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Neue Literarische Gesellschaft

Bei „Literatur um 11“ geht‘s wieder los

Am Sonntag beginnt für die Neue Literarische Gesellschaft die neue Saison. Bei „Literatur um 11“ im Café Vetter dürfen sich die Leseratten wieder auf einige namhafte Autoren freuen.
In der neuen Saison sind bei „Literatur um 11“ unter anderem zu Gast: Adolf Muschg (von links), Zora del Buono und Martin Mosebach, hier bei der Eröffnung des Literarischen Frühlings in Frankenberg 2014. Fotos: Atsuko Muschg/Rae Tashman/Malte Glotz

In der neuen Saison begrüßt sind bei „Literatur um 11“ unter anderem zu Gast: Adolf Muschg (von links), Zora del Buono und Martin 
Mosebach, hier bei der Eröffnung des Literarischen Frühlings in Frankenberg 2014.

© Fotos: Atsuko Muschg/Rae Tashman/Malte Glotz

Marburg. Besonders interessant dürfte der „Poetische Herbst“ sein, bei dem die Marburger zum ersten Mal aufgerufen sind, ihr Lieblingsgedicht vorzustellen.Eröffnet wird die neue Saison am Sonntag ab 11 Uhr im Café Vetter von der Wiener Autorin Ruth Cerha mit ihrem soeben erschienenen Roman „Bora. Eine Geschichte vom Wind“. Bora ist der kalte Fallwind, der über die kleine kroatische Insel weht, auf der die Schriftstellerin Mara an einem neuen Buch arbeitet.

Starautoren zu Gast

Ruth Cerha, Tochter des bedeutendsten österreichischen Gegenwartskomponisten Friedrich Cerha, ist selbst Musikerin und schreibt erst seit 2004 Erzählungen Die Lesungen mit Kaffeehausatmosphäre der NLG gehören längst zur Marburger Tradition. Auch in der neuen Saison umfasst das Programm aktuelle Neuerscheinungen, neue Namen sowie berühmte Autoren und vieldiskutierte Themen.und Romane.

Mit Martin Mosebach freut sich die NLG am 6. September auf den ersten Starautor der Saison, den Rüdiger Safranski schon mal mit Thomas Mann verglichen hat. „Das Blutbuchenfest“ ist sein letzter großer, in Frankfurt spielender Roman, in dem eine Gesellschaft von Hochstaplern und Bankern, Kreativen und Bohemiens, Liebhabern und Geliebten vorgeführt wird. Es hat ein Jahr gedauert, bis der Termin zustande kam.

Eine Woche später ist Jochen Schmidt erstmals zu Gast im Café Vetter. Der Berliner liest seit einem Jahr jede Woche in der „Chaussee der Enthusiasten“. Am 13. September bringt er seinen Roman „Der Wächter von Pankow“ mit nach Marburg.

Lieblingsgedichte und Musik

Ulrich Schacht stellt am 20. September gleich zwei Bücher vor – „Vereister Sommer: Auf der Suche nach meinem russischen Vater“ und „Grimsey – Eine Novelle“. Der im Frauengefängnis in Hoheneck geborene Schacht musste später selbst drei Jahre als politischer Häftling absitzen, ehe er im Westen eine Laufbahn als Journalist, etwa bei der „Welt“ beginnen konnte. Arthur Wagner, zuletzt Dozent an der FH Fulda, spricht am 27. September zum Thema Sterbehilfe.

Mehr als zehn Marburger stellen erstmals am 18. Oktober zur klassischen Zeit von „Literatur um 11“ ab 11 Uhr im Café Vetter ihre Lieblingsgedichte vor. Begleitet werden sie von Justus Noll, der zwischen den Gedichten musikalische Improvisationen beisteuert. Am 15. November folgt ein weiterer Auftritt der Marburger Lyrikfreunde.

Als Erstaufführung wird am 1. November die satrisch-surreale Erzählung „Café Zeitvergessen“ von Christiane Schwarz gezeigt. Musikalisch wird das Ganze in Szene gesetzt von und mit Eva Batt am Piano, Lindy Huppertsberg am Kontrabass und Percussions von Angela Frontera.

Am 22. November liest Lucien Deprijck aus seinem neuen Roman „Ein letzter Tag Unendlichkeit“ über die historische Reise Friedrich Klopstocks nach Zürich. Zum 75. Geburtstag von Horst Schwebel gibt es eine Matinee mit seinem neuen satirischen Erzählband am 29. November.

Lesung zum 80. Geburtstag

Am 6. Dezember kommt John von Düffel mit seinem Buch „KL – Gespräch über die Unsterblichkeit“, einem fiktiven Interview mit Karl Lagerfeld, dem bekannten Modeschöpfer. Das neue Jahr beginnt am 17. Januar mit der Schweizerin Zora del Buono und ihrem Roman über den Bau des Gotthard-Basistunnels. Dr. Joachim Kahl setzt am 24. Januar seine philosophischen Vorträge fort.

Er referiert über Knigge, den zu unrecht verkannten Aufklärer. Mitten in die Diskussionen über Europas Zukunft führt das Buch des Althistorikers David Engels „Auf dem Weg zum Imperium“, das dieser am 21. Februar vorstellt. Ein abschließender literarischer Höhepunkt ist die Einladung an den bekanntesten Schweizer Autor Adolf Muschg aus Anlass seines 80. Geburtstages – „Die japanische Tasche“ ist sein neuester Roman.

von unseren Redakteuren


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