Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Was passiert in den Straßen?

Blende-Wettbewerb 2017 Was passiert in den Straßen?

Das diesjährige Thema „Urbanität – Großstädte – Streetfotografie“ des Deutschen Zeitungsleser-Fotowettbewerbs „Blende 2017“ bietet eine wahre Fundgrube an Motiven. Das ist womöglich das Herausfordernde an dieser thematischen Vorgabe, besteht doch die Gefahr, sich gegebenenfalls zu verzetteln. Geht man der Streetfotografie nach, so vermag diese einem die Augen zu öffnen. Damit einher geht, sich mit der Welt in der wir leben auseinanderzusetzen und die eigene Wahrnehmungen zu schärfen. Tagtäglich begegnen einem flüchtige Augenblicke, die es wert sind, mittels Fotografie konserviert zu werden.

Voriger Artikel
OP startet Blende-Wettbewerb 2017
Nächster Artikel
Blickwinkel junger Fotografen

Die Motivvielfalt beim „Blende“-Thema „Urbanität – Großstädte – Streetfotografie“ reicht von Menschen über Fassaden und Verkehrsmittel bis hin zu Schlafstätten, Graffitis, Wochenmärkten und Straßenfesten.

Quelle: Jürgen Laudi

Die Motive liegen bei der Streetfotografie förmlich auf der Straße. Bei der Flut an variierenden Motiven ist es ratsam, sich auf eines zu fokussieren, denn sonst sieht man sprichwörtlich den Wald vor lauter Bäumen nicht. Die Motivvielfalt reicht von Menschen über Fassaden und Verkehrsmittel bis hin zu Schlafstätten, Graffitis, Wochenmärkten, Straßenfesten, aber auch überquellenden Mülleimern und Ähnlichem. Für den Bilderfolg entscheidend ist, sich als Fotograf auf Situationen einzulassen. Dazu gehört natürlich auch, sie aufzuspüren und dann auf sich wirken zu lassen. Hat man den Kopf nicht frei, weil einen andere Dinge beschäftigen, so sind das nicht die besten Voraussetzungen für gelungene Wettbewerbsaufnahmen. In diesem Fall sollte man sich lieber zu einem anderen Zeitpunkt auf den Weg machen.

Sind Menschen für die thematische Vorgabe „Urbanität – Großstädte – Streetfotografie“ das bevorzugte Sujet, dann obliegt dem Fotografen große Verantwortung den abgebildeten Personen gegenüber. Gerade letzteres steht oft im Widerspruch dazu, Alltagssituationen einfangen zu wollen, die den ungeschönten und ehrlichen Alltag thematisieren. Hilfreich für den respektvollen Umgang mit Situationen ist immer wieder ein Hinterfragen, bevor man den Auslöser betätigt.

Persönlichkeitsrechte achten

Beteiligt man sich mit Aufnahmen, in denen Menschen im Mittelpunkt der fotografischen Betrachtung stehen, am Fotowettbewerb „Blende“, so gilt es, das Recht am eigenen Bild zu wahren. Hierbei handelt es sich um eine besondere Ausprägung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts. Es besagt, dass jeder Mensch grundsätzlich selbst darüber bestimmen darf, ob und in welchem Zusammenhang Bilder von ihm veröffentlicht werden. Eine Genehmigung schafft Klarheit – als Fotograf gerät man hier aber mitunter in einen Konflikt. Fragt man vorher nach, ob man ein Bild machen darf, ist die Motiv-situation hin. Fotografiert man erst und wird dabei beobachtet, kann es zu einer Konfliktsituation kommen. Eine Gratwanderung also. In den meisten Fällen wird zuerst der Auslöser betätigt und dann mit der beziehungsweise den abgelichteten Personen Kontakt aufgenommen. In der Regel stehen sie dem Fotografen positiv gegenüber, denn sie haben sich von der Masse abgehoben und waren sozusagen ein Bild wert. Es empfiehlt sich, die Kontaktdaten auszutauschen und mitzuteilen, was so faszinierend ist an dem Motiv. Meistens freuen sich Abgelichtete über Bilder, die ihnen zur Verfügung gestellt werden. Möchte man auf der ganz sicheren Seite sein, so lässt man sich eine Genehmigung unterschreiben. Hier ist die App „Easyrelease“ hilfreich.

Streetfotografie lebt von Emotionalität

Das diesjährige „Blende“-Thema „Urbanität – Großstädte – Streetfotografie“ lebt auch von der Emotionalität. Ansatzpunkt sollte sein, seinem Wettbewerbsbeitrag einen Zauber zu verleihen. Dazu gehört, mit dem Licht zu spielen, ist es doch das Spiegelbild der Stimmung, die man in sich trägt und die man vermitteln möchte. Durch Komposition und Gestaltung sollte der Betrachter auf Entdeckungsreise geschickt werden. Dazu gehört auch, nicht alles in den Aufnahmen beantworten zu wollen. Warum sind Aufnahmen von Rückansichten so beliebt? Weil der Betrachter sie auf seine Art interpretieren kann. Selbst wenn in der Streetfotografie meist alles recht schnell gehen muss, so sollte man sich Zeit nehmen. Wichtig auf dem Weg zum Bilderfolg sind eine gute Beobachtungsgabe und die Fähigkeit, Abläufe vorherzusehen. Erfahrung ist oftmals ein unerlässlicher Garant, um die nötigen Vorkehrungen zu treffen, wie beispielsweise die Festlegung des Ausschnitts. Aktuelle Kameramodelle mit ihren grandiosen schnellen Serienbildfunktionen oder gar 4K sind ein Segen für alle Streetfotografen. Damit verpasst man keinen Moment des Augenblicks und kann, wie vom Altmeister Henri Cartier-Bresson in Perfektion vorgemacht, komplexeste Situationen fotografisch auf den Punkt bringen.

Die beste Kamera für die diesjährige thematische Vorgabe „Urbanität – Großstädte – Streetfotografie“ ist natürlich immer das Gerät, das man dabei hat. Hochwertige Kompaktkameras mit einem größeren Zoombereich und ausreichend Einstelloptionen sind für die Streetfotografie ebenso geeignet wie kompakte System- beziehungsweise Spiegelreflexkameras. Je nach Intention bieten sich das Normal- oder Weitwinkelobjektiv an, wahlweise kann auch ein leichtes Teleobjektiv zum Einsatz kommen.

Teilnahmebedingungen

· Teilnahmebedingungen: Teilnehmen dürfen alle Fotoamateure. Ausgenommen sind Mitarbeiter des Hitzeroth-Verlags und deren nahe Angehörige. Jeder Teilnehmer darf maximal drei Bilder pro Kategorie einreichen. Mit der Teilnahme an „Blende“ erklären Sie sich mit der honorarfreien Veröffentlichung ihrer im Rahmen des Wettbewerbs eingereichten Fotos sowie der Nennung ihres vollen Namens sowie des Bildtitels, insbesondere im Rahmen redaktioneller Beiträge und anderer Berichte, in Print- und Online-Medien und den Social-Media-Kanälen der Veranstalter sowie bei Ausstellungen einverstanden. Alle Bildrechte verbleiben bei den Teilnehmern.
Die Entscheidungen der Jurys sind endgültig und unanfechtbar. Sachpreise können nicht getauscht oder in bar ausgezahlt werden. Die in der Finalrunde prämierten Papierfotos gehen in das Eigentum der Prophoto GmbH über.
· Teilnahmebedingungen Jugendkategorie: Es dürfen ausschließlich Jugendliche im Alter bis 18 Jahren in der Kategorie „Blickwinkel“ antreten. Sie haben besonders gute Gewinnchancen, denn jeder Teilnehmer in dieser Kategorie nimmt automatisch an einer bundesweiten Sonderverlosung teil.
· Registrierung: Wer digitale Bilder einreichen möchte, muss sich auf dem OP-Blende-Portal registrieren. Der Imagelink „Blende 2017“ oben rechts auf www.op-marburg.de/blende führt direkt auf das Portal.
· Bilder hochladen: Die Dateien müssen im jpg-Format mit einer Auflösung von 300 dpi und einer maximalen Größe von 8 MB hochgeladen werden. Die längere Seite muss mindestens 800 Pixel lang sein.
· Ausdrucke einreichen: Papierfotos können in einer Größe bis maximal DIN A4 eingereicht werden. Auf der Rückseite jedes eingereichten Fotos müssen Name, Anschrift und Telefonnummer für Rückfragen angegeben werden. Die Bilder senden an: Redaktion Wochenende-Magazin, Stichwort „Blende 2017“, Franz-Tuczek-Weg 1, 35039 Marburg.
Einsendeschluss: 30.9.2017

Voriger Artikel
Nächster Artikel