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Listensprecher nehmen Stellung

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Michael Haubrok-Terörde, Hans-Martin Seipp und Johannes Wagner nehmen Stellung zur Verkehrssituation der B 252 und zu den Bahnhöfen in Münchhausen.

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Die Fotos zeigen die Kurhessenbahn im Bahnhof Münchhausen und ein Gasthaus im Ort, das zum Verkauf steht.

Quelle: Thorsten Richter

Münchhausen. Michael Haubrok-Terörde, Unabhängige Grüne Liste (UGL)

Leben und wohnen an der Bundesstraße 252 ist eine ungemütliche Angelegenheit. Lärm und Dreck befördern den Leerstand von Gebäuden. Fußgängerampeln vermindern nicht die Zweiteilung der Ortschaften durch den Straßenverkehr. Die Fertigstellung der Ortsumfahrung wird diese Situation wesentlich verändern, Münchhausen und Simtshausen attraktiver machen und Chancen für die Dorfentwicklung eröffnen. Andernorts entstehen allerdings neue Belastungen (Lärm, Flächenverbrauch). Leider hat sich der öffentliche Nahverkehr noch nicht zu der großen Alternative zum Auto entwickelt, als der er in der Fotomontage erscheint. Gleichwohl ist die Bahnlinie Marburg– Korbach–Bestwig eine Lebensader für unsere Gemeinde und bedeutet besonders für Münchhausen und Simtshausen einen Standortvorteil. Zu Recht hat die Gemeinde in die Neugestaltung der Haltepunkte investiert. Ihr Augenmerk muss sich weiterhin und verstärkt auf die Anbindung von Wollmar, Niederasphe und Oberasphe an die Strecke durch den Bus-Rundverkehr richten. Einflussmöglichkeiten auf die Fahrplangestaltung müssen genutzt werden. Eine Verbesserung des Tarifsystems der hessischen Verkehrsverbünde sollte unterstützt werden.

Hans-Martin Seipp, SPD

Zum Bahnhof: Eine sinnvolle Investition in die Park-and-ride-Anlagen, an den  Bahnhöfen Münchhausen und Simtshausen. Die Haltestellen wurden aufgewertet und geben unseren Schülern und Berufstätigen sowie allen anderen Einwohnern der Gemeinde die Möglichkeit, Angebote der Bahn zu nutzen. Eine Stärkung der Infrastruktur für die Mobilität auf dem Land. Zukünftig werden diese Beförderungsarten in Bezug auf Energiewende und Schutz der Ressourcen immer wichtiger werden. Deshalb ist es vernünftig, diese Baumaßnahmen zu tätigen und zu unterstützen.   Zum Gasthaus: Ein Bild des fortschreitenden Untergangs der ländlichen Gasthäuser, gleichzeitig auch der leerstehenden Immobilien auf dem Land.
Wir in Münchhausen haben noch das Glück, dass Leerstände vermittelt werden. Dies trifft auch für den Jagdkrug zu! Zukünftig müssen wir politisch dafür Sorge tragen, dass die Ortskerne lebenswert bleiben. Dies wird nur möglich sein mit Zugeständnissen der Denkmalbehörden.
Fördermaßnahmen für Bestandsgebäude sollten sich auf den Bedarf der Besitzer oder Sanierer angepasst darstellen, nicht nur an  Vorgaben der Gesetzgeber.

Johannes Wagner, CDU

Der Haltepunkt der Regionalbahn in Münchhausen wird gut angenommen. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Neubaugebiet Stegebinne. Der stets volle Parkplatz zeigt, dass neben Schülern und Studenten auch viele Berufspendler diese Bahnverbindung nutzen.
Von Marburg und neuerdings auch wieder von Korbach aus besteht eine gute Anbindung an den überregionalen Schienenverkehr. In unserer ländlichen Region ist für viele Bürgerinnen und Bürger aber das Auto nach wie vor ein unverzichtbares Verkehrsmittel.
Durch die Bundesstraßen B 252 und B 236 sind die Ortsdurchfahrten von Münchhausen und Simtshausen stark mit Verkehr belastet.  Mit dem Baubeginn der Ortsumgehung der Bundesstraße 252 und der geplanten Fertigstellung in 2020 ergeben sich für unsere Gemeinde Münchhausen mehrere positive Effekte.
Die Fahrzeiten nach Marburg und zur Autobahn werden sich erheblich verkürzen. Das wird die Attraktivität der Gemeinde als Wohnort erhöhen. Die Lebensqualität der Anwohner an den Ortsdurchfahrten wird sich erheblich verbessern, Grundstücke werden attraktiver und dadurch leerstehende Gebäude besser zu vermarkten sein.

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