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Gelungener Start mitten im Publikum

Impala Ray im KFZ Gelungener Start mitten im Publikum

Sie verbinden US-amerikanische Country-Romantik mit bayrischer Provinz­liebe und nennen es kurz und knapp: BayFolk. Das sind Impala Ray.

Impala Ray mit Frontsänger Rainer Gärtner brachte lässigen „BayFolk“ mit nach Marburg.

Quelle: Julia Mädrich

Marburg. Die vier Jungs und Mädels aus München touren zurzeit durch Deutschland und haben auch dem Kulturzentrum Marburg (KFZ) einen Besuch abgestattet. Am vergangenen Donnerstag lockte die Band zahlreiche Marburger in den KFZ-Clubraum und ­begeisterte die Zuhörer mit entspanntem Folk und lockerem Indie-Pop.

Die von Sänger und Gitarrist Rainer Gärtner 2014 gegründete Band feierte ihr ­Debüt mit dem Album „Old Mill ­Valley“ und sticht besonders durch ­ihre ungewöhnliche Instrumenta­tion aus der deutschen Musiklandschaft heraus. Schlagzeug und Gitarre werden ­unterstützt von Tuba als Bassinstrument und Hackbrett als ­Mandolinen-Ersatz.

Lifestyle der Bay Area in San Francisco

BayFolk findet seine Wurzeln und Tradition zwar in Bayern, allerdings steht das Bay tatsächlich für den lässigen Lifestyle der Bay Area in San Francisco. Und ebenso lässig ist die ­junge Band auch drauf. Unplugged und unverstärkt stellten sich die vier Musikerinnen und Musiker für die ersten beiden Titel mitten in den Veranstaltungsraum und spielten drauf los.

Ruhig, entspannt und ein bisschen melancholisch eröffneten sie das Konzert mit „The Gambler“ und „Old Mill Valley“. „Gschmeidig“ war das Wort, das der Bayer nutzte, um die Konzertstimmung zu beschreiben.
„Wir können nix verlier’n, außer ein bisschen Spaß haben.“

Fernweh nach dem Meer

Das zweite Album der Band erschien 2016 und heißt „From the Valley to the Sea“. Fernweh, Sehnsucht nach dem Meer und eine ganz eigene kleine Welt haben sich Impala Ray mit dem Album erschaffen. „Eigentlich proben wir die Songs nie richtig, weil es in München einfach zu teuer ist, einen Proberaum zu mieten“, schmunzelte Gärtner. „Dafür proben wir dann bei unseren Auftritten.“

Vorband The Flims überzeugt auch

Der spezielle bayrische „Strizzi“-Humor und das lässige Auftreten der Jungs und Mädels machten die Gruppe einfach sympathisch; die wunderschönen, intensiven Songs zeugten von ihrem Feingefühl für Melodik und Harmonien.
Vor Impala Ray wurde das eingefleischte Publikum von der Marburger Vorband „The Flims“ auf den Hauptact vorbereitet. Lässiger Indie-Pop und -Rock schallten durch das KFZ, brachten das Publikum zum Tanzen und Mitfeiern. Zwar ohne exotische Instrumente, aber mit gepflegten Gitarren-Riffs und ausgezeichnetem Drive sorgten die Jungs für Stimmung und Feierlaune.

Nach ausgiebigem Applaus und mehreren Zugaben gingen beide Bands von der Bühne und ließen ein gut gelauntes und ein bisschen verzaubertes Publikum zurück.

von Julia Mädrich

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