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Erste Teilnahme, zwei Volltreffer

Blende-Wettbewerb 2014 Erste Teilnahme, zwei Volltreffer

Aljosha Brack hat viele Interessen. Und viele Talente. Und gleich zwei Platzierungen beim Blende Wettbewerb: Mit seiner Aufnahme „Märchenwald“ schaffte er es auf Platz Eins der Kategorie „Deutschlandreise – Eine Liebeserklärung“. Einen dritten Platz belegte er in der Jugendkategorie „Guten Appetit“.

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Von Katharina Stenner

„Ich fand es viel schwieriger, Motive für die Jugendkategorie zu finden“, erklärt der 14-Jährige. Dabei ist das Thema eigentlich ganz nach Geschmack des Schülers. Er kocht nämlich sehr gerne – und gut, wie seine Mutter Kerstin weiß. Dass die bunte Haribo-Mischung im Haus war, ist aber seinem Vater zu verdanken. Der isst sie nämlich am liebsten. Aljosha fotografiert sie lieber: „Ich fand die mit den roten Kügelchen am interessantesten und hab‘ die Super-Makro-Einstellung meiner Kamera benutzt.“

Überraschung nach dem Brötchen holen

Seine Kamera – eine Casio Exilim – hat er sich zu seinem 13. Geburtstag gewünscht. „Ich habe vorher auch hin und wieder fotografiert. Mit abgelegten Apparaten von meinem Vater oder dem Handy. Aber da war die Auflösung irgendwann nicht mehr gut genug.“

Bei einem Spaziergang im vergangenen Jahr hatte er seine Kamera auch dabei: „Eigentlich wollte ich im Wald ein paar Bilder von Tieren machen – die sind aber immer zu schnell weggelaufen.“ Egal, sein „Märchenwald“ braucht keine Staffage. „Es war leicht nebelig an dem Tag und das Licht stand gerade richtig, dass alles in ein grünes Leuchten getaucht war.“ Am Bildschirm musste Aljosha dann nicht mehr viel machen. „Ich habe nur noch ein bisschen an der Farbe geschraubt, damit die Grüntöne besser zur Geltung kommen“, erklärt er. Das ist ihm gelungen: Mit gleich zwei Platzierungen bei seiner ersten Blende-Teilnahme hatte er überhaupt nicht gerechnet. „Ich kam gerade vom Brötchen holen nachhause, da empfingen mich meine Eltern schon mit so einem Strahlen auf dem Gesicht. Dann hab ich die OP mit meinen Bildern auf dem Tisch liegen gesehen.“

Der „Märchenwald“ ist übrigens in Dreihausen. Dort lebt Aljosha gemeinsam mit seinen Eltern, seiner Schwester und den Haustieren – zwei Hunde und eine Katze. Die streichen ihm um die Beine, wenn er mit Atemmaske auf der Terrasse steht und Graffiti-Bilder macht: „Ich habe vor ein paar Monaten ein youtube-Video davon gesehen und wollte es gern selbst mal ausprobieren. Meine Mutter war erst nicht so begeistert davon...“, erzählt Aljosha. „Also hab‘ ich meinen Vater gefragt“, fügt er grinsend hinzu. Spätestens als seine Mutter Kerstin die Ergebnisse gesehen hat, konnte sie sich auch mit der Technik anfreunden: „Wir haben alle Bilder von ihm zu Weihnachten geschenkt bekommen, die sind großartig.“

Fotografieren, Kochen, Sprayen, ja und Töpfern. Das hat er mal in einem Kurs in seiner Schule in Heskem ausprobiert und Gefallen daran gefunden. Das war vor dem Theaterspielen. Oder danach? Bei so vielen Interessen kann man schon mal durcheinander kommen. „Die letzte große Aufführung unserer Theater-AG war ein Musical. Ich hab‘ einen Betrunkenen, einen Moderator und einen Polizisten gespielt.“ Ein echter Allrounder. „Das ist bei mir oft phasenweise. Auch beim Fotografieren mach ich ein paar Monate ganz viel und dann wieder weniger, weil ich mich mit etwas anderem beschäftige.“

Das Fußballspielen ist die große Konstante. Aljosha spielt beim VfL Dreihausen und steht auf dem Platz, seit er fünf Jahre alt ist. Bald vielleicht auch im schwarzen Outfit, denn aktuell macht er die Ausbildung zum Schiedsrichter. Die vergangenen Wochen war also Büffeln angesagt. Und heute steht die Prüfung an. Wir drücken die Daumen ...

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