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Horst Lohr

Ein Zauberer mit Leidenschaft für Malerei

Den Zauberer Juno kann man derzeit in der Waggonhalle gleich doppelt entdecken. Im Wintervarieté steht er auf der Bühne, im Rotkehlchen präsentiert er sich als Maler.
Horst Lohr steht vor zwei Bildern, die die Kollegin Francine zeigen. Sie faszinierte als „Mrs. Adrenaline“ das Publikum im „Cirque du Soleil“. Foto: Benjamin Kaiser

Horst Lohr steht vor zwei Bildern, die die Kollegin Francine zeigen. Sie faszinierte als „Mrs. Adrenaline“ das Publikum im „Cirque du Soleil“.

© Benjamin Kaiser

Marburg. Seit 32 Jahren ist Horst Lohr unter dem Künstlernamen Zauberer Juno mittlerweile als freier Zauberkünstler tätig und seit 1998 zeichnet er als Regisseur und Programmgestalter des ZAC-Varietés in der Waggonhalle verantwortlich, bei dem er als Zauberer „Juno“ sein Publikum begeistert. Doch der Wahl-Marburger hat neben der Zauberkunst noch eine zweite Leidenschaft: die Malerei.

Der Auftakt des ZAC-Wintervarietés war am Freitag nicht die einzige Premiere in dem Kulturzentrum. Zwei Stunden vor der ersten Show eröffnete Lohr im Rotkehlchen eine Ausstellung mit 20 Gemälden. Vornehmlich nimmt Lohr auf seinen Bildern spektakuläre Posen von Akrobaten in den Fokus. So verwundert auch der Name der Ausstellung, „AkrobArt“, nicht.

Zu fast jedem Bild liefert Lohr wie auf Abruf einige Anekdoten. Verständlich, da die gezeigten Künstler ehemalige Weggefährten und Kollegen des 59-Jährigen sind. Besonderen Eindruck hat eine kanadische Clownin namens Francine auf ihn gemacht, die er gleich zweimal und aus unterschiedlichen Perspektiven gemalt hat. Lange sei Francine als „Mrs. Adrenaline“ im weltbekannten „Cirque du Soleil“ aufgetreten, so Lohr. Ihr Künstlername stamme nicht von ungefähr. „Das war eine faszinierende Frau. Ein Energiebündel, voller Adrenalin und eine hervorragende Clownin“, sagte der Hobby-Maler.

Die gemalten Figuren, die Lohr oft in markanten Orange- und Rottönen zeigt, heben sich deutlich von dem meist schwarzen Hintergrund ab. So setzt Lohr seine Motive gekonnt in Szene. „Ich finde es ganz toll, wie auf den Bildern die Körperspannung der Künstler erkennbar wird“, sagte eine Besucherin über die Gemälde.

  • Die Ausstellung „AkrobArt“ ist noch bis zum 31. März im Rotkehlchen zu sehen.

von Benjamin Kaiser


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