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Zahn der Zeit – Ästhetik des Verfalls

Blende-Wettbewerb 2015 Zahn der Zeit – Ästhetik des Verfalls

Alles ist vergänglich: Mit dem diesjährigen Blende-Thema „Zahn der Zeit – Ästhetik des Verfalls“ haben alle Hobbyfotografen die große Chance, der Vergänglichkeit ein Gesicht zu geben und auf diese Art und Weise für die Nachwelt als wichtiges Zeitdokument zu bewahren.

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„Auf der Straße“

Seine Aufnahme „Drucklos“ hat Jens Nowak zum Thema "Zahn der Zeit - Ästhetik des Verfalls" eingereicht. © Blende / Jens Nowak

Das Thema kann sich auf alles beziehen, was einer Vergänglichkeit unterliegt – und das ist nahezu alles, was zum täglichen Alltag gehört. Die Blende-Fotografen dürfen auf Entdeckungstour gehen – ob durch die eigenen vier Wände, ins unmittelbare Umland oder aber in die Ferne – und mit ihren Aufnahmen den Augenblick dauerhaft konservieren. Das Thema bietet dabei einen großen Freiraum zur Interpretation: Wehmut kann in den Aufnahmen ebenso verankert sein wie Kritik am Verfall von Bestehendem. Dabei kann sich das Thema „Zahn der Zeit – Ästhetik des Verfalls“ auf die Natur ebenso beziehen wie beispielsweise auf Bauwerke – die Bandbreite unseres diesjährigen Blende-Themas ist atemberaubend.

Mit der Kamera spielen

Auch, wenn Smartphones heute über immer bessere Fotofunktionen verfügen, so bieten Kameras den deutlich größeren fotografischen Spielraum. Welche Kameraausrüstung für die bildliche Umsetzung am besten geeignet ist, hängt natürlich vom gewählten Motivbereich ab. Für verlassene Innenansichten von Gebäuden bieten sich zum Beispiel die Weitwinkeloptik an. Ist es hingegen das abgestellte Auto in der Landschaft, so können das Tele- oder das Normalobjektiv die bessere Wahl sein.

Interessant ist der Einsatz von kamerainternen Filtern, die Alterungsspuren durch Verfremdungen zusätzlich hervorheben können. Sehr beliebt ist im Zusammenhang mit dem Thema „Zahn der Zeit – Ästhetik des Verfalls“ sicherlich auch die HDR-Fotografie, die heute mit nahezu jedem aktuellen Kameramodell möglich ist. Je nachdem wie intensiv sie zum Einsatz kommt, sind verfremdete, unwirklich erscheinende Aufnahmen das Resultat.

Mutig sein und ausprobieren

Wichtig ist in jedem Fall, mit der Perspektive zu spielen – ein Schritt nach vorne, hinten oder zur Seite kann Motive auf ganz andere Art und Weise zur Geltung bringen. Ruhig auch mal in die Hocke gehen und aus der Froschperspektive fotografieren. Dabei dürfen die Hobbyfotografen bewusst gestalten und müssen sich nicht zwangsläufig an die Regeln der Fotografie, wie beispielsweise den Goldenen Schnitt, halten.

Die Blende-Fotografen mutig sein und mit dem Licht spielen, denn es hat entscheidenden Einfluss auf die Wirkung ihrer Fotografien. Ein altes ausrangiertes Auto im Niemandsland fotografiert in der Mittagssonne bringt die Stimmung möglicherweise nicht so gut zur Geltung wie eine Aufnahme in den Morgen- beziehungsweise Abendstunden oder wenn noch Nebel auf der Landschaft liegt. Oder nehmen wir als Beispiel die Innenansicht eines verlassenen Industriegebäudes – modellierend kann mit dem Licht gespielt werden, das durch die mehr oder weniger noch vorhandenen Fensterscheiben einfällt. Es lohnt sich also durchaus, Objekte mehrfach zu unterschiedlichen Tageszeiten mit der Kamera aufzusuchen. Wer im Besitz eines Stativs ist, sollte dieses auch nutzen – es entlastet nicht nur Hände und Arme, sondern hilft dabei, mit längerer Belichtung zu fotografieren und ist eine wichtige Stütze bei der Bildkomposition.
Genug der Worte. Mit Spannung erwartet die Blende-Jury die Bildeinsendungen zum Thema „Zahn der Zeit – Ästhetik des Verfalls“. Und es lohnt sich: Die Teilnehmer können nicht nur beim OP-Blende-Wettbewerb einen der heiß begehrten Preise gewinnen, sondern auch in der bundesweiten Endausscheidung.  

Noch eine Bitte zum Schluss: Bitte bringen Sie sich für das Thema nicht in Gefahr und beachten Sie die Regeln, denn auch, wenn Gebäude verlassen sind, so heißt dies noch lange nicht, dass man in sie eintreten darf. Besser zuvor mit dem Eigentümer Kontakt aufzunehmen und in der Regel sind diese sehr aufgeschlossen, wenn man sie an den Fotoimpressionen teilhaben lässt.

·  Teilnahmebedingunen: Teilnehmen dürfen alle Fotoama
teure. Ausgenommen sind Mitarbeiter des HITZEROTH-Verlages und deren nahe Angehörigen. Jeder Teilnehmer darf maximal drei Bilder pro Kategorie einreichen.

· Teilnahmebedingungen Jugendkategorie: Jugendliche bis 18 Jahren dürfen ausschließlich in der Kategorie „Auf der Straße“ antreten. Sie haben gute Gewinnchancen, weil sie automatisch an einer bundesweiten Sonderverlosung teilnehmen.

· Registrierung:   Hier können Sie sich direkt registrieren.

· Bilder hochladen: Die Dateien müssen im jpg-Format mit einer Auflösung von 300 dpi und einer maximalen Größe von 8 MB hochgeladen werden. Die längere Seite muss mindestens 800 Pixel lang sein.

· Ausdrucke einreichen: Auf der Rückseite der Fotos müssen Name, Anschrift sowie, falls vorhanden, E-Mail-Adresse und Telefonnummer für eventuelle Rückfragen angeben werden. Die Bilder dürfen nicht größer als 20 mal 30 Zentimeter sein, sollten aber etwa Din-A4-Format aufweisen. Sie gehen an: Redaktion Wochenende-Magazin, Stichwort „Blende 2015“, Franz-Tuczek-Weg 1, 35039 Marburg.

Einsendeschluss ist der 6. September 2015.

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