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Frankfurter Städel-Museum

Altar-Kunst des Mittelalters

Der frühgotische Altenberger Altar steht im ­Mittelpunkt der Ausstellung „Schaufenster des Himmels“ im Frankfurter Städel-Museum.
Im Plexiglas einer Vitrine spiegelt sich der Altenberger Altar. Bis zum 25. September zeigt das Frankfurter Städel den frühgotischen ­Altar in einer Sonderausstellung. Foto: Boris Roessler

Im Plexiglas einer Vitrine spiegelt sich der Altenberger Altar. Bis zum 25. September zeigt das Frankfurter Städel den frühgotischen ­Altar in einer Sonderausstellung.

© Boris Roessler

Frankfurt. Noch bis zum 25. September ist nach Ansicht des Museums eine der eindrucksvollsten Kirchenausstattungen aus dem späten 13. und frühen 14. Jahrhundert zu sehen.

Der Altar aus dem ehemaligen Prämonstratenserinnenkloster­ Altenberg an der Lahn wird mit Schreinkasten, der zentralen Muttergottesfigur und den Flügelbildern mit Passions- und Mariendarstellungen gezeigt. Dazu kommen kostbare Ausstattungsstücke rund um den Altar, darunter Tafelmalerei und Skulpturen sowie Textil- und Goldschmiedekunst.

Die 37 Exponate sind nach Angaben des Städels in der Ausstellung erstmals seit der Säkularisation des Klosters Anfang des 19. Jahrhunderts wieder zusammen zu sehen. Die Flügeltafeln des Altars wurden 1925 für das Städel erworben und gehören zu den wichtigsten Stücken seiner Sammlung Alter Meister.

Städel bietet persönlichen Blick Heilige Elisabeth

Das Kloster Altenberg ist ein ehemaliges Prämonstratenserinnenkloster. Es liegt zwischen Wetzlar und Solms-Oberbiel. Über die heilige Elisabeth gibt es eine Verbindung nach Marburg. Elisabeths Tochter Gertrud wurde im Jahr 1248 im Alter von 21 Jahren die dritte Meisterin des Ordenskonvents; sie nahm dieses Amt 49 Jahre lang wahr. Unter Gertrud erlebte das Kloster einen Aufschwung. Die Klosterkirche wurde zwischen 1260 und 1270 erbaut.

Das Kloster erwarb ausge­dehnte Besitzungen an der Lahn, in der Wetterau und im Hinterland (unter anderem den Hülshof, heute Ortsteil von Bad Endbach). Gertrud wurde nach ihrem Tod 1297 als Selige verehrt. Die Ausstellung biete „einen sehr persönlichen Blick auf eine der seit dem Mittelalter wohl beliebtesten Heiligen: Elisabeth von Thüringen“, teilte das Städel mit.

Elisabeth von Thüringen hatte ihre Tochter Gertrud als Kleinkind in die Obhut der Altenberger Klosterschwestern gegeben. So ist unter anderem ein Wandbehang aus der Zeit um 1270 zu sehen, der die Vita Elisabeths veranschaulicht.

Zu der Ausstellung ist ein reich bebilderter Katalog in deutscher und englischer Sprache erschienen, den der Kurator der Ausstellung, Professor Jochen Sander, herausgegeben hat. Er ist stellvertretender Direktor des Städels und Sammlungsleiter für holländische, flämische und deutsche Malerei vor 1800. Der 186 Seiten starke Katalog ist im Deutschen Kunstverlag erschienen und kostet im Museum 24,90 Euro.

Die Ausstellung „Schaufenster des Himmels. Der Altenberger Altar und seine Bildausstattung“ ist bis zum 25. September im Städel zu sehen. Geöffnet ist das Städel Dienstag, Mittwoch, Samstag und Sonntag von 10 bis18 Uhr, Donnerstag und Freitag von 10 bis 21 Uhr. Der Eintritt kostet 14 Euro (ermäßigt 12), eine ­Familienkarte kostet 24 Euro, Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt.

von Uwe Badouin 
und unserer Agentur


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