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Authentisches Drama 
mit Omar Sy als Clown

Kino-Nachlese: „Monsieur Chocolat“ Authentisches Drama 
mit Omar Sy als Clown

Mit „Ziemlich beste Freunde“ wurde Omar Sy zum Star. Jetzt spielt er in „Monsieur Chocolat“ den ersten schwarzen Clown Frankreichs.

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Chocolat (Omar Sy) und Foottit (James Thierrée) bei ihrem ersten Auftritt.

Quelle: DCM

Marburg. Vom französischen Maler Toulouse Lautrec wurde er gezeichnet, von Edmond Heuzé aquarelliert: Chocolat war der erste dunkelhäutige Clown in Frankreich – und eine Sensation.

Zusammen mit seinem weißen Gegenpart, dem Clown George Foottit, eroberte er Ende des 19. Jahrhunderts die Zirkuswelt und das Pariser Bohème-Publikum, das von dem exotischen Künstler fasziniert war. Doch als Chocolat auch der erste schwarze Othello auf der Theaterbühne werden wollte, scheiterte er. Seine Hautfarbe war sein Verhängnis.

„Monsieur Chocolat“ beruht auf der wahren Lebensgeschichte des Sklavenjungen Rafael ­Padilla. Auf Kuba zwischen 1865 und 1868 geboren, flieht er als Jugendlicher aus der Knechtschaft nach Frankreich, wo er sein Geld als Tänzer und Schausteller verdient.

Dann wird er von einem Zirkus in der Provinz angeheuert. George Foottit, der dort als Clown arbeitet, spielt mit ihm eine Nummer ein, die bald bekannt wird. Als Duo werden sie von dem prestigeträchtigen Pariser Cirque Nouveau 
engagiert. Aus Rafael Padilla wird „Monsieur Chocolat“, aus dem ehemaligen Sklavenkind ein wohlhabender Dandy, der sein Geld verspielt und vertrinkt.

Die Hauptrolle in der Komödie des französischen Regisseurs Roschdy Zem spielt der 38-jährige Komödiant Omar Sy. James Thiérrée verkörpert den Clown Foottit.

Mit dem Enkel von Charlie Chaplin bildet Sy ein überzeugendes Duo. Aus der dramatischen Lebensgeschichte von Chocolat hat Roschdy Zem ein Biografie-Drama gedreht, das noch im 21. Jahrhundert nachdenklich macht.

Der Film läuft im Capitol und im Cineplex.

von Sabine Glaubitz

 

Monsieur Chocolat erhielt von den Besuchern der OP-Schnupper-Premiere im Cineplex das Prädikat: sehenswert mit der Note 3,12 (Bestnote ist 4,0).

Zuschauermeinungen:
„Ein witziger und zugleich trauriger Film über Männer, die in der falschen Zeit gelebt haben.“
Lennart Reissner (18) aus Marburg

„Gute Verfilmung, authentisch, beeindruckend, gute geschichtliche Aufarbeitung.“
Beate Abé aus Marburg

„Tolle Schauspieler, leider viel zu lang.“
Ulrike Tadge (69) aus Marburg

„Leichte Story zum Thema Rassismus.“
Jutta Bredemann aus Marburg

Die Gewinner:
Je zwei Freikarten gehen an: Karin Eckstein, Beate Abé, Lennart Reissner, Jutta Bredemann und Helga Kirchner (alle Marburg). Die Karten werden zugeschickt.

Die OP-Hitparade:
1. Deadpool (3,65)
31. Monsieur Chocolat (3,12)

 
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