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„Bad Neighbors 2“

Derber Filmspaß mit einem Schuss Selbstironie

Tampons, Penisse, Dildos: „Bad Neighbors 2“ ist derb – und selbstironisch. Früher holte man sich beim Nachbarn ein Ei und sagte höflich Danke, heute bewirft man dessen Fenster mit benutzten Tampons – naja, zumindest in überdrehten US-Komödien.
Party, Party, Party – das hält kein Nachbar aus: Diesmal sind Studentinnen schlechte Nachbarn. Foto: Universal

Party, Party, Party – das hält kein Nachbar aus: Diesmal sind ­Studentinnen schlechte Nachbarn.

© Universal

„Bad Neighbors 2“ treibt das Thema Nachbarschafts-Streit auf die Spitze und lässt erneut ein junges Elternpaar an feierwütigen Studenten verzweifeln. Anders als im Vorgängerfilm ist es diesmal aber keine männliche Studentenverbindung, sondern eine weibliche. Trotzdem wieder dabei: Zac Efron und Seth ­Rogen.

Das Leben als amerikanische Studentin scheint hart zu sein: Immer muss man gut aussehen, niemals darf man Partys schmeißen. Shelby (Chloë Grace Moretz) und ihre Freundinnen haben darauf keine Lust mehr und rufen ihre eigene Studentenverbindung Kappa Nu aus. Wer nicht für den Feminismus ist, darf gar nicht erst mitfeiern.

Wie schon im ersten Teil entspinnt sich nun ein Nachbarschaftskrieg der extremen Sorte. Teddy (Zac Efron), im Vorgängerfilm noch gegen das Ehepaar kämpfend, hilft den beiden nun, die aufgedrehten Nachbarinnen fertig zu machen. Regisseur Nicholas Stoller zieht alle Register. Der Humor ist derb, der Schnitt vom Tempo eines Videoclips, der Plot erwartbar. Schlecht ist die Fortsetzung deswegen nicht – eher konsequent und selbstironisch.

Alle Klischees werden bedient

Zac Efron, Teenieschwarm von Jungs und Mädchen gleichermaßen, spielt schön mit dem Image des Hot Guys und schreckt nicht davor zurück, seinen für den „Baywatch“-Film gestählten Astralkörper mit Hähnchenfett einzureiben. Großartig: Seth Rogen, der mit Bierbauch daneben steht und sich den Sixpack nur mit Filzstift aufmalen kann.

Die Dialoge sind manchmal tatsächlich komisch, der Zeitgeist rund um Smartphones, soziale Netzwerke und Dauergechatte gut eingefangen. Die Klischees rund um feiernde junge Amerikaner werden komplett durchpersifliert, das ewige Thema Political Correctness ad absurdum geführt. „Bad Neighbors 2“ nimmt also nichts ernst – wieso auch? Der Film will Spaß machen, ein Renner an der Kinokasse dürfte er werden.

  • Jeweils zwei Freikarten bei der OP-Vorpremiere haben gewonnen: Florian Kuhn aus Weimar, Jonas Heß aus Cappel, Felix Böhm aus Bürgeln, Anne Hahlgans aus Marburg und Sonja Ortwein Kubocz.

von Alexandra Stahl


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