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Blende 2015

„Gib dem Essen ein Gesicht!“

Langzeitbelichtungen, Nacht- und Architekturaufnahmen sowie Bilder von Eisenbahnen – das sind die fotografischen Schwerpunkte, die Thomas Hankel interessieren. Beim Blende-Wettbewerb der Oberhessischen Presse hat er allerdings mit einer ganz anderen Aufnahme gewonnen – mit einer lächelnden Gurke. „Gib dem Essen ein Gesicht!“ hat der selbstständige Prüfsachverständige für Brandschutz in Marburg die Aufnahme genannt, mit der er den dritten Platz in der Kategorie „Naturschönheiten“ gewonnen hat.

Marburg. Der Schnappschuss von Thomas Hankel ist an einem sonnigen Tag im Juni entstanden. Seine Frau hat ihn auf die Gurke mit dem Grinsen hingewiesen, dann hat er die Kamera geholt und fotografiert. Für einen besseren Kontrast und ein wärmeres Bild hat der Hobbyfotograf einen gelben Briefumschlag hinter die Gurkenpflanze gehalten, durch die Sonne ist dann der schöne Schatten entstanden. „Witterungsbedingt wurde die Pflanze viel bewegt, von draußen nach drinnen und wieder zurück, dabei müssen die kleinen Schrammen irgendwie entstanden sein“, erklärt Thomas Hankel. Ganz egal wie, die Gurke lächelt und Thomas Hankel hat den dritten Platz mit seinem Bild belegt.

Beim Blende-Wettbewerb der Oberhessischen Presse hat der 51-Jährige zum ersten Mal teilgenommen und war direkt erfolgreich. „Ich bin in der Marburger Foto-Community aktiv und habe in der OP von Blende 2015 gelesen, dann habe ich spontan teilgenommen“, erzählt Hankel.

Das Jugendhobby wieder aufleben lassen

Mit der Fotografie hat Thomas Hankel bereits in seiner Jugend angefangen. „Ich kann nicht malen, daher habe ich mich dann an der Fotografie versucht“, sagt Hankel als Grund, weshalb er mit dem Fotografieren angefangen hat. Das Hobby hat ihn fast sechs Jahre lang begleitet und seit einem Jahr lässt er sein Jugendhobby wieder aufleben. „Das ist mal etwas anderes wie Feuerwehr und Brandschutz“, sagt er schmunzelnd.

Einige seiner Eisenbahn-Aufnahmen wurden sogar schon in Fachzeitschriften veröffentlicht. „Ich möchte nicht nur für die Schublade fotografieren, sondern meine Aufnahmen anderen zeigen und veröffentlichen“, sagt Hankel.

Langzeitbelichtung, natürliches Licht, Schärfentiefe und Bildgestaltung – Thomas Hankel interessiert sich bei der Fotografie besonders für die Technik. Seine eigene Vorgehensweise und seinen Stil hat er sich durch lesen von Literatur zu anspruchsvoller Fotografie und durch das anschauen von Bildern angeeignet. „Ich bin eher ein Autodidakt, meine Bilder sind akribisch angelegt und ich bin ein Freund des manuellen Modus“, sagt Hankel zu seiner Technik.

Generell macht der Hobbyfotograf keine klassische Aufgaben-Fotografie, wenn er mit seiner Kamera unterwegs ist, dann schaut er spontan welches Motiv sich ergibt, wie zum Beispiel bei seinem Gewinnerbild. Eine Ausnahme ist nur die Bahnund Landschaftsfotografie, da muss er schauen wo und wann die Dampflok fährt. „Es ist wirklich erstaunlich, wie oft alte Dampfloks durch den Landkreis fahren.“ Dann ist er mit seiner Kamera vor Ort und passt den richtigen Moment ab, um ein ausdrucksstarkes Bild zu bekommen.

Thomas Hankel legt Wert auf gute Objektive 

Momentan fotografiert Hankel mit seiner Spiegelreflex Nikon D5300. Das Kameragehäuse ist für ihn allerdings Nebensache, er legt mehr Wert auf lichtstarke Objektive. Seine Bilder macht der Hobbyfotograf im Raw-Format, Bildbearbeitung heißt für ihn Bilder am Computer selbst zu entwickeln, auszurichten und freizustellen. „Bei der HDR-Fotografie fehlt mir der Schatten, der gehört für mich zu einem guten Bild einfach dazu, sonst wirkt es schnell unrealistisch.“

Einer neuen Herausforderung stellt sich Thomas Hankel mit der Makro-Fotografie. „Das ist nochmal ein guter Kontrast zum Fotografieren von Eisenbahnen.“ Er hat seiner Frau versprochen Pilze im Makrobereich zu fotografieren, das Projekt will er dieses Jahr in Angriff nehmen. Aber das Wichtigste bei der Fotografie ist für ihn immer dran zu bleiben: „Denn das schönste Bild ist das, was ich als nächstes machen möchte.“ Samstag/Sonntag, 16./17. Januar 2016 Mit seinem Bild „Gib dem Essen ein Gesicht!“ hat Thomas Hankel den dritten Platz in der Kategorie


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