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Blende 2016

Der Welt einen Spiegel vorhalten

Spiegelbilder beschäftigen die Menschheit seit jeher und darum geht es auch beim diesjährigen Blende Thema „Doppelt gesehen – Spiegelungen“.

"Sonnenuntergang Angelweiher in Neuerburg" von Manfred Eltges.

In grauer Vorzeit war es vor allem der Blick auf eine Wasseroberfläche, der Erstaunen auslöste. Und noch heute beeindruckt das Abbild eines Alpenpanoramas, das kopfüber auf einem See zu liegen scheint. Immer wieder erstaunlich ist dabei, welche großen Bauwerke sich auf winzigen Wasserflächen spiegeln. Es muss nämlich nicht immer der – tausendfach fotografierte – Alpensee sein. Die Postkartenidylle hat es bei Wettbewerben eher schwer, doch Motive für Bilder mit Charme und Witz findet man schon vor der Haustür. Um beim Wasser zu bleiben: In jeder Pfütze spiegelt sich die Umgebung, der Clou dabei ist, etwas vom Drumherum des Weges mit aufs Bild zu nehmen, also Kopfsteinpflaster oder Sand auf Feldwegen.

Gigantische Effekte 
auf winziger Oberfläche
Im Garten bietet die Vogeltränke einen natürlichen Spiegel, ebenso jeder vom Regen vollgelaufene Eimer. Selbst auf der Oberfläche des Kaffees – natürlich ohne Crema – finden sich Spiegelungen, ebenso in gefüllten Weingläsern. Apropos gute Tropfen: Makrofotografen sind bei Tropfen in ihrem Element. Vor der Makrolinse entfalten sich auf den winzigen Oberflächen gigantische Effekte. Und selbst auf Pupille und Iris eines Auges ist mit Makroobjektiven scheinbar das zu entdecken, was das Auge gerade sieht.

Ein weites Feld für Fotografen sind Spiegelungen in Schaufenstern und Glasfassaden. Ganze Straßenzüge lassen sich so indirekt ablichten. Spannend ist der Kontrast zwischen alter und neuer Architektur, wenn sich beispielsweise eine gotische Kathedrale in der Fensterfront eines Wolkenkratzers spiegelt.

Um dem Thema gerecht zu werden, sollte die Spiegelung nicht als Beiwerk irgendwo im Bild versteckt sein. Die Spiegelung sollte dominieren, eine Hauptaussage des Bildes darstellen. Spiegelbilder können ohne das Original zu sehen sein; gut macht sich auch, das „doppelt gesehen“ in der Aufgabenstellung stärker herauszuarbeiten, indem Original und Spiegelbild zusammen erkennbar sind. Bäume auf einer ruhigen Wasseroberfläche können beispielsweise täuschend echt wirken, so dass der Betrachter versucht ist, die Aufnahme erst einmal zu drehen, um zu erkennen, was echt und was das Abbild ist.

Ruhiges Wasser oder Wellen – beides hat seinen Reiz bei Spiegelungen. Eine aufgewühlte Oberfläche gibt das Ursprungsbild so wieder, als hätte ein Impressionist den Pinsel angelegt. Das kann ein kleines Objekt wie eine schwimmenden Ente zur Unkenntlichkeit zerpflücken, macht sich aber bei großen Motiven gut: bei der Bogenbrücke über dem Fluss, einem leuchtend roten Schiffsrumpf, der untergehenden Sonne oder der nächtlichen Skyline einer Hafenstadt.

Preise im Wert von 

mehr als 40 000 Euro
Für alle Teilnehmer gibt es gleich doppelte Gewinnchancen: In der ersten Runde von „Blende 2016“ wetteifern die Leser der Oberhessischen Presse untereinander. Die von der OP-Blende-Jury prämierten Aufnahmen werden anschließend an die Prophoto GmbH zur bundesweiten Endausscheidung weitergereicht. Dort tagt im Dezember die Jury und ermittelt die bundesweiten Sieger von „Blende 2016“, die dann im neuen Jahr bekannt gegeben werden. Für die bundesweite Endausscheidung lobt die Prophoto GmbH mit Unterstützung von Förderern Preise im Wert von mehr als 40 000 Euro aus. Also: Mitmachen lohnt sich!


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