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Listensprecher aus der Gemeinde Fronhausen nehmen Stellung

Das sehe ich Listensprecher aus der Gemeinde Fronhausen nehmen Stellung

Was verbinden die drei Listensprecher mit diesem Motiv?

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„B&B“ in Fronhausen: Bauernhof und Bahnhof. Zu diesem Foto gibt es viel Politisches zu sagen.

Quelle: Thorsten Richter

Fronhausen. Michael Heimann von der SPD, Inge Lettermann-Nass von der Initiative Fronhausen und Walter Horn von der CDU nehmen politische Stellung zum Thema Bahnhof und Bauernhof in Fronhausen.

Michael Heimann (SPD)

Das ist Fronhausen: Am Bahnhof im Hintergrund der Anschluss an die große weite Welt (Main-Weser-Bahn), vorne konventionelle Landwirtschaft eines Landwirts. Ein großer Misthaufen am rechten Bildrand dampft vor sich hin. Das Foto macht deutlich, wie eng beieinander in unserer Gemeinde landwirtschaftliche Betriebe und der Bahnhof als Zentrum der Verkehrsinfrastruktur mitten in der Ortsmitte liegen.

Natürlich trägt auch dieser landwirtschaftliche Betrieb zur Geruchsbelästigung in Fronhausen bei, die in einem Gutachten nachgewiesen wurde. Erfreulich ist aber, dass die Rinder dieses Betriebes – wie bereits geplant – an den südlichen Ortsrand in neue Stallungen umziehen werden; der Misthaufen mit dem „Geruchsfaktor“ wird dann auch bald der Vergangenheit angehören.

In unmittelbarer Nähe – links hinter dem Stall – befindet sich der Platz „Auf der Schwärz“, der sowohl als Festplatz erhalten aber auch als Treffpunkt für Jung und Alt attraktiver gestaltet werden soll. Auch dieser Bereich wird von der Verlegung der Rinderzucht profitieren.

Inge Lettermann-Nass (Initiative Fronhausen)

Was wir hier sehen, war vor Jahren noch ein völlig normales Bild in jedem Dorfgebiet.Heute zeigt die Aufnahme einen der letzten landwirtschaftlichen Betriebe mit Viehhaltung im Ortskern von Fronhausen. In Zeiten von Geruchskatastergutachten und Veränderungssperren, ist dieses Foto Sinnbild für die Streitigkeiten der letzten Monate. Neben der Geruchsbelastung wurde in den Diskussionen auch immer wieder die Gesundheitsgefährdung durch Keime thematisiert. Das in Auftrag gegebene Keimgutachten konnte keine Gesundheitsgefährdung feststellen – ein gutes Zeichen.

Unsere Zielsetzungen ist es die Geruchsbelastung in Fronhausen weiter zu reduzieren, um die bestehenden Einschränkungen in der Ortskernentwicklung wieder aufzuheben. Durch weitere Gutachten und gerichtliche Auseinandersetzungen wird dies nur schwer zu erreichen sein. Wir setzen in Zukunft auf ein starkes Miteinander der beteiligten Interessengruppen und eine Kommunikation geprägt durch Offenheit und Transparenz. Der abgebildete Landwirtschaftliche Betrieb plant zudem die Verlagerung der Viehhaltung aus dem Ortskern – ein erster Schritt.

Walter Horn (CDU)

Auf den ersten Blick sehe ich ein Landleben, wie es in allen Dörfern seit jeher typisch ist, mit  einem landwirtschaftlichen Betrieb und einem großen Gebäude im Hintergrund, welches das ehemalige Bahnhofsgebäude von Fronhausen darstellt.

Landwirtschaft ist schon lange ein großer Bestandteil unserer Gemeinde und muss auch weiterhin Zukunft haben.  Dieses Bild verdeutlicht stark den Konflikt, der in den letzten Jahren in Fronhausen entstanden ist. Ich möchte daher die entstandenen Missverständnisse überbrücken helfen. Die bereits begonnene Verlegung geruchsintensiver Nutzung in den Außenbereich wird in den nächsten Jahren ebenso meine Unterstützung haben. Genauso möchte ich aber auch die ortsprägenden Betriebe an ihren traditionellen Standorten erhalten.

Ich bin davon überzeugt, dass wir mit gegenseitiger Rücksichtnahme und Verständnis das Beste für alle erreichen können.  Der Bahnhof von Fronhausen im Hintergrund steht für eine gute Infrastruktur. Er ist für viele Pendler, nicht nur aus der Großgemeinde, ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, der erhalten beziehungsweise ausgebaut werden sollte.

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