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Auf den Hund gekommen

Dietmar Klenner stellte Roman vor Auf den Hund gekommen

Der Marburger Autor Dietmar Klenner las am Sonntag zusammen mit Karin Liertz und Svetlana Heinrich aus dem Hunde-Roman „Denn sie haben nicht einmal ein Fell“. Darin können Hunde nicht nur sprechen, sondern auch als Außerirdische durchs All fliegen.

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Aus Liebe zum Hund: Dietmar Klenner las mit den Co-Autorinnen Karin Liertz (links) und Svetlana Heinrich.

Quelle: Bettina Preussner

Marburg. Ludwig Legge von der Neuen Literarischen Gesellschaft betonte, dass es ihm wichtig sei, auch Schriftstellern aus dem Marburger Raum eine Plattform zu bieten.

Das Buch wurde angekündigt als ein „Plädoyer für den Hund“, das aber darüber hinaus einen kritischen Blick auf die Menschen wirft.

Der Roman beginnt zunächst mit einem Rückblick auf die 30.000 Jahre alte Freundschaft zwischen Mensch und Hund. Nach einem Zeitsprung wird eine Liebesgeschichte erzählt, die sich um eine pensionierte Lehrerin und einen ehemaligen Polizisten dreht.

Die beiden lernen sich bei einem Hundespaziergang kennen. Im Folgenden werden Herrchen und Frauchen immer wieder von ihren Hunden beobachtet, die das Verhalten der beiden aus Hundeperspektive kommentieren. Witzig ist hier der Blick auf die Schwächen der Menschen und die Frage, ob der Mensch wirklich die Krone der Schöpfung ist.

In dem Roman tauchen immer wieder Geschichten von Hunden auf, die im Tierheim leben müssen. Sie werden schließlich mit Hilfe eines silbernen, außerirdischen Hundes, der übergroß am Horizont erscheint, befreit.

Das letzte Wort hatte Klenner

Gegen Ende setzt sich bei allen Hunden die Erkenntnis durch, dass „die Menschen sehr begrenzt sind und nicht einmal ein Fell haben.“ Das alles ist in freundlichem Plauderton erzählt. Die Zuhörer mussten bei der Lesung gelegentlich schmunzeln. Natürlich ist vieles im Roman mit Blick auf die Menschen kritisch gemeint, manches wirkt aber doch etwas weit hergeholt.

Bei der anschließenden kurzen Gesprächsrunde erklärte Klenner, sie hätten den Roman zu dritt geschrieben, das letzte 
Wort über die endgültige Fassung habe aber er gehabt.

Dietmar Klenner wurde 1940 geboren und lebt in Marburg als pensionierter Offizier. Er war unter anderem als Verteidigungsattaché in Israel. Er ist begeisterter Natur- und Hundefreund und hat unter anderem zwei Bücher mit Hundegeschichten veröffentlicht.

Karin Liertz wurde in Bayern geboren und arbeitet als medizinische Fachangestellte. Heute 
lebt sie in Düsseldorf. Zusammen mit Klenner hat sie bereits das Buch „Der Militär“ geschrieben. Co-Autorin Svetlana 
Heinrich ist Studentin und lebt im Marburger Stadtteil Michelbach. Sie arbeitet als Rettungshundeführerin beim Technischen Hilfswerk Marburg.

  • Karin Liertz / Dietmar Klenner: „Denn sie haben nicht einmal ein Fell“, Verlagshaus Schlosse, 129 Seiten, 12,90 Euro.

von Bettina Preussner

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