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OP-Serie zur Kommunalwahl

Das sehe ich OP-Serie zur Kommunalwahl

In der Serie „Das sehe ich“ vor der Kommunalwahl legt die Oberhessische Presse den Kandidaten der für die Kirchhainer Stadtverordnetenversammlung antretenden fünf Parteien Fotos vor.

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Die Kandidaten geben ihre Eindrücke zu diesem Bild wider.

Quelle: Matthias Mayer

Kirchhain. Wie die Kandidaten auf die Bilder diese spontan reagieren, ihre Beschreibungen und Assoziationen lesen Sie hier.

Reinhard Heck,
 Die Linke:

Sie steht niemandem im Wege. Sie wird vielleicht nicht gebraucht. Nun werden die Parkplätze auf dem Hochwasser-Damm endlich angenommen. Zehn zusätzliche Parkplätze könnten zur Verfügung gestellt werden, wenn die Absperrgitter im Eingangsbereich links zurückgestellt werden.

   

Gerd Althainz,
 CDU:

Ich sehe das Produkt kopflosen Handelns einer überforderten Landrätin und deren Berater sowie gezielte Desinformation. Markig die Worte Einsatzbefehl oder Katastrophenfall nutzend, wurden die Bürger getäuscht, das Engagement von Stadt und Freiwilligen in Bezug auf die Flüchtlingshilfe wurde so konterkariert.

Die Zelthalle im Innenstadtbereich wurde nie genutzt und wird in Zukunft wohl auch nicht benötigt. Mit dem überstürzten Bau der Überlaufeinrichtungen wurden etwa zwei Millionen Steuergelder verschleudert, sicherlich an anderer Stelle besser nutzbar. Ein vernünftiger Umgang mit Steuermitteln ist das nicht.

Die SPD in Kirchhain hat sich verweigert, uns im Antrag zum Rückbau der Halle zu folgen. Die Parkplätze im Bereich Festplatz sind nötig, gerade für die Nutzer des Ärztehauses, aber auch für die Gewerbetreibenden Kirchhains.

Ich vermisse hier Augenmaß und bürgernahe Politik. Passt eben doch nicht mit den handelnden Personen, die am 6. März Mandate und Ämter gewinnen wollen. Politik ohne Weitblick ist falsch und muss im Sinne der Bürger korrigiert werden. Wir fordern ein und setzen uns dafür ein, dem Bürgerwillen nachzukommen.

   

Angelika
 Aschenbrenner, FDP:

Eine Notunterkunft auf Initiative der Stadt Kirchhain am Festplatz zu errichten, war zunächst ein richtiger und wichtiger Schritt, um die ersten Planungen der Landrätin und des Landkreises zu korrigieren.

Denn es war ursprünglich geplant, 400 Menschen auf 4000 Quadratmetern unterzubringen. So viele Menschen auf so engem Raum zusammenzupferchen, ist geradezu inhuman und hätte zum Entstehen eines sozialen Brennpunktes geführt.

Auf Initiative des Magistrates und dank des großen Engagements der Kirchhainer Bürgerschaft konnte das verhindert werden, so dass die 400 Schutzsuchenden, die nach Maßgabe der Landrätin in Kirchhain aufgenommen wer- den sollten, auf zwei Standorte hätten verteilt werden können.

Ich sehe, dass hier im vorauseilenden Gehorsam seitens der Landrätin Steuergelder der Bürgerschaft verschwendet wurden. Denn seit dem 15. Januar 2016 steht eindeutig fest, dass diese Notunterkunft nicht gebraucht wird. Ich sehe aber auch in diesem Bild ein Symbol für die große Hilfsbereitschaft der Stadt Kirchhain und ihrer Bürger gegenüber den Flüchtlingen in der Stadt.

   

Konrad Hankel,
 SPD:

Bis vor einem Jahr wäre die Antwort einfach gewesen. Auf dem Bild ist eine Leichtbauhalle zu sehen, wie sie überall für Messen benutzt werden. Mit dem ansteigenden Zustrom von Flüchtlingen werden diese Hallen zudem als Notunterkünfte verwendet. So auch bei uns in Kirchhain, wo die Planungen des Kreises vorsehen, in der Leichtbauhalle in Verbindung mit der Markthalle 240 Notunterkunftsplätze als Außenstelle des Erstaufnahme-Lagers Gießen einzurichten.

Eine Belegung sollte noch vor Weihnachten erfolgen. Nachdem nun die Flüchtlingszahlen rückläufig sind, ist mit einer Belegung dieser Einrichtung vorerst nicht zu rechnen. Die SPD begrüßt daher die Entscheidung des Kreises, die Markthalle zu räumen und ihre Nutzung durch Vereine, Verbände und Gewerbetreibende wieder zu ermöglichen.

Die Markthalle ist ein wichtiger Veranstaltungsort für die vielen Kleintierzuchtvereine, die durch ihre Ausstellungen unsere Stadt als Zentrum der Tierzucht bekannt gemacht haben. Die SPD Kirchhain unterstützt dieses ehrenamtliche Engagement und wird sich dafür einsetzen, dass die Stadt diese wichtige Halle den Nutzern auch in der Zukunft zur Verfügung stellen kann.

   

Reiner Nau, 
Grüne:

Dieses Bild steht symbolisch für die vielen Menschen, die derzeit vor den Toren Europas vor Krieg und Verfolgung fliehen müssen. Es gelingt den politisch Verantwortlichen noch immer nicht, diese Konflikte am Verhandlungstisch zu lösen. Vor Ort stellen wir Kommunalos uns der großen Herausforderung, den Geflüchteten eine gute Unterkunft und eine Perspektive für ihre Zukunft zu geben. Bei vielen bestimmt die Gefühlslage dieses Thema, das auch mit Ängsten verbunden ist.

Daher ist es so wichtig, sehr offen über alle Flüchtlingsangelegenheiten zu sprechen. Die Halle steht aber auch für einen Kompromiss, an dem die Kirchhainer Bürgerinnen und Bürger maßgeblichen Anteil tragen. Eine Unterkunft in dieser Größe auf dem Parkplatz des ehemaligen Rewe-Marktes wie ursprünglich von der Landrätin geplant, das wollte sich niemand wirklich vorstellen.

Kommunalpolitik hat sich aber mit vielen anderen Themen (Wasser, Abwasser, Energie, Finanzen, Gebühren, Soziales, Feuerwehr …) zu beschäftigen. Und daher steht dieses Bild sinngemäß auch für ein Ablenken von politischen Aufgaben in unserer Heimatstadt, die wir für ein l(i)ebenswertes Kirchhain erfüllen werden!

   

Fotos: Mayer, privat

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