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Viele Ideen für lebenswerte Gemeinde

Listen aus Weimar im Direktvergleich Viele Ideen für lebenswerte Gemeinde

Viel Geld zu verteilen gibt es nicht gerade in der Gemeinde Weimar. Dennoch haben die Parteien, die sich für das Parlament bewerben, einige Ideen für die Zukunftsentwicklung.

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Ein Blick aus der Luft auf Niederweimar.

Quelle: Thorsten Richter

Weimar. Zukunft ist, was man daraus macht. Diese Zeitung hat die Listensprecher aus Weimar gefragt, welche Themen ihnen für die neue Legislaturperiode am wichtigsten sind.

Christian Fischer, FDP

Eine familienfreundliche und zukunftsfähige Gemeinde Weimar (Lahn) ist das oberste Ziel der Weimarer Liberalen. Der verbleibende Handlungsspielraum der Kommune muss dafür konsequent genutzt werden. Um die Attraktivität aller zwölf Ortsteile zu steigern, müssen örtliche Infrastruktur und wohnortnahe Versorgung in den Blick genommen werden. In einem solchen Prozess müssen die Bürger von Anfang an beteiligt werden. Gepaart mit der zentralen Lage zwischen Marburg und Gießen und der Nähe zum Rhein-Main-Gebiet kann Weimar so zugleich interessanter Gewerbestandort und attraktiver Lebensmittelpunkt für alle Generationen sein.

Gute, flexible und bedarfsgerechte Kinderbetreuung, die Eltern eine größtmögliche Planungssicherheit gewährt, ist die beste Unterstützung junger Familien. Die eingeschlagenen Wege müssen stringent weiterverfolgt werden: im Miteinander von Kommune, Mitarbeitern und Eltern. Um die nötigen finanziellen Spielräume zu schaffen, muss die Ausgabenseite unserer Kommune kritisch überprüft werden. Ebenso besteht die dringende Notwendigkeit Synergien mit Nachbarkommunen zu nutzen und die Kommune so effizient aufzustellen – beispielsweise durch gemeinsames Erledigen von Verwaltungsaufgaben.

Winfried Laucht, FBW

Bei der Gestaltung einer Gemeinde mitzuwirken, bedeutet, sich für die Belange vieler Interessengruppen einzusetzen. Unsere Aufgabe ist es, Kompromisse zu erarbeiten, Gemeinsamkeiten zu schaffen und so für einen fairen Ausgleich zu sorgen. Dies betrifft Institutionen wie Kindergärten oder Vereine und Infrastrukturen wie Bürgerhäuser, Straßen und Einkaufsmöglichkeiten. In erster Linie betrifft es aber Menschen bei der Jugendpflege, der Kinderbetreuung, der Familienunterstützung und der Seniorenarbeit.

Solide Finanzen bilden die Grundlage für die Handlungsfähigkeit in diesen Bereichen. Durch Baumöglichkeiten und durch die Ansiedlung und Erweiterung von Gewerbebetrieben werden Steuereinnahmen generiert. Auch Energiesparmaßnahmen wollen wir umsetzen, um einen positiven Haushalt zu erreichen und zusätzlich den Klimaschutz zu fördern.

Eine stärkere interkommunale Zusammenarbeit ist nötig beim Hochwasserschutz, sowie bei der Entwicklung von touristischen Konzepten rund um die Zeiteninsel und beim Ausbau von Radwege-  und Nahverkehrsnetz.
Die Unterbringung und Integration der uns zugewiesenen Flüchtlinge stellt für alle Beteiligten eine Herausforderung dar, die wir positiv gestalten werden.

Thomas Nuhn, CDU

Wir bewegen Weimar.  Mit zehn Schritten in die Zukunft. Hier unsere drei wichtigsten Themengebiete: Kinder, Jugend und Bildung: Wir setzen uns für die Stärkung und den Ausbau der Schulstandorte in der Gemeinde Weimar und für ein verlässliches Betreuungsangebot in Kitas und Schulen ein. Die Jugendarbeit in den Vereinen muss weiter ausgebaut werden.

Senioren: Weimar muss für alle Generationen attraktiv sein. Wir möchten die Rahmenbedingungen für ein altersgerechtes Wohnen und Leben schaffen – gemeinsam mit den Seniorinnen und Senioren.

Leben im Dorf: Wir möchten zeitgemäße Beteiligungsformate für die Bürgerinnen und Bürger schaffen. Wir setzen uns für einen zeitgemäßen Umgang mit den Dorfgemeinschaftshäusern ein – Fragen nach dem Erhalt der Bürgerhäuser müssen offen diskutiert werden. Die lebendige Ehrenamtsstruktur in den Vereinen ist ein großer Pluspunkt für die Menschen. Wir werden das Ehrenamt deshalb auch in Zukunft pflegen und fördern. Wir setzen uns für bezahlbaren Wohnraum ein. Dazu gehören auch Bauplätze für junge Familien und die Nutzung von Häusern in den Ortskernen. Die Förderung der Ortskerne und neue Baugebiete müssen gemeinsam gedacht und entwickelt werden.

Reinhard Ahrens, Die Grünen

Unsere drei Programmschwerpunkte: Soziales:Ein gut funktionierendes Miteinander im Zusammenleben aller Generationen in der Gemeinde liegt uns am Herzen. Älter werdende Menschen sollen möglichst lange in ihrem gewohnten sozialen Umfeld leben können. Es müssen wieder Programme zum sozialen Wohnungsbau aufgelegt werden, damit Neubürger angemessen mit bezahlbarem Wohnraum versorgt werden können. In Ergänzung zu den vorhandenen Bahn- und Buslinien muss das Bürgerbusangebot ausgebaut werden, um die Mobilität im ländlichen Raum zu verbessern.

Bürgerhäuser: Ein Nutzungskonzept für die Bürgerhäuser muss erstellt werden. Das Bürgerhaus in Niederweimar ist sanierungsbedürftig. Dringender Erneuerungsbedarf besteht bei der  Verdunkelungsanlage und der Tagungstechnik. Außerdem streben wir den Umbau der vorhandenen Gasträume zu einer attraktiven Gastwirtschaft an.

Radwegeplanung: Für die Gemeinde muss ein Radwegekonzept erstellt werden. Im Zuge der Sanierung der Herborner Straße fordern wir den Bau eines Radweges bis zum Ortsausgang Richtung Oberweimar. Auf der stillgelegten Eisenbahnstrecke nach Lohra-Damm soll ein Bahnradweg mit Verknüpfung zum Salzböderadweg geplant und gebaut werden.   

Stephan Wenz, SPD

Wir wollen die verkehrsmäßige Anbindung des Gewerbegebietes Wenkbach an die Landstraße zwischen Niederwalgern und Wenkbach realisieren. Der sanierungsbedürftige Zustand der Bahnhofstraße, die Verkehrsbelastung der beiden Ortslagen, aber auch die notwendige Vermarktung zur Schaffung von neuen Ausbildungs- und Arbeitsplätzen erfordern hier umgehendes Handeln. Die Errichtung eines Verkehrskreisels auf der Landstraße und die Schaffung einer neuen Zufahrtsstraße sehen wir als die wichtigste Einzelinvestitionsmaßnahme der kommenden 5 Jahre. Das Thema Sicherheit und kommunale Verantwortung spiegelt sich nirgendwo so deutlich wider wie im Hochwasserschutz. Dem Bestandsschutz vorhandener Hochwasserschutzbauten, die konkrete Mängelbehebung an gefährdeten Lagen, wie beispielsweise die Hochwasserschutzmauer in Argenstein, als auch der mittelfristigen Umsetzung notwendiger Restrukturierungen gilt weiterhin unsere Aufmerksamkeit.

Die Integration vor Folter, Bürgerkrieg und Terror geflohener Menschen steht erst am Anfang. Diejenigen, die bleiben werden, gilt es aufzunehmen und Perspektiven zu schaffen. Hier ist es notwendig, die kommunalen Strukturen weiter auszubauen und auch das überwältigende Engagement der Weimarer Bürger/innen zu unterstützen.

von Götz Schaub

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