Forster verriet. Weil er sich unschlüssig war, ob er das Lied herausbringen kann, habe er sie entscheiden lassen. Die Schwester nahm den Song dann mit ins Büro, spielte das Lied den Kollegen vor, die in Tränen ausbrachen – kurz, die Liebeserklärung kam auf den neuen Silberling, sehr zur Freude der Fans.

Auch am Freitag kamen sie voll auf ihre Kosten, schon als die heimische Vorgruppe „Marspol“ der Zuhörerschaft kräftig einheizte. Mit deutschem Rock und Pop sorgte die Band für gute Stimmung unter den Gästen, die den gelungenen Auftritt mit eifrigem Beifall honorierten.

Kein großes Tamtam, kein Budenzauber

Und dann war Mark Forster 
dran: Nebel wabert über die Bühne und hüllt die Rampe 
in ein dichtes Grau. Unter den Fans nimmt die Spannung deutlich fühlbar zu: Plötzlich ist er da, und die Anspannung vieler Anhänger entlädt sich in 
 lautem Schreien.

Wer hier nun aber auf großen Tamtam oder viel Budenzauber wartet, wird schnell eines Besseren belehrt: Forster und die Seinen, die derzeit zur Creme de la Creme der deutschen Popmusik zu rechnen sind, geben sich gewohnt locker und entspannt.

Keine Frage, hier steht ein Künstler zum Anfassen auf der Bühne, um den sich allerdings längst schon ein Star-Faktor mit Potenzial zum Teenie­schwarm gebildet hat, wie sich auch beim Gießener Auftritt beobachten lässt.

Auch weil man immer mal wieder aufgeregtes Kreischen junger Frauen hört und schon mal ein Kuscheltier in Richtung Bühne fliegt – mit dem Schwarmpotenzial gehen die betont locker in Shirts und Jeans gekleideten Musiker aber erfrischend souverän und herzlich um.

Ach ja, Musik gab es auch. Zu hören waren neben „Natalie“ unter anderem weitere Songs von der CD „Tape“ wie „Die beste Nacht“ oder „Weiter (Right Now)“, aber auch ältere Lieder wie „Immer immer gleich“ vom 2014er-Album „Bauch und Kopf“.

Am Ende ist klar: Es macht richtig Laune, der warmen Stimme von Forster, der mit „Wir sind groß“ einen EM-Song beisteuerte, und diesen eingängigen Pop-Rhythmen zuzuhören. Es blieb kein Wunsch offen beim Konzert des Superstars, der nach dem großen Erfolg 2015 Gießen erneut beehrte. Schön war´s.

von Stephan Scholz


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