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Mit anderen Augen sehen: Fotografieren ist ausprobieren

Blende-Wettbewerb 2015 Mit anderen Augen sehen: Fotografieren ist ausprobieren

Rote Pupillen blitzen unter halb geschlossenen Augenlidern hervor und Tante Erna wirft einen großen Schlagschatten auf die kunstvoll angeordnete Gruppe beim Familienfest. Kommt Ihnen das bekannt vor?

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Quelle: Achatzi

„Es gibt nichts schlimmeres als gestellte Motive“, weiß Martin Achatzi, Inhaber des Canonshops Achatzi in Bad Laasphe. Zwei Wochen vor Einsendeschluss des OP-Blende-Wettbewerbs gibt er ein paar wichtige Tipps für alle Hobbyfotografen. Damit klappt die Teilnahme bei Blende 2015:

Ausprobieren!
Sein erster Tipp klingt vielleicht banal, steht aber am Anfang eines jeden guten Fotos: „Lassen Sie die Kamera nicht Zuhause“, erklärt der Profi mit einem Schmunzeln. „Nur wer viel ausprobiert, sammelt Erfahrung. Und beim Fotografieren ist es wie beim Fahrrad-fahren oder Schwimmen – das lernt man nicht durch‘s Lesen, sondern durch‘s Machen.“
Das ist im Zeitalter der digitalen Fotografie kein Problem: „Wer im Urlaub viele Bilder macht und sich jeden Abend kurz Zeit nimmt, auszusortieren und beim Löschen schaut, warum ihm manche Bilder besser gefallen als andere, hat einen immensen Lerneffekt. Die Qualität wird mit jedem Urlaubstag steigen.“

Den Moment nutzen!
Die Lichtverhältnisse auf einem Bild sind von entscheidender Bedeutung: „Manchmal ist es eine Frage von Sekunden, wann das Licht perfekt ist – diesen Moment muss man einfangen. Bei Aufnahmen von Menschen gilt Ähnliches: „Der unbeobachtete Moment ist der schönste Moment.“ Nur so wird auch die Stimmung des Augenblicks transportiert. „Oft wirken Porträts viel interessanter, wenn der Kopf etwas angeschnitten ist. Und auch ruhig mal im Hochformat fotografieren – unsere Augen sind das Querformat gewöhnt, das ist einen interessante Abwechslung.“

Zur Seite, bitte!
Bei der Platzierung von Motiven gilt der goldene Schnitt: „Das ist das Urgesetz der Bildgestaltung und bezeichnet in etwa das Verhältnis von zwei Dritteln zu einem Drittel“, erklärt Achatzi. Ein Bild wird also immer mehr Spannung erhalten, wenn das Hauptmotiv nicht genau in der Mitte steht, sondern zum Rand versetzt wird.

Perspektivwechsel!
Die Position ändern sollte nicht nur das Motiv: „Der Fotograf muss auch mal eine ungewöhnliche Perspektive einnehmen: denn besonders wird das Foto, das besonders entsteht – also auch mal in die Knie gehen und von dort fotografieren, wo nicht alle anderen stehen“, erklärt der Profi. 

Und um noch einmal auf die roten Augen zu sprechen zu kommen: Wer den Blitz auslässt, verhindert nicht nur den Albino-Blick – auch die unschönen Schlagschatten sind passé. Achatzi rät: „Lieber die Lichtempfindlichkeit et-was höher stellen, Fotos ohne künstliches Blitzlicht sind ohnehin immer stimmungsvoller.“ Also: Ran an die Kamera, eindrucksvolle Motive suchen und einfach ausprobieren. Und natürlich nicht vergessen die Bilder rechtzeitig einzureichen – der OP-Blende-Wettbewerb läuft noch bis zum 6. September.

Informationen

- Teilnahmebedingungen: Teilnehmen dürfen alle Fotoamateure. Ausgenommen sind Mitarbeiter des HITZEROTH-Verlages und deren nahe Angehörige. Jeder Teilnehmer darf maximal drei Bilder pro Kategorie einreichen.
- Teilnahmebedingungen Jugendkategorie: Es dürfen ausschließlich Jugendliche bis 18 Jahren in der Kategorie „Auf der Straße“ antreten. Sie haben gute Gewinnchancen, weil sie automatisch an einer bundesweiten Sonderverlosung teilnehmen.
- Registrierung: Hier können Sie sich registrieren
- Bilder hochladen: Die Dateien müssen im jpg-Format mit einer Auflösung von 300 dpi und einer maximalen Größe von 8 MB hochgeladen werden. Die längere Seite muss mindestens 800 Pixel lang sein.
- Ausdrucke einreichen: Auf der Rückseite der Fotos müssen Name, Anschrift sowie, falls vorhanden, E-Mail-Adresse und Telefonnummer für eventuelle Rückfragen angeben werden. Die Bilder dürfen nicht größer als 20 mal 30 Zentimeter sein, sollten aber etwa Din-A4-Format aufweisen. Sie gehen an: Redaktion Wochenend-Magazin, Stichwort „Blende 2015“, Franz-Tuczek-Weg 1, 35039 Marburg.
Einsendeschluss ist der 6. September 2015

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