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Kinostart: „Auferstanden“

Ein Jesus-Film 
mit Joseph Fiennes zu Ostern

Welcher Film könnte zu Ostern passender sein als einer über Jesus Auferstehung? Das dachte sich wohl auch Regisseur Reynolds, der eine sehr bibeltreue Missionierungsgeschichte inszeniert.
Der Römer Clavius (Joseph Fiennes) soll die Geschehnisse nach der Kreuzigung Jesu aufklären. Foto: Sony Pictures

Der Römer Clavius (Joseph Fiennes) soll die Geschehnisse nach der Kreuzigung Jesu aufklären.

© Sony Pictures

Der Zeitpunkt könnte besser kaum gewählt sein: Kurz vor Ostern kommt ein Film über kein geringeres Ereignis als die Auferstehung Jesu in die deutschen Kinos. Passender Titel: „Auferstanden“.

Dass Filme über Christus eine heikle und umstrittene Sache sein können, hat auf besonders spektakuläre Weise Mel Gibsons „Die Passion Christi“ von 2004 über den Leidensweg Jesu gezeigt. „Auferstanden“ setzt nun dort an, wo die „Passion“ endet – mit dem vorübergehenden Tod des Gottessohnes und seiner Auferstehung.

Der Film von Regisseur Kevin Reynolds („Robin Hood“, „Waterworld“) erzählt diese berühmte Ostergeschichte aus einem ziemlich ungewöhnlichen Blickwinkel: einem römischen. Im Mittelpunkt steht der römische Militärtribun Clavius (gespielt von „Shakespeare in Love“, Joseph Fiennes), der gemeinsam mit seinem Assistenten Lucius (Tom Felton) damit beauftragt wird, das Rätsel um die Geschehnisse nach der Kreuzigung Jesu zu lösen.

Vom Saulus zum Paulus

Die beiden Männer sollen nun Gerüchte um den auferstandenen Messias widerlegen und damit einen Aufstand in Jerusalem verhindern. Dabei schrecken sie vor Folter- und Todesdrohungen nicht zurück. Allerdings bekommt ausgerechnet der knallharte Clavius immer mehr Zweifel daran, dass es sich bei der Geschichte von Jesus Auferstehung tatsächlich nur um Gerüchte handelt.

Er wird – das ist schnell absehbar – spätestens nachdem er den vermeintlich toten Jesus mit Wundmalen (Cliff Curtis), selbst zum Glaubenden und schließlich sogar selbst zu einem Jünger eines sehr sanften Jesu.

So brutal und blutig wie Gibsons „Passion“ fällt „Auferstanden“ nicht aus – auch wenn Regisseur Reynolds weder vor sehr expliziten Kreuzigungsszenen zurückscheut noch vor Szenen von Exhumierungen auf der Suche nach der Leiche Jesu, die nicht unbedingt etwas für schwache Mägen sind.

Im Gegensatz zur „Passion“ gibt sein eher erbaulich daherkommender Film auch kaum Gelegenheit für irgendeine Form des Anstoßes. Er schwingt sich auf zur großen Missionierungsgeschichte und erzählt ebenso bibeltreu wie komplett ironiefrei von der Vom-Saulus-zum-Paulus-Entwicklung eines Römers. „Auferstanden“ ist übrigens nicht der einzige Film über Jesus Christus, der in diesem Jahr in die Kinos kommt: Im Mai startet „Der siebenjährige Messias“ über die Kindheit Jesu in den Kinos.

  • Der Film läuft im Capitol.

von Britta Schultejans


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