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Kino: „Batman v Superman: Dawn of Justice“

Duell zweier Giganten

Wenn mit Superman und Batman die bekanntesten aller Superhelden in 3D gegeneinander antreten, dann wackelt der Kinosaal. Regisseur Zack Snyder sorgt in mehr als zwei Stunden für bildgewaltige Unterhaltung.
Superman (Henry Cavill, von links), Wonder Woman (Gal Gadot) und Batman (Ben Affleck) müssen schließlich doch zusammenarbeiten, um die Welt zu retten. Foto: Warner Bros./TM & DC Comics

Superman (Henry Cavill, von links), Wonder Woman (Gal Gadot) und Batman (Ben Affleck) müssen schließlich doch zusammenarbeiten, um die Welt zu retten.

© Warner Bros./TM & DC Comics

Es ist ein Zusammentreffen der ganz besonderen Art, das bei Fans des Superhelden-Genres weltweit für Gänsehaut sorgen dürfte:

Erstmals sind Superman und Batman zusammen in einem Actionfilm mit realen Darstellern auf großer Leinwand zu sehen.

Die Inszenierung zu diesem Spektakel kommt vom amerikanischen Regisseur Zack Snyder. Dieser hatte vor drei Jahren bereits „Man of Steel“ in die Kinos gebracht, in dem es um Supermans Herkunft ging.

„Batman v Superman“ versteht sich nun als eine Art Fortsetzung. So darf denn auch der Brite Henry Cavill erneut ins rot-blaue Superman-Kostüm schlüpfen. Bruce Wayne alias Batman wird dagegen erstmals von Ben Affleck verkörpert. In weiteren Rollen zu sehen sind Amy Adams, Jeremy Irons und Laurence Fishburne.

Gemeinsam gegen Bösewicht

Nachdem Superman im Vorgängerfilm „Man of Steel“ eine Spur der Verwüstung hinterlassen hat, ist sich die Menschheit uneins: Soll sie den vom Planeten Krypton stammenden Schönling verehren oder wegen seiner übermenschlichen, gottähnlichen Kräfte fürchten?

Auch Batman, der weiterhin in Gotham City für Recht und Ordnung sorgt, ist sich zunächst nicht im Klaren darüber, wie er mit Superman verfahren soll. Während sich der Milliardär mit dem dunklen Fledermauskostüm daran macht, seinen Kontrahenten mit dem großen S auf der Brust in die Schranken zu weisen, erwächst der Menschheit eine neue Gefahr:

Lex Luthor, gespielt von Jesse Eisenberg, ein so verrückter wie hoch intelligenter und unkontrollierbarer Jungunternehmer. Schnell ist klar: Diesen Feind können Batman und Superman nur zusammen stoppen. Schließlich bekommen die beiden Superhelden auch noch unerwartete weibliche Unterstützung.

Besonders spannend war vor diesem Film die Frage, wie sich Ben Affleck in der Rolle des Batman machen würde. Vor allem die großartige Darstellung Batmans durch Christian Bale in der Batman-Trilogie von Regisseur Christopher Nolan steht als Vergleich im Raum. An Bales Performance reicht Affleck dann auch nicht heran, zu reduziert und eindimensional ist sein Spiel.

Mehr Spektakel geht kaum

Im Vorgänger „Man of Steel“ waren in kleineren Rollen große Schauspieler zu sehen wie Russell Crowe. Diesmal ist es Jeremy Irons, der als Batmans Butler Alfred über mehrere starke Momente verfügt. Amy Adams ist erneut mit dabei als Journalistin Lois Lane, die bereits in „Man of Steel“ ihr Herz an Superman verloren hatte.

Eine famose Überraschung ist der Auftritt von Jesse Eisenberg („The Social Network“) als Böse­wicht Lex Luthor. In seinen besten Szenen erinnert Eisenberg als Luthor denn auch fast ein wenig an die legendäre Darstellung des Joker durch Heath Ledger in „The Dark Knight“.

„Batman v Superman“ ist ein Zweieinhalbstünder, wie ihn sich die Fans von Batman und Superman kaum spektakulärer hätten wünschen können. Die 3D-Effekte aber hätte es nicht unbedingt gebraucht.

Die Fortsetzung von „Man of Steel“ präsentiert sich als eine­ von einer melancholischen Grundstimmung durchzogene Heldengeschichte, die vom Ton an Christopher Nolans Batman-Filme erinnert. „Batman v Superman“ ist ein Kinowerk voller Pathos-Bilder. Leichtigkeit und Humor, wie etwa im letztjährigen „Ant-Man“, sucht man hier vergebens.

von Matthias von Viereck

 

Batman v Superman erhielt von den Besuchern der OP-Schnupper-Premiere im Cineplex das Prädikat: sehenswert mit der Note 2,79 (Bestnote ist 4,0).

Zuschauermeinungen:
„Genialer Superhelden-Fight – lässt nach mehr hoffen.“
 Christian Freiling (27) aus Friedensdorf

„Die Doppelmoral, was die Meinungen zu zwei Superhelden betrifft, kommt gut zum Vorschein und somit auch die Differenzen zwischen B & S.“
 Zeynep Kaya (29) aus Mainz

„Da war viel Schönes dabei, aber am Ende bleibt Wonder Woman der einzige Lichtblick, wenn zwei Drama-Queens die Größe ihrer Egos vergleichen.“
 Svenja Michel (21) aus Marburg

„War o.k., aber nicht ganz durchdacht. Charaktere schön gezeichnet, Story zu flach.“
 Kai Ulrich aus Marburg

„Zu viel gewollt, aber zu wenig gekonnt.“
 Kristin Nau (31) aus Marburg

„Wie erwartet hat mich der Film begeistern können. Ben Affleck hat seine Rolle als Batman gut gemeistert. Auch die Einführung der neuen DC-Charaktere hat mir sehr gefallen.“
Eduard Stumpf (30) aus Amöneburg

„Düsteres Actionspektakel mit teils fragwürdiger Logik.“
Sarah Freiling (28) aus Dautphetal

„Der alte Batman war mir lieber. Aber cooler Bösewicht.“
Dany Steffen (40) aus Bracht

Die Gewinner:
Je zwei Freikarten gehen an: Lea-Maren Kostial aus Stadtallendorf, Sarah Freiling aus Dautphetal, Marc Weber aus Roth, Joshua Hochgrebe aus Marburg und Andreas Haupt aus Lahntal. Die Karten werden zugeschickt.

Die OP-Hitparade:
1. Deadpool (3,65)
2. Carol (3,62)
37. Batman v Superman (2,79)
40. My Big Fat Greek Wedding 2 (2,55)

 

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