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OP-Filmtest: „Nerve“

App wird zu spannendem Nervenkitzel

Ein Online-Spiel entwickelt seine eigene 
Dynamik, bis es für Vee um Leben und Tod geht. Ein actionreicher, spannender und in kühler 
Ästhetik inszenierter Thriller.
Liv (Kimiko Glenn, von links), Vee (Emma Roberts) und Tommy (Miles Heizer) sind Fans des Online-Spiels „Nerve“. Doch die App wird besonders für Vee zum gefährlichen Vergnügen. Foto: Studiocanal

Liv (Kimiko Glenn, von links), Vee (Emma Roberts) und Tommy (Miles Heizer) sind Fans des Online-Spiels „Nerve“. Doch die App wird besonders für Vee zum gefährlichen Vergnügen.

© Studiocanal

Marburg. Vee (Emma Roberts) ist extrem hübsch und eigentlich vernünftig. Vor allem aber ist Vee nur ein Watcher, die aufgedrehte Sydney hingegen ist ein Player in dem Online-Spiel „Nerve“, das alle Welt spielt.

Über eine App bekommen die Player immer neue Challenges, die sie zu bestehen haben. Eines Tages meldet sich auch Vee an, um endlich in der gleichen Liga wie Sydney zu spielen. Es beginnt harmlos: Sie soll einen Fremden fünf Sekunden küssen.

Es ist der coole und irgendwie zwielichtige Ian (Dave Franco), den sie sich für ihre Mission aussucht und der ausgerechnet ihr Lieblingsbuch liest. Schnell stellt sich heraus, dass er selbst eine Challenge zu bestehen hat. Die beiden erhalten den Auftrag, künftig als Paar die besten Player zu werden.

Das alles fängt noch harmlos an, wobei die Jugendlichen schon jede Schamgrenze überschreiten. Spätestens als Ian mit verbundenen Augen von Vee angeleitet auf seinem Motorrad durch Manhattan rasen soll, will man dem Mädchen zurufen, auszusteigen.

Irgendwann will Vee das dann auch, doch es ist zu spät: Über die App ist ihr Computer gehackt, ihre Identität geraubt. Natürlich ist die Geschichte nicht wirklich originell in einer Zeit, in der viele Menschen ihr Leben auf Snapchat, Instagram und Facebook dokumentieren und so die eigene Eitelkeit und den Voyeurismus der anderen befriedigen.

Die beiden Regisseure Henry Joost und Ariel Schulman wählen eine überzeugende Ästhetik. Es ist duster – der Hauptteil des Films spielt in einer einzigen Nacht – und zugleich grellbunt. Und wenn sich die Jugendlichen der Dynamik von „Nerve“ immer weniger entziehen können, ist der Zuschauer längst mitgerissen.

  • Der Film startet im Cineplex.

von Britta Schmeis

 

 Nerve erhielt von den Besuchern der OP-Schnupper-Premiere im Cineplex das Prädikat: sehenswert mit der Note 3,09 (Bestnote ist 4,0).

Zuschauermeinungen:
„Jung, modern, manchmal erschreckend, teilweise vorhersehbar, durchaus spannend.“
Sandra Schiller (41) aus Stadtallendorf

„Sehr sehenswert, da er schockierend ist und einen nachdenklich zurück lässt. Der Film ist sehr realistisch und könnte durchaus so passieren. Deswegen sollte jeder ihn sehen, damit man nachdenkt über Sensationsgeilheit. Sehr guter Film.“
Nikolai Klinger (20) aus Hatzfeld

„War sehr spannend, gut durchgedacht und gut umgesetzt. Coole Schauspieler.“
Franziska Klein (20) aus Marburg

Die Gewinner:
Je zwei Freikarten gehen an: Mario Schiller, Annemarie Stein (beide Stadtallendorf), Hellen Dietz-Heinrich (Homberg), Nikolai Klinger (Hatzfeld) und Franziska Klein (Marburg). Die Karten werden zugeschickt.

Die OP-Hitparade:
1. Mahana – eine Maori-Saga (3,56)
2. Ben Hur (3,27)
6. Nerve (3,09)

 

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