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Blende 2015

Die Farben müssen stimmen

Mit seinem Bild „autobahn bei nacht“ hat Maxim Schnabel den ersten Platz in der Jugendkategorie „auf der Straße“ belegt – herzlichen Glückwunsch!

"Autobahn bei Nacht" gewann den ersten Platz in der Jugendkategorie des OP-Blende-Wettbewerbs.

Die Bundesstraße 62 kurz vor der Einfahrt Richtung Lahntal-Brungershausen. Autos rasen in der Dämmerung über den Asphalt. Doch auf dem Bild „Autobahn bei Nacht“ sind nur rote, orange und weiße Linien zu sehen, und genau das macht das Bild von Maxim Schnabel so interessant. Das hat auch die OP-Jury beim Blende-Wettbewerb so gesehen und sein Bild mit dem ersten Platz in der Jugendkategorie „Auf der Straße“ gekürt.

Aber wie ist das Bild nun entstanden? „Mit einer Belich-tungszeit von 20 Sekunden“, klärt Maxim auf. „Durch die vorbeifahrenden Autos in diesem kurzen Zeitraum sind die Lichteffekte entstanden“, erzählt der 16-Jährige. Das hat schon einige Anläufe gebraucht, bis das Bild schließlich so aussah, wie er es sich vorgestellt hat.

Landschaften in einem neuen Blickwinkel

Vor einem Jahr hat der Brungershäuser mit der Fotografie angefangen und geht seitdem selten ohne seine Canon D700 aus dem Haus. Er will die Landschaften nicht nur mit den Augen sehen, sondern mit seinen Bildern anderen Menschen einen neuen Blickwinkel geben. „Mit der Fotografie kann man Wasser, Wolken oder Autos in Bewegung setzen und mit der Langzeitbelichtung etwas Langweiliges interessant darstellen.“ So wie es ihm bei seinem Gewinnerbild gelungen ist.

Für die Landschaftsfotografie hat sich Maxim extra ein Weitwinkelobjektiv gekauft. Hauptsächlich fotografiert der 16-Jährige direkt nach der Schule und bleibt meist bis zur Dämmerung draußen. Dann ist er entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs, denn ein Auto hat er mit 16 Jahren noch nicht: „Daher sind meine Möglichkeiten momentan leider begrenzt.“ Maxim fotografiert also rund um seinen Heimatort Brungershausen, wo er mit seinen Eltern lebt. Wenn der Nachwuchsfotograf nach draußen geht, schaut er spontan, wo es etwas Schönes zu sehen gibt. Hat er ein Motiv gefunden, schaut er sich erst einmal genau um und kommt dann mit seiner Kamera wieder, wenn die Bedingungen für ihn passen. Zum Beispiel zur Goldenen Stunde auf der Schutzhütte in Brungershausen, schneebedeckte Bäume vor blauem Himmel oder eben auch mal die B 62 in der Dämmerung. Am liebsten fotografiert der 16-Jährige aber im Sommer, dann ist es abends lange hell und das Wetter ist meist am besten. „Aber auch der Frühling und der Herbst haben ihren Reiz, es muss nur die Sonne scheinen.“

Maxim interessiert sich auch für die technische Seite und möchte sich immer weiter entwickeln: „Sonst ärgert man sich im Nachhinein, dass nicht die Bilder herauskommen, die man sich wünscht.“ Sein Wissen hat er sich hauptsächlich durch Videos und Texte aus dem Internet angeeignet. Er ist eben sehr ambitioniert für seine 16 Jahre.

Neue Motive entdecken und Ideen sammeln

Wenn Maxim fotografiert, bearbeitet er viele Bilder auch im Anschluss: „Ich versuche, damit die Farben besser herauszuholen und bearbeite das Bild solange, bis die Wirkung für mich stimmig ist. Ich mag es einfach, wenn die Farben passen.“ Dabei versucht er stetig, Neues zu entdecken und Ideen zu sammeln. Momentan interessiert sich der Hobbyfotograf am meisten für Landschaftsaufnahmen und schöne Bildkompositionen, aber es gibt noch viele andere Bereiche, die Maxim interessieren und die er gerne ausprobieren möchte. Und mit 16 Jahren stehen ihm für sein Hobby schließlich noch alle Türen offen.


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