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Die Welt in Schwarzweiß

Blende-Wettbewerb Die Welt in Schwarzweiß

Früher waren alle Fotos Schwarzweiß, jedenfalls so lange, bis die Technik für Farbfotografie entwickelt wurde. Bis heute haben die Bilder in Graustufen einen eigenen Reiz, der Fotografen immer wieder zu dieser Gattung führt. „Schwarzweiß“ lautete ein Motto des diesjährigen Blende-Wettbewerbes.

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Die Galeria Umberto in Neapel macht in schwarzweiß eine tolle Figur.

Quelle: Uwe Wilhelm Lorenz

Mehr als bloß farblos

Mit dem klassischen Thema sind die Teilnehmer herausgefordert, der Welt die Farbe zu entziehen. Das erscheint zunächst vielleicht einfach, die fotografische Herausforderung bleibt aber groß, denn mit der Umstellung der Kamera in den Schwarzweißmodus ist es nicht getan. Nicht jedes Motiv ist geeignet, um in Schwarzweiß abgelichtet zu werden – aber auch darin liegt der große Reiz für die Hobbyfotografen sich dieser Blende-Kategorie zu stellen. Dabei sind das Spiel mit Licht und Schatten, klare Formen und Strukturen prädestiniert. Das Hauptmotiv sollte sich klar vom Rest absetzen, damit die Aufnahme eine klare Bildsprache hat.

Einsteigern in die Schwarzweißfotografie kann es helfen, die Wirkung von Schwarzweiß mittels Bildbearbeitung zu testen, indem sie Farbbilder in Schwarzweiß umwandeln. So erhalten sie schnell ein Gefühl dafür, welche Motive sich für die Schwarzweißfotografie eignen und welche nicht. Prinzipiell gilt, dass ein sehr gutes Farbfoto meist auch in Schwarzweiß funktioniert.

Viele Teilnehmer fragen sich, ob sie im Schwarzweißmodus ihrer Kamera fotografieren sollen oder mittels Bildbearbeitung Farbaufnahmen in Schwarzweiß umwandeln. Experten sind der Meinung, dass bessere Bildergebnisse erzielt werden, wenn im Nachhinein das Bildbearbeitungsprogramm genutzt wird.

Auf der Motivsuche

Schwarzweiß zu sehen und zu denken ist gar nicht so leicht, weil man die Welt in der Regel nur farbig wahrnimmt. Dazu kommt, dass möglicherweise auch die Praxis fehlt, welchen Grauton eine Farbe bei der Umwandlung in Schwarzweiß annimmt. Auf das Wechselspiel der Farben, die eine bestimmte Schwarzweißwirkung erzielen, kommt es auch noch an. Prinzipiell gilt, dass sich die Farben in der Schwarzweißfotografie klar voneinander abgrenzen sollten. Die Farbe Grün zum Beispiel, die in der Natur in den unterschiedlichsten Nuancen vertreten ist, lässt sich in der Schwarzweißkonvertierung als Farbkanal hervorragend ansteuern. Somit kann es sehr gut als Kontrast eingesetzt werden – man kann es bei der Konvertierung bis ins tiefe Schwarz ziehen.

HDR liegt voll im Trend und garantiert einen enormen Kontrastumfang, weshalb es auch sehr gern in der Schwarzweißfotografie zum Einsatz kommt. Dabei gibt es dann eben nicht die Farbexplosion, sondern durch das Zusammenführen der Belichtungsreihe eine intensivere Herausarbeitung der Details von Licht und Schatten. Auch, wenn Hobbyfotografen bei der Schwarzweißfotografie weniger damit zu kämpfen haben, dass die Aufnahmen kitschig bunt und unnatürlich wirken, ist dennoch Fingerspitzengefühl angesagt. Die Frage ist, ob man einer Aufnahme die HDR-Technik sofort ansehen soll. Auf der anderen Seite wird durch die Form der Übertreibung das Charakteristische eines Bildes hervorgehoben.

Der Einsatz von Farbfiltern

Auch in Zeiten, in denen Bildbearbeitungsprogramme im Nachhinein alles möglich machen, setzen Fotografen in der Schwarzweißfotografie immer wieder auf Farbfilter. Während in der Farbfotografie Filter die farbrichtige Wiedergabe sicherstellen sollen, ist in der Schwarzweißfotografie ihre Wirkung eine andere. Hier führt der Einsatz zu einer Verschiebung bei der Grautonumsetzung. Die Farbe des Filters verstärkt, das heißt, sie wird heller dargestellt, während ihre Komplementärfarbe unterdrückt, also dunkler dargestellt wird. Kommt beispielsweise ein Gelbfilter – er hat nur eine schwache Auswirkung auf den Bildkontrast – zum Einsatz, so dunkelt dieser den blauen Himmel ab, wodurch sich der Kontrast zu den Wolken verstärken lässt. Atmosphärischer Dunst wird durch den Einsatz eines Gelbfilters reduziert.

Der Orangefilter – er erhöht die Kontraste im Bild leicht – liegt in seiner Wirkung zwischen dem gelben und dem roten. Er ist nicht so mild wie der Gelbfilter und auch nicht so stark wie der Rotfilter. Gelb/Grünfilter kommen in der Schwarzweißfotografie bevorzugt dann zum Einsatz, wenn Porträts im Freien abgelichtet werden. Damit lassen sich Hautunreinheiten reduzieren. Sehr beliebt in der Naturfotografie sind auch immer wieder Grünfilter, die die Töne der Natur differenzieren, während Rottöne abgedunkelt werden. Rotfilter sind in der Landschaftsfotografie sehr reizvoll. Durch ihre Sperrwirkung erscheinen beispielsweise Landschaften im Sonnenschein wie vom Vollmond beleuchtet, der blaue Himmel wird nahezu schwarz abgelichtet.

· Teilnahmebedingungen: Teilnehmen dürfen alle Fotoamateure. Ausgenommen sind Mitarbeiter des Hitzeroth-Verlages und deren nahe Angehörigen. Jeder Teilnehmer darf maximal drei Bilder pro Kategorie einreichen.

· Teilnahmebedingungen Jugendkategorie: Jugendliche bis 18 Jahren dürfen ausschließlich in der Kategorie „Guten Appetit“ antreten. Sie haben gute Gewinnchancen, weil sie automatisch an einer bundesweiten Sonderverlosung teilnehmen.

· Registrierung: Hier können Sie sich direkt registrieren.

· Bilder hochladen: Die Dateien müssen im jpg-Format mit einer Auflösung von 300 dpi und einer maximalen Größe von 8 MB hochgeladen werden. Die längere Seite muss mindestens 800 Pixel lang sein.

· Ausdrucke einreichen: Auf der Rückseite der Fotos müssen Name, Anschrift sowie – falls vorhanden – E-Mail-Adresse und Telefonnummer für eventuelle Rückfragen angeben werden. Die Bilder dürfen nicht größer als 20 mal 30 Zentimeter sein, sollten aber etwa Din-A4-Format aufweisen. Sie gehen an: Redaktion Wochenend-Magazin, Stichwort „Blende 2014“. mymedia GmbH, Franz-Tuczek-Weg 1, 35039 Marburg. 


Einsendeschluss ist der 20. September 2014.

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