Regina Leitner und ihr Fragetierchen.
Marburg. Das Neue ist ein Zaubertier, man weiß nicht, was passiert. Wenn‘s dir nicht passt, dann pups drauf! Mit Weisheiten wie dieser schickte das Hessische Landestheater Marburg die Zuschauer nach der Uraufführung des „Fragetierchens“ auf den Heimweg. Zuvor hatten sie viel gelacht und vor Vergnügen gequietscht. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Regina zwischen lauter Umzugskartons und erinnert sich an die Zeit, als sie ein kleines Mädchen war. Etwas quiekt unter einem Tuch. „Wer bist du?“, fragt Regina. „Ich bin ich,“ antwortet das Tier. Ein Kind es ist nicht und auch kein Erwachsener. Es sieht ein bisschen wie ein blaues Pony aus, doch ist es nicht stark genug, um Regina zu tragen.
Die Zuschauer begleiten Regina und das fragende Tierchen auf den Ponyhof, in eine Winterlandschaft, ins Elfen- und ins Märchenland. Ein riesengroßes Pop-Up-Bilderbuch liefert die Hintergründe. Eine zauberhafte Idee. Dass die Kinder mit ihrer Aufmerksamkeit am Ball bleiben, liegt sicher an Regina Leitners gut gelauntem vor Energie sprühendem Einsatz, der immer kindgerecht bleibt ohne kindisch zu werden. Das Fragetierchen wurde von dem Marburger Kinderbuchautor Kai Hofmann geschrieben und war auch bei den Proben einbezogen. Er hat ein Thema ausgesucht, das nicht nur Kindern Angst macht, sondern auch Erwachsenen: Das Neue. Und er hat eine so philosophische wie poetische Antwort gefunden: Das Neue ist immer schon da. Und es kann mir nichts passieren, wenn das Neue mein Freund ist.
von Christine Krauskopf
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Kommentare
fragetierchen klaus wilmanns – 12.03.10
leider kann ich der schreiberin nicht recht geben: diese inszenierung war mit eine der schlechtesten, die ich in den letzten 30 jahren gesehen habe...hysterisierendes spiel mit altbackschen vor moralin triefendem text. keine poesie, trauriges bühnenbild, text ohne ende mit fragwürdigem inhalt. einem landestheater darf man mehr zumuten.