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Zweite Liste in Wittelsberg zieht zurück

„Offene Liste“ Zweite Liste in Wittelsberg zieht zurück

Ruth Claar und Volker Wagner sind mit der Idee einer überparteilichen Einheitsliste in Wittelsberg gescheitert. „Parteipolitisches Taktieren“ im Ortsbeirat sei nicht ihre Sache, deshalb stellen sie sich nicht mehr zur Verfügung.

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Ein Blick auf Wittelsberg. Für die dort anstehende Ortsbeiratswahl gibt es erstmals seit 1972 nur noch eine Liste, allerdings keine offene, sondern eine SPD-Liste.

Quelle: Thorsten Richter

Wittelsberg. Dass es in Wittelsberg nur eine SPD-Liste für die Ortsbeiratswahl am 6. März gibt, mag für einige Bürger eine Überraschung gewesen sein. Denn in der Vergangenheit – und das seit Bestehen der Gemeinde Ebsdorfergrund – hat es  dort immer zwei Listen gegeben. So auch zuletzt 2011.  Die Macher der „Offenen Liste Wittelsberg“ haben ihre Liste jedoch nach den Worten der derzeigen Ortsbeiratsmitglieder Ruth Claar und Volker Wagner mit dem Ziel ins Leben gerufen, nur noch eine, und zwar eine parteiübergreifende unabhängige Liste aufzustellen.

Für 2016 gingen die beiden davon aus, könnte dies auch endlich klappen. „Von allen SPD-Mitgliedern des Ortsbeirats wurde die Bereitschaft dazu signalisiert“, erläutern sie in einem Schreiben an alle Wittelsberger. Als sie dann feststellen mussten, dass die SPD doch wieder eine eigene Liste ins Rennen schickt, sei bei ihnen der Entschluss gereift, sich nicht mehr für die Ortsbeiratswahl zur Verfügung zu stellen. „Wir sind zukünftig für parteipolitisches Taktieren innerhalb des Ortsbeirates nicht mehr zu haben. Dafür ist uns unser Engagement und die Aufgabe innerhalb des Ortsbeirates zu wichtig und die Zeit zu schade“, begründen sie ihren Schritt in dem Schreiben.

Gotthard Seim, derzeitiger Ortsvorsteher, ist überrascht. „Wir haben gesagt, dass wir uns eine gemeinsame Liste vorstellen können, wenn es für eine eigene nicht mehr reicht. Die Aufstellung einer SPD-Liste hatte aber Priorität. Und es ist uns dann auch gelungen, mit jüngeren Menschen einen Generationswechsel innerhalb der Liste zu vollziehen. Zudem hatte die ,Offene Liste‘ schon zur Versammlung geladen, als wir noch in der Findungsphase waren. Da hätten wir also noch gar nicht teilnehmen können.“ Seim bedauert den Entschluss von Claar und Wagner.

Claar und Wagner ihrerseits wollen mit dem Schreiben nur ihren Standpunkt verdeutlichen. Sie fordern trotz ihres Rückzuges die Wittelsberger Wählerschaft dazu auf, am 6. März zur Wahl zu gehen. Und sie erinnern auch daran, dass sie zum Wohle ihres Ortes gute Erfahrungen mit SPD-Bürgermeister Andreas Schulz gemacht haben, etwa durch seinen Einsatz im Zuge der Dorferneuerung, die derzeit in Wittelsberg läuft.

von Götz Schaub

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